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Diese Fehler beim Kaffeebrühen sollten Sie vermeiden!

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An jeder Strassenecke kann man heute Kaffee kaufen, egal ob es an der Tankstelle, beim deutschen Großröster oder im lokalen Coffee Shop ist. Aber nicht immer entspricht der dort gekaufte Kaffee dem Kaffee, den man eigentlich trinken wollte. Entweder ist der Kaffee so bitter und verbrannt, dass man Löffel um Löffel Zucker oder Milch hinzufügen muss oder er ist so schnell geröstet, dass er sauer schmeckt.

In der Öffentlichkeit hat man wenig bis keine Möglichkeiten, die Kaffeequalität in der Tasse zu beinflussen. Umso wichtiger ist es, der Kaffeezubereitung in den eigenen vier Wänden viel Aufmerksamkeit zu schenken. Deshalb haben wir Ihnen hier die acht gebräuchlichsten Fehler bei der Zubereitung von Kaffee zusammengestellt.

Wenn Sie die Fehler vermeiden lernen, werden Sie Zuhause einen perfekten Kaffee zubereiten können. Und Sie werden damit auf jeden Fall besseren Kaffee trinken, als im Kaffeehaus um die Ecke.

  1. Sie verwenden den falschen Mahlgrad
    Wenn Ihr Kaffee immer und immer bitter schmeckt, kann es sein, dass Ihre Kaffeemaschine zu lange brüht bzw. die Extraktion zu lange dauert. Das liegt in der Regel am falschen Mahlgrad. Ist er für Ihr Brühverfahren zu fein, hat das Wasser beim Filtern zu lange Kontakt mit dem Kaffee. Nutzen Sie einen gröberen Mahlgrad, um das Wasser schneller durch das Kaffeemehl laufen zu lassen. Schmeckt der Kaffee zu sauer, läuft das Wasser zu schnell durch das Kaffeemehl. Dann verwenden Sie bitte einen feineren Mahlgrad.
  2. Sie nutzen zu heisses Wasser
    Die richtige Brühtemperatur zu verwenden, ist essentiell für die optimale Entwicklung der Kaffeearomen. 88° bis 92°C sind die idealen Brühtemperaturen. Bei diesen Temperaturen entwickeln sich die Kaffeearomen und -gerüche, die wir lieben, während die unangenehmen Säuren und Bitterstoffe vermieden werden. Wenn Sie keinen Wasserkocher besitzen, mit dem man das Wasser auf defininierte Temperaturen erhitzen kann, lassen Sie Ihren Wasserkocher nach dem Aufkochen etwa 60 bis 75sec offen stehen, damit das Wasser abkühlen kann und der Kaffee nicht verbrennt.
  3. Missachtung der richtigen Portionierung
    Die perfekte Menge Kaffee sind 8 bis 9g für 120ml Wasser. Wenn Sie es intensiver mögen, können Sie selbstverständlich etwas mehr Kaffeemehl verwenden. Trotzdem sollten Sie sich bemühen, möglichst bei dieser Kaffeemenge zu bleiben. Wenn Sie ein Kaffeelot verwenden, ist dies in der Regel auf 7g Kaffee geeicht, so dass eine leichte Überhäufung an die genannten 8 bis 9 Gramm heran reicht. Natürlich siegt hier immer der individuelle Geschmack, aber die genannte Grammatur hat sich über Generationen hin bewährt.
  4. Nutzung von vorgemahlenem Kaffee
    Wir verstehen zwar, dass es komfortabler ist, morgens nicht noch den Kaffee frisch zu mahlen, aber frisch gemahlener Kaffee macht eben genau den Unterschied beim Genuss des vollen Kaffeearomas. Gemahlener Kaffee verliert innerhalb von guten 15 Minuten sein Aroma, wenn er nicht luftdicht verpackt wird. Wenn Sie gemahlen Kaffee benutzen wollen oder müssen, dann kaufen Sie ihn nur in kleinen Mengen, damit er schnell verbraucht werden kann.
  5. Günstige Kaffeebohnen
    Natürlich wollen wir alle den einen oder anderen Euro sparen, aber Kaffeebohnen sind der falsche Ort, um zu sparen, wenn man einen Kaffee wirklich geniessen will. Denn egal wie sorgfältig und aufmerksam Sie Ihren Kaffee daheim brühen, billige Kaffeebohnen werden einen schlecht schmeckenden Kaffee ergeben. Bei der sogenannten Turboröstung, oder auch industrielle Röstung genannt, werden die Bohnen innerhalb weniger Minuten bei sehr hohen Temperaturen geröstet. Allerdings tritt hier der “Filet-Effekt” auf: Aussen braun, innen fast noch roh. Nur in durchgerösteten Bohnen entwickelt sich das volle Aroma und die magenreizenden Gerbsäuren des Rohkaffees werden abgebaut. Also sparen Sie lieber dort, wo es sich lohnt: Kaufen Sie keinen Kaffee an der Autobahnraststätte (Achtung: Gilt nicht für italienische Raststätten) oder der lokalen Tankstelle.
  6. Falsch gelagerter Kaffee
    Wenn Sie Ihren Kaffee optimal aufbewahren wollen, leeren Sie die Kaffeebohnen (oder den gemahlenen Kaffee) niemals um. Lagern Sie den Kaffee mitsamt dem Beutel in einem luftdichten Behältnis an einem kühlen und dunklen Ort (z.B. dem Küchenschrank). Lagern sie ihn nicht im Kühlschrank, da er dort sehr schnell Gerüche anderer Lebensmittel annimmt. Dass man die Empfehlung der Kühlschranklagerung selbst auf Kaffeeverpackungen lesen kann, macht es deshalb nicht richtiger (siehe auch Punkt 7).
  7. Einfrieren von Kaffeebohnen
    Egal was Sie denken oder schon darüber gehört haben, dass Einfrieren von Kaffeebohnen bewahrt nicht die Aromen des Kaffees. Ganz im Gegenteil: Die Aromen, die in den Kaffeeölen gebunden sind, können zerstört werden. Ausserdem ensteht beim Auftauen des Kaffees Kondenswasser im Innern des Kaffeebeutels, welches vom Kaffee gierig aufgesogen wird und ebenfalls die Aromen angreift.
  8. Alter Kaffee
    Für den optimalen Kaffeegenuss sollten Sie immer frisch gerösteten Kaffee verwenden. Der von Ihnen benutzte Kaffee sollte nicht älter als 3 bis 6 Monate sein. Danach baut er sein Aroma immer stärker ab. Natürlich ist Kaffee auch nach dieser Zeit genießbar, aber die volle Aromenwelt erhalten Sie nur, wenn Sie frisch gerösteten Kaffee verwenden. Halten Sie also Ausschau nach frisch geröstetem Kaffee und kaufen Sie ihn, immer wieder frisch, in kleinen Mengen.

Folgen Sie unseren Tipps und Sie werden bald genauso guten Kaffee machen, wie die Top Baristi in Ihrer Stadt. Wenn Sie noch weitere Anregungen brauchen, ist übrigens YouTube eine wahre Fundgrube. Hier werden alle Arten von Kaffeezubereitungen in aller Ausführlichkeit erklärt.

Johannes Lacker

Eine Antwort auf „Diese Fehler beim Kaffeebrühen sollten Sie vermeiden!“

danke für die vielen hilfreichen tipps, bin gespannt wie stark sich das alles auf meinen kaffee auswirkt, wenn ich alles beachte!

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