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Kaffee & Espresso

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Besondere ausgezeichnete Qualitäten bieten wir Ihnen mit den italienischen Espressi von Caffè San Salvador und Omkafè, die beim International Coffee Tasting mehrfach mit Goldmedaillen ausgezeichnet wurden.

Geschichte des Kaffees in der Schweiz

Heute ist die Schweiz eines der Länder, in denen weltweit am meisten Kaffee getrunken wird. Doch bis es so weit war und die Kaffeebohne auch die breite Schweizer Bevölkerung erreichte, brauchte es seine Zeit.

Der Zürcher Johann Jacob Ammann war einer der ersten Eidgenossen, der das neuartige Getränk namens Kaffee kennen lernen durfte. Jedoch nicht in seinem Heimatland, sondern auf seinen Reisen, die ihn zu Beginn des 17. Jahrhunderts in den Orient führten. In seinem 1618 erschienenen Reisebericht "Reise in das Gelobte Land" schrieb er von Wirtshäusern in Konstantinopel folgende Anekdote nieder: "Drinnen die Wirth nit anderes geben als schwartz wasser zu trinken."

1692 hielt der Zürcher Arzt Johannes Muralt in seinem Gebrechen- und Arzneimittelbuch "Hippokrates Helveticus" über das Getränk "Coffee, Coava" oder "Chaube", wie der Kaffee in den "Morgenländern" bezeichnet wurde, die Zubereitungsformen des Kaffees in den verschiedensten Ländern fest. So hätten asiatische Völker die Gewohnheit, den Kaffee aus den "Schalen oder Hülsen der Beeren" zuzubereiten, während die Europäer die Beeren schälten und rösteten.

Die Wurzeln der ersten Röstereien

Der Kaffee kam vor allem über Genf, Basel und den Zurzacher Verenamarkt, direkt vor Zürichs Haustür, in die Schweiz. Die ersten Belege über einen stetig wachsenden Kaffeekonsum liefern obrigkeitliche Mandate. So war es in Genf im Jahr 1700 unverheirateten Mädchen und Pensionierten untersagt, Kaffee zu verkaufen. Auch in Basel bezeugt ein solches Mandat die Anwesenheit des Kaffees, mit dem 1695 das Tanzen in den neu aufgekommenen Kaffeehäusern verboten wurde - das erste Kaffeehaus Deutschlands eröffnete übrigens 1673, das erste Wiens 1683.

Bis der Kaffee aber auch die hintersten Täler der Schweiz erreichte, dauerte es weitere hundert Jahre. Einerseits, weil für grosse Teile der Bevölkerung die teure Bohne unerschwinglich war, andererseits, weil die damaligen Verkehrswege noch keinen entsprechenden Transport zuliessen. So berichtete Karl Viktor von Bonstetten über das Maggiatal, dass der Kaffee 1797 hier noch "gänzlich unbekannt" gewesen sei. Doch in den Städten kletterte das neue Getränk in der Beliebtheitsskala rasant nach oben.

Allerdings, wer sich in jener Zeit eine Tasse Kaffee gönnen wollte, musste zuerst die grünen Bohnen rösten. So schrieb Heiri Gysler, der seine Jugendzeit in den 1880er- und 1890er Jahre in Zürich verbrachte und in seinen "Erinnerungen an Zürich vor der ersten Stadtvereinigung" niederschrieb: "Jede Woche mussten wir im Lädeli ein halbes Pfund Grüeni Chügelibohne holen."

Noch bis Anfang des 20. Jahrhunderts war das Rösten der Kaffeebohnen den Privathaushalten vorbehalten. In Gyslers Familie kam das Rösten der Grossmutter zu: "Bald brannte im Holzherd ein lustiges Feuerchen, auf dem die Kaffeeröstpfanne zum Erwärmen war. Dieses wichtige Küchenrequisit war eine niedere Eisenpfanne mit einem Deckel, in deren Mitte eine Kurbel herausragte. Mit unsäglicher Geduld drehte  Grossmütterchen die Kurbel und warf so die immer brauner werdenden Kaffeebohnen herum."

Doch seit Mitte des 19. Jahrhunderts veränderten sich die Lebensgewohnheiten der Menschen, die nun vermehrt in Fabriken arbeiteten und keine Zeit mehr hatten, sich um die aufwändige Lebensmittelproduktion zu kümmern. Die Nachfrage nach vorgefertigten Lebensmitteln wuchs. Die Zeit für professionelle Röstereien war gekommen, vorläufig wurde diese Aufgabe von den Kolonial- und Spezereiwarenhändlern übernommen. Dabei wurde zwar den Konsumenten der aufwändige Röstprozess abgenommen, jedoch mit einem Nachteil: Der Aromaverlust stellte sich rasch ein, und die Röster waren gezwungen, täglich frisch zu rösten.

Die gastronomische Bedeutung

Bis ins 18. Jahrhundert trank die Schweizer Bevölkerung vorwiegend Wein und Bier. Dann kam die Kartoffel auf und etablierte sich rasch als Grundnahrungsmittel, welches sich auch ausgezeichnet zur Branntweinproduktion eignete. Als Reaktion auf diese erste Schnapswelle entstanden gegen Ende der 1830er-Jahre in der Romandie die ersten "Mässigkeitsvereine". Die ersten Lokale, die mit der Absicht eröffnet wurden, den übermässigen Alkoholkonsum nicht alleine durch Verbote zu unterbinden, sondern auch eine alkoholfreie Alternative anbieten wollten, kamen in der Schweiz in den 1880er Jahren auf
und wurden "Kaffeehallen" genannt. Zwischen 1880 und 1900 stieg deren Zahl von 19 auf 455. Um 1902 gab es alleine in Zürich insgesamt 28 Kaffeehallen, von denen 8 vom "Zürcher Frauenverein für Mässigkeit und Volkswohl" geführt wurden. Mit dieser Entwicklung wurde 1938 der Verband "CafetierSuisse" gegründet, der sich zu Beginn "Vereinigung alkoholfreier Gaststätten" nannte, sich 1988 mit "Schweizer Cafetier-Verband" einen zeitgemässeren Namen zulegte und sich dann in "CafetierSuisse" umbenannte, obwohl er einzig in der Deutschschweiz tätig ist.

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