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Im Gespräch mit Mathias Bühler

Am vergangenen Samstag ist Mathias Bühler, genannt Mähtu, neuer Schweizer Barista Meister geworden.

Nachdem sich bei ihm die erste Euphorie gelegt hatte, konnte ich mich kurz mit Mathias über die für ihn sehr erfolgreichen Barista Meisterschaften unterhalten:

Kaffi Schopp (KS): Mäthu, gleich vier Medaillen hängen um Deinen Hals. Eine für den Schweizer Barista Meister, sowie je eine für den besten Cappuccino, die beste Eigenkreation (den sog. Signature Drink) und den zweiten Platz im Latte Art Contest.

Mathias Bühler
Mäthu und seine vier Medaillen Quelle: swissscae.ch

Mathias Bühler (MB): Ich bin selber immer noch ganz baff von diesem Resultat, hatte es überhaupt nicht erwartet! Mit vier Medaillen habe ich wirklich nicht gerechnet, die Dinger sind noch schwer um den hals! (lacht)

KS: Nach der Vorrunde der Barista-Meisterschaft warst Du noch auf dem vierten Platz. Wie hast Du es geschafft, Dich noch auf den ersten Platz vorzuarbeiten?

MB: Nach der Vorrunde hatten alle Finalteilnehmer ein kurzes Breefing mit der Jury um Verbesserungen für den Final zu erfahren. Ich nahm mir die Kritiken  sehr zu Herzen und habe sie anscheinend im Final gut umgesetzt (lacht). Ausserdem lief der Espresso viel besser und war auch geschmacklich überzeugender.

KS: Darf ich fragen, welchen Espresso Du verwendet hast?

MB: Das war der “Il Piacere” von La Semeuse – die gleiche Mischung, welche Philipp [Meier] letztes Jahr hatte und den wir auch in der Shisha Bar anbieten!

KS: Wie hast Du dich in diesem Jahr auf die Meisterschaften vorbereitet?

MB: Ich habe allein trainiert und das nur 2 Tage intensiv, meine Rede war spontan und die Kaffeemischung habe ich am Morgen des Finals aus der Shisha bar mitgenommen. Ein befreundeter Koch hat mir nur mit der Entwicklung des Signature Drinks geholfen.

KS: Dann bist Du ja ohne grosse Ambitionen und offenbar mit viel Gelassenheit in den Wettkampf gestiegen. Doch noch ein Blick in die Zukunft: die Weltmeisterschaften finden dieses Jahr in London statt. Wirst Du dort hingehen? Schliesslich musste die Shisha Bar schon 2009 die Reise von Philipp Meier nach Atlanta “verkraften”.

MB: Wegen London mache ich mir noch keine Gedanken, wir müssen das ganze zuerst mit der SCAE in Ruhe besprechen und schauen in welcher Teamformation das ganze stattfinden soll.

KS: Eine Neuauflage des Swiss Barista Teams von 2009 mit Dir, Philipp Meier und Thomas Liebe wird es also nicht mehr geben?

MB: Das Swiss Barista Team wird in London sicher nicht aktiv teilnehmen, aber in der Schweiz sind weitere Anlässe wie das TNT und sonst noch ein paar überraschungen geplant.

KS: Dann sind wir sehr gespannt auf London und wünschen Dir bis dahin alles Gute und viel Erfolg. Vielen Dank für das Gespräch mit Dir, Mäthu!

Johannes Lacker

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Mathias Bühler neuer Schweizer Barista Meister

Mathias Bühler von der Thuner Shisha Bar ist neuer Schweizer Barista Meister:

01. Mathias Bühler, 486.5 Punkte, Schweizer Meister 2010
02. Beat Wiss, 472.5 Punkte
03. Anna Käppeli, 451.5 Punkte
04. André Kissling, 440.5 Punkte
05. Philippe Meier, 438.5 Punkte
06. Bartoli Giuliano, 402.5 Punkte

Beat Wiss, Mathias Bühler und Anna Käppeli Quelle: swissscae.ch

Hatte nach der Vorrunde noch Anna Käppeli deutlich geführt, konnte sich Mathias im Final steigern und die Jury für sich gewinnen. Damit bleibt der Titel des Schweizer Meisters in Thun, denn im letzten Jahr konnte Philipp Meier, ebenfalls aus der Shisha Bar, den Titel für sich gewinnen. Damals hatte Mathias Philipp noch trainiert, nun setzte sich der Trainer selbst durch.

Damit wird Mathias Bühler die Schweiz auf den Welt-Barista-Meisterschaften im Juni in London vertreten. Und wer weiss, nachdem das Trio aus Thomas Liebe, Philipp Meier und Mathias Bühler schon von den letztjährigen Weltmeisterschaften in Atlanta eingespielt ist, sollten die drei doch einen erneuten Anlauf nehmen. Oder nicht?

In den Einzelwertungen gab es folgende Ergebnisse:

Bester Espresso: Beat Wiss

Bester Cappuccino: Mathias Bühler

Bester Signature Drink: Mathias Bühler

Mathias Bühler und den Platzierten auch von meiner Seite die herzlichsten Glückwünsche!

Johannes Lacker

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Zweiter Tag Schweizer Barista Meisterschaften

Philipp Meier, amtierender Schweizer Barista Meister, hat es gerade noch so ins Finale geschafft. Wurde er gestern 6. mit seiner Präsentation, hat sich sein Rang nach dem heutigen Tag glücklichweise nicht verändert. Kein Teilnehmer der heutigen zweiten Vorausscheidung konnte sich vor ihn setzen:

Die ersten 6 Ränge sind für das Finale am morgigen Samstag qualifiziert.

01. Käppeli Anna, 474.0 Punkte
02. Kissling André, 473.5 Punkte
03. Bartoli Giuliano, 461.0 Punkte
04. Bühler Mathias, 461.0 Punkte
05. Wiss Beat, 459.0 Punkt
06. Meier Philipp, 458.0 Punkte

07. Läderach Marlies, 437.5 Punkte
08. Schranz Micha, 362.0 Punkte
09. Egger Martin, 360.0 Punkte
10. Meola Giovanni, 358.5 Punkte
11. Strittmatter André, 350.5 Punkte
12. Brönimann Caroline, 336.0 Punkte
13. Fischer Daniel, 315.5 Punkte
14. Delphine Bobo, 301.5 Punkte
15. Philippe Gütiger, 301.5 Punkte
16. Salvia Michèle, 299.0 Punkte
17. Yannick Ancien, 290.5 Punkte

Der morgige Tag bringt dann die Entscheidung. Ob Anna Käppeli ihre Spitzenposition verteidigen kann? Ich drücke ihr und allen anderen Teilnehmern auf jeden Fall die Daumen!

Johannes Lacker

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Zwischenstand nach dem ersten Tag Schweizer Barista Meisterschaften

So, der erste Tag der Schweizer Barista Meisterschaften im Berner Westside sind geschafft. Nach dem ersten Block der Vorrundenteilnehmer sieht es so aus:

01. Käppeli Anna, 474.0 Punkte
02. Kissling André, 473.5 Punkte
03. Bartoli Giuliano, 461.0 Punkte (bessere Espressi gemäss WBC)
04. Bühler Mathias, 461.0 Punkte
05. Wiss Beat, 459.0 Punkte
06. Meier Philipp, 458.0 Punkte
07. Schranz Micha, 362.0 Punkte
08. Egger Martin, 360.0 Punkte
09. Meola Giovanni, 358.5 Punkte
10. Strittmatter André, 350.5 Punkte
11. Fischer Daniel, 315.5 Punkte

Auffallend ist, dass nach dem 6. Platz, Philipp Meier, das Niveau der Teilnehmer deutlich absinkt, was ich besonders bei Tinu Egger  und Giovanni Meola schade finde. Anna Käppeli hat heute eine sehr souveräne Leistung gezeigt. Wir dürfen also sehr gespannt sein auf den morgigen Tag und dann vor allem auf den Final am Samstag.

Johannes Lacker

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Teilnehmer Schweizer Barista Meisterschaft

Am kommenden Wochenende (ab Donnerstag) werden im Berner Westside Einkaufszentrum die Schweizer Barista Meisterschaften durchgeführt. Jetzt hat die Swiss SCAE die Teilnehmerliste veröffentlicht:

11. Schweizer Barista Meisterschaft

Donnerstag, 28.01.2010
1. André Strittmatter (14.00 Uhr)
2. Micha Schranz (14.25 Uhr)
3. Daniel Fischer (14.50 Uhr)
4. Anna Käppeli (15.25 Uhr)
5. Giovanni Meola (15.50 Uhr)
6. Philipp Meier (16.15 Uhr)
7. Beat Wiss (16.50 Uhr)
8. Mathias Bühler (17.15 Uhr)
9. Martin Egger (17.40 Uhr)
10. André Kissling (18.15 Uhr)
11. Giuliano Bartoli (18.40 Uhr)

Freitag, 29.01.2010
12. Caroline Brönnnimann (13.15 Uhr)
13. Delphine Bobo (13.40 Uhr)
14. Michele Salvia (14.05 Uhr)
15. Marlies Läderach (14.40 Uhr)
16. Yannick Ancien (15.05 Uhr)
17. Philippe Gütiger (15.30 Uhr)

Schweizer Coffee in Good Spirits Meisterschaft

1. Sandra Stucki (16.30 Uhr)
2. Martin Egger (16.50 Uhr)
3. Sylvain Ernst (17.10 Uhr)
4. André Kissling (17.30 Uhr)

Schweizer Latte Art Meisterschaft

1. Philippe Gacond (18.30 Uhr)
2. Beat Wiss (18.50 Uhr)
3. Manuela Comolli (19.10 Uhr)
4. Mathias Bühler (19.30 Uhr)
5. Sandra Stucki (20.00 Uhr)
6. Martin Egger (20.20 Uhr)
7. Sylvain Ernst (20.40 Uhr)

Jury

Barista:
SENSORY JUDGES: Rüdiger Eggers (AUT), Patrick Zbinden (CH), Gloria Pedroza (CH), Alexis Rodriguez (CH), Michal Pivrnec (CH)
TECHNICAL JUDGES: Kurt Bauer (CH), Daniel Heiniger (CH)
HEAD JUDGE: Michael McCauley (F)

Latte Art & Coffee in Good Spirits:
VISUAL/SENSORY JUDGE: Peter Wermuth (Ukraine), Armin Luginbühl (CH)
TECHNICAL JUDGE: Kurt Bauer (CH)
HEAD JUDGE: Daniel Heiniger (CH)

5. Schweizer Cup Tasting Meisterschaft

Stefan Albers
Andrea Andreotti
Giorgio Brunelli
Mustafa Dikbas
Martin Egger
Sylvain Ernst
René Fleischer
Stefan Flückiger
André Kissling
Florence Letroux
Gloria Pedroza
Miguel Posada
Ingo Rogalla
Liliana Rozo
Stéphanie Santschi
Mirko Stanic
Edouard Thomas
Jakob Wagner

Leitung: Andy Schumacher, Inter American Coffee, Zug

Und hier nochmal kurz das Programm der Meisterschaften:

Donnerstag 28. Januar 2010
Vorrunde 11. Schweizer Barista Meisterschaften, ab 14 Uhr bis 20 Uhr

Freitag 29. Januar 2010
Vorrunde 11. Schweizer Barista Meisterschaften, ab 13.15 Uhr
Final Schweizer Meisterschaften Coffee in Good Spirits, ab 16.30 Uhr
Final Schweizer Meisterschaften Latte Art, ab 18.30 Uhr
Siegerehrung Schweizer Meister Latte Art und Coffee in Good Spirits: 21.00 Uhr

Samstag 30. Januar 2010
Schweizer Cup Tasting Meisterschaften, ab 10 Uhr
Siegerehrung Schweizer Cup Tasting Meister 2010: 13.00 Uhr
Final 11. Schweizer Barista Meisterschaften, ab 14 Uhr
Siegerehrung Schweizer Barista Meister 2010: 17.00 Uhr

Auf spannende Wettkämpfe freut sich

Johannes Lacker

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Kaffeeszene Schweiz

Schweizer Barista Meisterschaften 2010 – Das Programm

Schweizer Barista Meisterschaften vom 28. bis 30. Januar 2010 im Einkaufszentrum WESTSIDE Bern-Brünnen

Programm:

Donnerstag 28. Januar 2010:
13.00h-20.00h Vorrunde Barista Meisterschaften (1. Hälfte der Teilnehmer)

Freitag 29. Januar 2010:
13.00h-17.00h Vorrunde Barista Meisterschaften (2. Hälfte der Teilnehmer)
17.00h-21.00h Latte Art Meisterschaften und Coffee in Good Spirits Meisterschaften

Samstag 30. Januar 2010:
10.00h-13.00h Cup Tasting Meisterschaften
13.00h-16.00h Final Barista Meisterschaften

Ort:
Zentrum WESTSIDE, Eventfläche Food Court, Bern-Brünnen – www.westside.ch

Die vier Meisterschaften

Barista Programm:
Das anspruchsvolle Programm umfasst die perfekte Zubereitung von vier identischen Espressis, vier identischen Cappuccinis und vier Signature Drinks (auf Espressobasis mit Zusätzen, jedoch ohne Alkohol) innerhalb von 15 Minuten. Bewertungskriterien sind Geschmack, Aussehen und optische Präsentation der Getränke, technische Handhabung der Maschinen sowie die Präsentation und das Auftreten des Baristas.

Titelverteidiger: Philipp Meier

Cup Tasting Programm:
Bei der nationalen Cuping Meisterschaft wird der beste Cuper der Schweiz mit Hilfe von Triangeltests ermittelt.

Das Vorgehen: Ein Set besteht aus 3 Tassen. Jeweils 2 von ihnen enthalten identischen Kaffee. Das Ziel für den Teilnehmer ist es, den 3. Kaffee zu identifizieren, der sich von den 2 gleichen unterscheidet. Es ist nicht nötig, den Kaffee zu bestimmen, nur dass er nicht zu den anderen beiden passt. Es wird eine Serie von acht Sets serviert und die Teilnehmer, welche die meisten Kaffees korrekt herausdeuten, kommen in die nächste Runde. Bei Punktegleichheit ist entscheidend, wer die Aufgabe in kürzerer Zeit gelöst hat. Die Zeit zur Degustation der 8 Sets ist auf 8 Minuten begrenzt.

Pro Durchgang werden mehrere Kandidaten gleichzeitig starten. In die 2. Runde kommen die 6 Besten. Den Final bestreiten die 3 Besten aus der 2. Runde. Der Gewinner ist Schweizer Meister.

Titelverteidigerin: Florence Letroux

Latte Art Programm:
Jeder Teilnehmer hat in maximal 8 Minuten folgende Getränke zuzubereiten und den Juroren zu servieren. Zwei identische Caffè Latte oder zwei identische Cappuccinis unter ausschliesslicher Benutzung von Kaffee und Milch als Zutaten und einer Espressomaschine und Kannen als Werkzeug für die LatteArt. Anschliessend zwei identische warme Espressi Macchiati und schlussendlich zwei identische warme Eigenkreationen (“Signature Drinks”) unter Benutzung beliebiger Werkzeuge und Zutaten für die Dekoration der Oberfläche des Getränks.

Titelverteidiger: Martin “Tinu” Egger

Coffee in Good Spirits Programm:
Jeder Teilnehmer hat in maximal 8 Minuten folgende Getränke zuzubereiten und den Juroren zu servieren. Zwei identische Irish Coffees basierend auf Whiskey, Zucker, Kaffee und Sahne. Anschliessend zwei identische warme oder kalte Eigenkreationen (“Signature Drinks”) auf der Basis von Alkohol und Kaffee, bei deren Zubereitung beliebige Zutaten verwendet werden dürfen.

Titelverteidigerin: Sandra Stucki

Auf spannende Wettbewerbe in Bern freut sich

Johannes Lacker

P.S.: Weitere Informationen gibt es unter www.swissscae.ch

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Anna Käppeli liebt es spannend!

Nachdem die Schweizer Barista Meisterin von 2007, Anna Käppeli, die Meisterschaften im Jahre 2009 ausgelassen hatte, stellt sie sich dieses Jahr wieder dem Wettbewerb mit den anderen Schweizer Baristi.

Schon am ersten Tuesday Night Throwdown Anfangs Oktober in Bern hatte Anna gezeigt, dass sie offenbar nichts verlernt hat – zusammen mit Tinu Egger, dem amtierenden Schweizer Latte Art Meister, gewann Sie den Contest souverän.

Erster Tuesday Night Throwdown in Bern
Anna Käppeli zusammen mit Philipp Meier, Tinu Egger und Adrian Iten beim ersten Schweizer TNT

Bevor nun Ende Januar im Berner Einkaufszentrum Westside die Meisterschaften ausgetragen werden, hatte ich Gelegenheit, Anna zu befragen:

Kaffi Schopp (KS): Anna, im letzten Jahr hast Du nicht an den Schweizer Barista Meisterschaften teilgenommen. Was bewegt Dich, 2010 wieder daran teilzunehmen?

Anna Käppeli (AK): Die Freude und das Interesse  mich wieder intensiver mit Kaffee zu beschäftigen. Ich finde den Weg vom Entscheid an der Meisterschaft teilzunehmen bis zur Präsentation vor Jury und Publikum sehr spannend und bereichernd.

KS: Was hast Du möglicherweise im letzten Jahr vermisst?

AK: Vermisst habe ich nichts. Ich war einfach mit anderen Dingen beschäftigt und mir fehlte für eine Teilnahme an der Meisterschaft 2009 der nötige “Biss”.

KS: Wie (und wo) bereitest Du Dich auf die Schweizer Meisterschaften vor? Hast Du einen Trainer oder vielleicht eine Trainingsgruppe?

AK: Ich tausche mich zwar sehr gerne mit Barista Kollegen aus, aber trainieren tue ich bei mir zu Hause, am liebsten alleine – meine Küche gleicht momentan einer Kaffeebar. Irgendwann gehe ich mir noch den letzten Schliff an einer Meisterschaftsmaschine holen, that’s it!

KS: Wie rechnest Du Dir Deine Chancen für Bern aus?

AK: Rechnen mag ich nicht. Mein Ziel ist es, eine schöne Präsentation in Bern zu zeigen, das ist alles. Rechnen dürfen dann die anderen!

KS: Arbeitest Du irgendwo als Barista oder kann man Dich sonstwo “live” erleben? Wie sehen Deine “täglichen” Aktivitäten in Sachen Kaffee aus?

AK: Ich arbeite zur Zeit nicht in der Gastronomie, sondern als Lehrerin [Anna ist gelernte Primarschul-Lehrerin, KS]. Zwischendurch habe ich als Barista ein Engagement oder einen Auftritt. Wer mich live sehen möchte kann meine Webseite besuchen, die öffentlichen Auftritte sind dort publiziert.

KS: Das Niveau an den Meisterschaften ist deutlich angestiegen in den letzten Jahren. Wo liegen die Gründe dafür?

AK: Die Barista Szene in der Schweiz wird von Jahr zu Jahr grösser und populärer. Dementsprechend steigt auch die Konkurrenz an der Meisterschaft – um so mehr ein Ansporn für uns “älteres Semester” das Beste auf der Bühne zu präsentieren.

KS: Wie siehst Du die Zukunft für die Schweizer Barista-Szene? Wie siehst Du die Zukunft für die Kaffeekunst überhaupt?

AK: Ich hoffe, dass mich in ein paar Jahren niemand mehr komisch und fragend ansieht, wenn ich ihm erkläre, dass ich als Barista tätig bin. Ich wünsche mir auch, dass die Kaffee Konsumenten in der Schweiz kritischer werden und mehr über den Kaffee, den sie täglich trinken, wissen wollen.

KS: Zum Abschluss noch eine andere Frage: Du stehst in gutem Kontakt zur Kafischmitte von Roger Wittwer in Langnau i.E. und auch Dein nächstes Musicafé [Anna zeigt regelmässig Ihre Baristakunst zu südamerikanischer Musik, KS] findet dort statt. Wie hast Du Roger kennengelernt?

AK: Wir haben uns auf eine witzige Art kennen gelernt. Weil ich mit meinen Schülern Recycling Taschen aus Kaffeetüten machen wollte, habe ich diverse Röster angeschrieben. Zu diesem Zeitpunkt kannte ich Roger noch nicht – er wusste natürlich längst wer ich war – er hat mir sofort geantwortet & paar Tüten geschickt.

KS: Und was denkst Du über Rogers Röstungen und seiner Einstellung zum Kaffee?

AK: Roger ist super! Es ist immer wieder spannend, in seiner kleinen Rösterei über Kaffee zu philosophieren.

KS: Anna, wir wünschen Dir viel Glück und Erfolg für die Meisterschaften und hoffen, Dich dort im Final wieder zu sehen!

Johannes Lacker

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Dalla Corte Evolution – Liebe auf den zweiten Blick

Jetzt beschäftige ich mich schon seit längerem mit der richtigen Maschine für das Kaffi Schopp. Eigentlich bin ich da recht emotionslos, funktionieren muss sie, einfach in der Handhabung sein und ein bisschen gut aussehen sollte das Maschinchen auch noch.

dc_logoWenn man sich mit dem Thema Schweizer Kaffee beschäftigt, stösst man jedoch recht schnell auf den Schweizer Importeur für Dalla Corte, Ingo Rogalla. Rogalla, gebürtiger Kölner, leitete einige Jahre das Schaerer Coffee Competence Center in Moosseedorf. Den Hintergrund, wie Ingo Rogalla zu Dalla Corte kam, kenne ich nicht, aber offensichtlich ist er von den Maschinen angetan. Und in der Schweiz (und nicht nur dort) ist Rogalla als Kompetenz in Sachen Kaffee anerkannt.

Im Caffè eccetera von Alfons Schuwey in Basel steht auch eine Dalla Corte Evolution, obwohl Schuwey eine der grössten Sammlungen alter Faemas in Europa (oder der Welt?) sein Eigen nennen kann. Ingo Rogalla hat ihn damals für die Evolution begeistert, indem er Alfons Schuwey die geschmacklichen Unterschiede eines Espressos bei unterschiedlichen Brühgruppentemperaturen vorgeführt hatte. Diese Unterschiede waren offenbar auch für Schuwey nachvollziehbar. Schuweys Faemas neig(t)en ohnehin zum Überhitzen (wenn der Kaffeedurchlauf nicht konstant genug ist), und so ist die Evolution für das Tagesgeschäft einer Kaffee Bar mit nicht kontinuierlichem Abverkauf ein absoluter Zugewinn. Mit der Evolution wird jeder Espresso stabil bei einer Temperatur produziert, egal wieviele Bezüge in der Stunde getätigt werden.

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Dalla Corte Evolution dreigruppig

Im Rahmen dieses Blogs habe ich ja auch schon einige Male über die Rösterei Rast in Ebikon geschrieben. Raten Sie mal, welche Maschine im Schulungsraum bei Rast steht. Ja, richtig getippt, eine Dalla Corte.

Und wissen Sie, auf welcher Maschine im letzten und aktuellen Jahr die Schweizer Barista Meisterschaften gewonnen wurden? Wieder war die Evolution am Start.

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Thomas Liebe an einer Dalla Corte

Nach den Schweizer Barista Meisterschaften Ende Januar konnte ich mich länger mit Thomas Liebe unterhalten, Schweizermeister des Jahres 2008. Er gewann, wie oben erwähnt, auf einer Dalla Corte seinen Titel. Interessant war für mich von ihm zu hören, mit welcher Begeisterung er von der Evolution sprach. Auch im Rahmen des Trainings mit dem diesjährigen Schweizer Barista Meister, Philipp Meier, hat Thomas Liebe auf einer Dalla Corte gearbeitet. Liebe und Maier haben sich dabei im Bereich von einem halben Grad an die optimale Temperatur für die von Philipp Meier verwendete Kaffeemischung herangetastet. Für die Reproduzierbarkeit der Ergebnisse (bei einer Meisterschaft) war natürlich die exakte Einstellung und Konstanz der Brühgruppentemperatur mit ausschlaggebend.

Vielleicht können Sie jetzt verstehen, warum sich mein Interesse auf die Dalla Corte Evolution fokussierte?

dcpro
Die neue DC Pro

Ein für mich wirklich entscheidender Vorteil ist, dass jede einzelne Brühgruppe mit einer unterschiedlichen Temperatur betrieben werden kann. Da ich aus der Dalla Corte auch meinen “Schümli” ziehen möchte (gröbere Mahlung und mehr Wasser ergeben diesen), brauche ich für diesen eine “eigene” Brühgruppe mit tendentiell höherer Temperatur als bei den Espressi, die mit 92 bis 94 Grad Brühtemperatur auskommen.

Gestern war ich nun bei der Gebietsvertretung von Dalla Corte für das Rhein-Main-Gebiet in Darmstadt. Hier konnte ich mir die Evolution noch einmal genau anschauen und mir die technischen Details der Evolution erklären lassen. Im Rahmen dieses Gespräches wurde mir dann auch die DC Pro angekündigt, die noch in diesem Frühjahr auf den Markt kommen soll. Neben ein paar neuen technischen Finessen (Stichwort “Temperaturprofil”) wird die DC Pro vor allem in einem völlig neuen, sehr “metallischen” und technischen Design erscheinen (dieses konnte man bereits im letzten Jahr in Kopenhagen auf der Wonderful Coffee 2008 ) bewundern.

Alles in allem habe ich etwas Zeit für meine Entscheidung gebraucht, jetzt steht sie fest: im Kaffi Schopp wird eine Dalla Corte Evolution (3gruppig) Ihren Dienst versehen. Ich freu’ mich drauf…

Johannes Lacker

Bildquelle:  www.dallacorte.com

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Schweizer Barista Meisterschaften 2009

Am  übernächsten Wochenende finden (wie hier bereits im November angekündigt) auf dem Berner BEA-Gelände im Rahmen der FBK-Fachmesse die Schweizer Barista Meisterschaften statt.

fbk-headAm Stand der Swiss SCAE (Stand 092) in der Halle 120 werden die verschiedenen Wettbewerbe durchgeführt. Folgendes Programm ist vorgesehen:

Samstag 24.1.09

09.15h bis 17.30h: Kaffee Barista Meisterschaften; Vorentscheidung

Sonntag 25.1.09

09.00h-10.15h: Coffee in Good Spirits Meisterschaften

09.45h-10.40h: Latte Art Meisterschaften

10.40h-13.40h: Cup Tasting Meisterschaften

13.40h-16.10h: Final Kaffee Barista Meisterschaften

16.10h-16.45h: Präsentationen und Vorführungen

16.45h-17.00h: Rangverkündigung Kaffee Barista Meisterschaften

scae-logo_kl3Die einzelnen Meisterschaften bestehen dabei aus folgenden Inhalten:

Barista Programm:

Das anspruchsvolle Programm umfasst die perfekte Zubereitung von vier identischen Espressi, vier identischen Cappuccini und vier Signature Drinks (auf Espressobasis mit Zusätzen, jedoch ohne Alkohol) innerhalb von 15 Minuten. Bewertungskriterien sind Geschmack, Aussehen und optische Präsentation der Getränke, technische Handhabung der Maschinen sowie die Präsentation und das Auftreten des Barista.

Cup Tasting Programm:

Bei der nationalen Cuping Meisterschaft wird der beste Cuper der Schweiz mit Hilfe von Triangeltests ermittelt.

Das Vorgehen: Ein Set besteht aus 3 Tassen. Jeweils 2 von ihnen enthalten identischen Kaffee. Das Ziel für den Teilnehmer ist es, den 3. Kaffee zu identifizieren, der sich von den 2 gleichen unterscheidet. Es ist nicht nötig, den Kaffee zu bestimmen, nur dass er nicht zu den anderen beiden passt. Es wird eine Serie von acht Sets serviert und die Teilnehmer, welche die meisten Kaffees korrekt herausdeuten, kommen in die nächste Runde. Bei Punktegleichheit ist entscheidend, wer die Aufgabe in kürzerer Zeit gelöst hat. Die Zeit zur Degustation der 8 Sets ist auf 8 Minuten begrenzt.

Pro Durchgang werden mehrere Kandidaten gleichzeitig starten. In die 2. Runde kommen die 6 Besten. Den Final bestreiten die 3 Besten aus der 2. Runde. Der Gewinner ist Schweizer Meister.

Latte Art Programm:

Jeder Teilnehmer hat in maximal 8 Minuten folgende Getränke zuzubereiten und den Juroren zu servieren.

Zwei identische Caffè Latte oder zwei identische Cappuccinis unter ausschliesslicher Benutzung von Kaffee und Milch als Zutaten und einer Espressomaschine und Kannen als Werkzeug für die LatteArt. Anschliessend zwei identische warme Espressi Macchiati und schlussendlich zwei identische warme Eigenkreationen (“Signature Drinks”) unter Benutzung beliebiger Werkzeuge und Zutaten für die Dekoration der Oberfläche des Getränks.

Coffee in Good Spirits Programm:

Jeder Teilnehmer hat in maximal 8 Minuten folgende Getränke zuzubereiten und den Juroren zu servieren. Zwei identische Irish Coffees basierend auf Whiskey, Zucker, Kaffee und Sahne. Anschliessend zwei identische warme oder kalte Eigenkreationen (“Signature Drinks”) auf der Basis von Alkohol und Kaffee, bei deren Zubereitung beliebige Zutaten verwendet werden dürfen.

Zu den Favoriten in den einzelnen Disziplinen gehören sicher wieder Anna Käppeli und Thomas Liebe (Barista) sowie  Ingo Rogalla (Cup Tasting).

Die (neuen) Schweizer Meister nehmen dann anschließend an den Weltmeisterschaften in Atlanta (Baristi) bzw. Köln auf der Coffeena (andere Disziplinen) teil.

Das Kaffi Schopp wünscht allen Teilnehmern viel Glück und Erfolg.

Johannes Lacker

Nachtrag vom 26.01.09: Hier die Ergebnisse der Schweizermeisterschaften.