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Schweizer Kochrezepte

Ächti Schwiizer Chuchi: Walliser Käsekartoffeln

Wenn ich ein Rezept aus der Schweiz seit meiner Jugend an geliebt habe, dann Walliser Käsekartoffeln. Mein Vater, gebürtiger Offenburger und ebenfalls bekennender Eidgeniesser, hat dieses Gericht regelmässig für die Familie gekocht, da wir es alle sehr gerne gegessen haben. Deswegen möchte ich Ihnen die Walliser Käsekartoffeln auch nicht vorenthalten:

1 grosse Zwiebel hacken und in
2 EL Butter

anziehen lassen

6 mittlere Kartoffeln vom Vortag

schälen, in Würfel schneiden und zu den Zwiebeln geben. 2-3 Minuten mitbraten, dann

125 ml Weisswein

hinzufügen und alles zugedeckt 20 Minuten auf kleinem Feuer kochen. Weitere

125 ml Weisswein und
1 TL Mehl

gut verrühren. Zu den Kartoffeln geben, wenden und mit Salz und Muskatnuss würzen.

150 g Racletteköse in Scheiben

auf die Kartoffeln geben und zugedeckt schmelzen lassen. Der Käse darf keine Farbe annehmen und soll nur verfliessen. Anschliessend mit

Petersilie bestreuen.

“En Guete” mit den Walliser Käsekartoffeln wünscht

Johannes Lacker

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Kaffi Schopp News

So kocht Frau Schweizer. Und Herr Schweizer auch.

Gestern bekam ich eine gute Nachricht aus der Schweiz: der Betty Bossi Verlag beliefert das Kaffi Schopp.

logo_bbSchon seit längerem habe ich mich darum bemüht, die Kochbücher des Schweizer Betty Bossi Verlages im Kaffi Schopp anbieten zu können. Und wenn ich eigentlich dachte, dass man ein paar Bücher einfach in einen Karton steckt und diesen nach Deutschland schickt, so hatte ich mich doch geirrt.

Erst nachdem das Schweizer Bücherzentrum nicht nach Deutschland liefern wollte und man auch im Betty Bossi Verlag  das Thema Versand nach Deutschland nochmal diskutieren musste, kam nun am gestrigen Donnerstag das grüne Licht aus Zürich: die Bücher werden in einen Karton gesteckt und nach Deutschland geschickt. So einfach kann Vertrieb sein. 😉

Ich will jetzt aber nicht ironisch werden, denn ich freue mich wirklich, dass ich die Bücher der Betty Bossi Reihe nun bekomme. Das Sortiment des Betty Bossi Verlags umfasst mehrere Dutzend Bücher, ich habe mich zum Start für zwei der Bestseller entschieden: “Schwiizer Chuchi” und “Das grosse Betty Bossi Kochbuch“.

Schwiizer_Chuchi

Im Buch “Schwiizer Chuchi”, der Name sagt es, werden 130 traditionelle Schweizer Kochrezepte vorgestellt. Und da dieses Buch zusammen mit Schweiz Tourismus entstanden ist, werden auch gleich viele touristische Informationen zu den Schweizer Regionen mitgeliefert.

Im grossen Betty Bossi Kochbuch geht es um Grundsätzliches beim Kochen – aber immer aus dem Schweizer Blickwinkel. Mir macht das Kochen nach Schweizer Rezepturen immer viel Spass, denn zum einen entdeckt man immer wieder Neues (auch bei Altbekanntem), zum anderen geben die Einflüsse der italienischen und französischen Küche den Gerichten eine mediterrane Richtung. Neben der “währschaften”, also bodenständigen Küche, finden sich viele leichte und leckere Gerichte in der heutigen Schweizer Alltagsküche.

Ich werde jetzt am Wochenende auf jeden Fall schweizerisch kochen – z.B. Walliser Käsekartoffeln (Kartoffeln in einer Weissweinsauce kochen und mit Raclettekäse überbacken).

“En Guete” wünscht

Johannes Lacker

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Allgemein

Ein Stück Schweiz in Berlin – Nola’s am Weinberg

Letzte Woche war ich für drei Tage in Berlin. Auf einer Veranstaltung erzählte ich von meinem aktuellen Tun, vom Kaffi Schopp und diesem Blog. Daraufhin wurde ich gefragt, ob ich denn das Nola’s am Weinberg in Berlin-Mitte (Veteranenstraße 9) kennen würde. Ein Schweizer Restaurant mitten in Berlin. Nein – ich kannte es nicht.

Am nächsten Tag, bevor ich mich wieder der Lufthansa nach Frankfurt anvertraute, besuchte ich dann also das Nola’s am Weinberg. Zu meiner persönlichen Überraschung liegt das Nola’s tatsächlich auf einer natürlichen Anhöhe mit wunderbaren Blick in den Weinbergspark.

Untergebracht in einem typischen Bungalow der 50er Jahre fühlte ich sofort beim Betreten die Schweizer Atmosphäre des Restaurants. Die Inneneinrichtung lehnt sich an ein (Schweizer) Bergchâlet aus den 50ern an und verstrahlt eine entspannte, aber auch elegante Stimmung.

Nola's am Weinberg
Nola’s am Weinberg – der Innenraum

Da ich recht früh drann war und noch nicht gefrühstückt hatte, bestellte ich eine “Schale” (so nennen die Schweizer einen Milchkaffee) und ein “gmischts z’Morgä” (gemischtes Frühstück). Beim Kaffee konnte ich mir dann die Einrichtung genauer anschauen: neben dem eigentlichen Restaurantbereich (mit Nebenraum) gibt es eine kleine Lounge, das Schweizerkreuz ist sehr dezent aber present an verschiedenen Stellen zu finden, ein Paar alter Holzskier an der Wand tut sein übriges. Warme Farben und die auffällige Deckenbeleuchtung unterstützen die behagliche Atmosphäre. Eine (alte) Karte der Schweiz und die (in der Schweiz) bekannte Rivella-Werbung versetzen den Besucher tatsächlich in die Schweiz. Und dann noch die wirklich große Terrasse, die Sommers wie Winters zum Sonnenbaden einlädt (wenn sie denn scheint).

Die Sonnenterasse
Die Sonnenterasse

Die Speisekarte bietet “währschafte” (=bodenständige) Schweizer Küche, vom Z’Morgä (Frühstück) über die verschiedenen Fondue bis hin zu “süessi Tröimli” (Desserts) wird alles geboten, was der Heimweh-Schweizer begehrt.

Das Heimweh seines Besitzers war auch Basis für die Entstehung des Nola’s am Weinberg. Stefan Schneck ist selbst Schweizer, gebürtig aus Uster im Kanton Zürich. Obwohl Schneck schon seit 1990 in der deutschen Hauptstadt tätig ist (er führte u.a. das frühere Tres Kilos am Marheinekeplatz), hängt sein Herz natürlich an seiner Heimat. Stefan Schneck erzählt: “Es hatte in der Nacht geschneit und zwar so wie es in der Stadt nur selten schneit. Tagsüber war es dann strahlend blau und die Kinder rodelten den kleinen “Weinberg” hinunter. Ich stand an dem Tag selber auf der Terrasse und habe Schnee gefegt und fühlte mich wie zuhause in den Bergen auf einer Skihütte. Und so ist dann die Idee entstanden aus dem Nola’s am Weinberg ein Schweizer Restaurant zu machen.”

Und da die Berliner bekennende Freunde der Schweiz sind (wer es nicht glaubt, sollte einmal jeweils am 01. August die Menschenmengen bei den Festivitäten an der Schweizer Botschaft bestaunen), läuft das Nola’s nun schon seit 4 Jahren sehr erfolgreich mit seinem Schweizer Konzept.

Eines musste ich jedoch mit Verwunderung zur Kenntnis nehmen – der Kaffee im Nola’s stammt nicht aus der Schweiz, sondern wird von Gianni Guiseppetti geliefert, einem Italiener, mit dem Stefan Schneck seit langem zusammenarbeitet.

Hier werde ich wohl noch etwas Überzeugungsarbeit leisten müssen 😉

Bis dahin wünscht Kaffi Schopp dem Team von Nola’s am Weinberg weiterhin viele erfolgreiche Jahre – einem schönen Fleckchen Schweiz in Berlin.