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Schweizer Kochrezepte

Ächti Schwiizer Chuchi: Dreikönigskuchen

König für einen Tag – am 6. Januar hat jede und jeder die Chance dazu! Der Dreikönigstag wird in der Schweiz mit einem Kuchen gefeiert, in dem irgendwo ein kleines Königsfigürli versteckt ist.

Insbesondere für Kinder ist der Dreikönigskuchen etwas besonderes, denn, hat man erst die Königsfigur gefunden, ruft es nur noch “Ich bin König” durch’s Haus. Lebhaft kann ich mich daran erinnern, als ich bei einem Freund in Arbon am Bodensee den Dreikönigstag 2009 verbrachte und der älteste Sohn David “König” wurde. David lief lauthals durch’s Haus und rief stolz “Ich bin König, ich bin König.” Klar, dass Geschwister und Eltern sofort zu Untertanen gemacht wurden! 😉

Der Dreikönigskuchen selbst ist ein süssliches, brotartiges Festtagsgebäck, das zum 6. Januar, dem Festtag der Heiligen Drei Könige, gebacken wird.

Doch woher stammt dieser Brauch?

Schon lange bevor der 6. Januar als christlicher Festtag gefeiert wurde, hatte er in verschiedenen Kulturen und Ländern eine spezielle Bedeutung. Er symbolisierte das Ende der Winterzeit und den Beginn des neuen Jahres, wo in südlichen Regionen auch bereits die Vegetation wieder aufzukeimen begann. Oft wurden an diesem Tag die bösen Wintergeister vertrieben und das Haus mit Weihrauch gereinigt.

In vielen Teilen Europas galt der 6. Januar als offizieller Jahresbeginn, bis 1691 Papst Innozenz XII. den Neujahrstag auf den 1. Januar festlegte.

Schon die Römer zelebrierten ein einwöchiges Fest zu Ehren des römischen Gottes Saturnus für die Aussaat, welches am 6. Januar begann. Dabei war es Brauch, beim grossen Festschmaus um eine zeitlich befristete Königswürde zu würfeln. Angeblich stand die Möglichkeit, König zu werden, auch dem armen Volk offen und selbst der Kaiser unterwarf sich dem erkorenen König für die Tage seiner Regentschaft. In verschiedenen Ländern Europas war es zudem Brauch, an diesem Tag ein Brot zu backen, in dem eine Bohne, eine Erbse, Mandel oder Münze versteckt war, die dem Finder Glück brachte oder ihn für einen Tag zum sogenannten Bohnenkönig machte.

Später brachte die katholische Kirche diesen alten Brauch mit der Geschichte der drei Weisen aus dem Morgenland zusammen. Es entstand der heutige Brauch, bei dem man die Ankunft der drei Könige feiert, indem man ein Brot teilt, in welchem eine kleine Königsfigur versteckt ist.

Den klassischen Dreikönigskuchen finden Sie hier im Betty Bossi Rezept.

Viel Spass beim Backen und bei der Suche nach dem König wünscht

Johannes Lacker

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Kaffi Schopp News

So kocht Frau Schweizer. Und Herr Schweizer auch.

Gestern bekam ich eine gute Nachricht aus der Schweiz: der Betty Bossi Verlag beliefert das Kaffi Schopp.

logo_bbSchon seit längerem habe ich mich darum bemüht, die Kochbücher des Schweizer Betty Bossi Verlages im Kaffi Schopp anbieten zu können. Und wenn ich eigentlich dachte, dass man ein paar Bücher einfach in einen Karton steckt und diesen nach Deutschland schickt, so hatte ich mich doch geirrt.

Erst nachdem das Schweizer Bücherzentrum nicht nach Deutschland liefern wollte und man auch im Betty Bossi Verlag  das Thema Versand nach Deutschland nochmal diskutieren musste, kam nun am gestrigen Donnerstag das grüne Licht aus Zürich: die Bücher werden in einen Karton gesteckt und nach Deutschland geschickt. So einfach kann Vertrieb sein. 😉

Ich will jetzt aber nicht ironisch werden, denn ich freue mich wirklich, dass ich die Bücher der Betty Bossi Reihe nun bekomme. Das Sortiment des Betty Bossi Verlags umfasst mehrere Dutzend Bücher, ich habe mich zum Start für zwei der Bestseller entschieden: “Schwiizer Chuchi” und “Das grosse Betty Bossi Kochbuch“.

Schwiizer_Chuchi

Im Buch “Schwiizer Chuchi”, der Name sagt es, werden 130 traditionelle Schweizer Kochrezepte vorgestellt. Und da dieses Buch zusammen mit Schweiz Tourismus entstanden ist, werden auch gleich viele touristische Informationen zu den Schweizer Regionen mitgeliefert.

Im grossen Betty Bossi Kochbuch geht es um Grundsätzliches beim Kochen – aber immer aus dem Schweizer Blickwinkel. Mir macht das Kochen nach Schweizer Rezepturen immer viel Spass, denn zum einen entdeckt man immer wieder Neues (auch bei Altbekanntem), zum anderen geben die Einflüsse der italienischen und französischen Küche den Gerichten eine mediterrane Richtung. Neben der “währschaften”, also bodenständigen Küche, finden sich viele leichte und leckere Gerichte in der heutigen Schweizer Alltagsküche.

Ich werde jetzt am Wochenende auf jeden Fall schweizerisch kochen – z.B. Walliser Käsekartoffeln (Kartoffeln in einer Weissweinsauce kochen und mit Raclettekäse überbacken).

“En Guete” wünscht

Johannes Lacker