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Dalla Corte Evolution – Liebe auf den zweiten Blick

Jetzt beschäftige ich mich schon seit längerem mit der richtigen Maschine für das Kaffi Schopp. Eigentlich bin ich da recht emotionslos, funktionieren muss sie, einfach in der Handhabung sein und ein bisschen gut aussehen sollte das Maschinchen auch noch.

dc_logoWenn man sich mit dem Thema Schweizer Kaffee beschäftigt, stösst man jedoch recht schnell auf den Schweizer Importeur für Dalla Corte, Ingo Rogalla. Rogalla, gebürtiger Kölner, leitete einige Jahre das Schaerer Coffee Competence Center in Moosseedorf. Den Hintergrund, wie Ingo Rogalla zu Dalla Corte kam, kenne ich nicht, aber offensichtlich ist er von den Maschinen angetan. Und in der Schweiz (und nicht nur dort) ist Rogalla als Kompetenz in Sachen Kaffee anerkannt.

Im Caffè eccetera von Alfons Schuwey in Basel steht auch eine Dalla Corte Evolution, obwohl Schuwey eine der grössten Sammlungen alter Faemas in Europa (oder der Welt?) sein Eigen nennen kann. Ingo Rogalla hat ihn damals für die Evolution begeistert, indem er Alfons Schuwey die geschmacklichen Unterschiede eines Espressos bei unterschiedlichen Brühgruppentemperaturen vorgeführt hatte. Diese Unterschiede waren offenbar auch für Schuwey nachvollziehbar. Schuweys Faemas neig(t)en ohnehin zum Überhitzen (wenn der Kaffeedurchlauf nicht konstant genug ist), und so ist die Evolution für das Tagesgeschäft einer Kaffee Bar mit nicht kontinuierlichem Abverkauf ein absoluter Zugewinn. Mit der Evolution wird jeder Espresso stabil bei einer Temperatur produziert, egal wieviele Bezüge in der Stunde getätigt werden.

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Dalla Corte Evolution dreigruppig

Im Rahmen dieses Blogs habe ich ja auch schon einige Male über die Rösterei Rast in Ebikon geschrieben. Raten Sie mal, welche Maschine im Schulungsraum bei Rast steht. Ja, richtig getippt, eine Dalla Corte.

Und wissen Sie, auf welcher Maschine im letzten und aktuellen Jahr die Schweizer Barista Meisterschaften gewonnen wurden? Wieder war die Evolution am Start.

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Thomas Liebe an einer Dalla Corte

Nach den Schweizer Barista Meisterschaften Ende Januar konnte ich mich länger mit Thomas Liebe unterhalten, Schweizermeister des Jahres 2008. Er gewann, wie oben erwähnt, auf einer Dalla Corte seinen Titel. Interessant war für mich von ihm zu hören, mit welcher Begeisterung er von der Evolution sprach. Auch im Rahmen des Trainings mit dem diesjährigen Schweizer Barista Meister, Philipp Meier, hat Thomas Liebe auf einer Dalla Corte gearbeitet. Liebe und Maier haben sich dabei im Bereich von einem halben Grad an die optimale Temperatur für die von Philipp Meier verwendete Kaffeemischung herangetastet. Für die Reproduzierbarkeit der Ergebnisse (bei einer Meisterschaft) war natürlich die exakte Einstellung und Konstanz der Brühgruppentemperatur mit ausschlaggebend.

Vielleicht können Sie jetzt verstehen, warum sich mein Interesse auf die Dalla Corte Evolution fokussierte?

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Die neue DC Pro

Ein für mich wirklich entscheidender Vorteil ist, dass jede einzelne Brühgruppe mit einer unterschiedlichen Temperatur betrieben werden kann. Da ich aus der Dalla Corte auch meinen “Schümli” ziehen möchte (gröbere Mahlung und mehr Wasser ergeben diesen), brauche ich für diesen eine “eigene” Brühgruppe mit tendentiell höherer Temperatur als bei den Espressi, die mit 92 bis 94 Grad Brühtemperatur auskommen.

Gestern war ich nun bei der Gebietsvertretung von Dalla Corte für das Rhein-Main-Gebiet in Darmstadt. Hier konnte ich mir die Evolution noch einmal genau anschauen und mir die technischen Details der Evolution erklären lassen. Im Rahmen dieses Gespräches wurde mir dann auch die DC Pro angekündigt, die noch in diesem Frühjahr auf den Markt kommen soll. Neben ein paar neuen technischen Finessen (Stichwort “Temperaturprofil”) wird die DC Pro vor allem in einem völlig neuen, sehr “metallischen” und technischen Design erscheinen (dieses konnte man bereits im letzten Jahr in Kopenhagen auf der Wonderful Coffee 2008 ) bewundern.

Alles in allem habe ich etwas Zeit für meine Entscheidung gebraucht, jetzt steht sie fest: im Kaffi Schopp wird eine Dalla Corte Evolution (3gruppig) Ihren Dienst versehen. Ich freu’ mich drauf…

Johannes Lacker

Bildquelle:  www.dallacorte.com

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Schweizer Barista Meisterschaften 2009

Am  übernächsten Wochenende finden (wie hier bereits im November angekündigt) auf dem Berner BEA-Gelände im Rahmen der FBK-Fachmesse die Schweizer Barista Meisterschaften statt.

fbk-headAm Stand der Swiss SCAE (Stand 092) in der Halle 120 werden die verschiedenen Wettbewerbe durchgeführt. Folgendes Programm ist vorgesehen:

Samstag 24.1.09

09.15h bis 17.30h: Kaffee Barista Meisterschaften; Vorentscheidung

Sonntag 25.1.09

09.00h-10.15h: Coffee in Good Spirits Meisterschaften

09.45h-10.40h: Latte Art Meisterschaften

10.40h-13.40h: Cup Tasting Meisterschaften

13.40h-16.10h: Final Kaffee Barista Meisterschaften

16.10h-16.45h: Präsentationen und Vorführungen

16.45h-17.00h: Rangverkündigung Kaffee Barista Meisterschaften

scae-logo_kl3Die einzelnen Meisterschaften bestehen dabei aus folgenden Inhalten:

Barista Programm:

Das anspruchsvolle Programm umfasst die perfekte Zubereitung von vier identischen Espressi, vier identischen Cappuccini und vier Signature Drinks (auf Espressobasis mit Zusätzen, jedoch ohne Alkohol) innerhalb von 15 Minuten. Bewertungskriterien sind Geschmack, Aussehen und optische Präsentation der Getränke, technische Handhabung der Maschinen sowie die Präsentation und das Auftreten des Barista.

Cup Tasting Programm:

Bei der nationalen Cuping Meisterschaft wird der beste Cuper der Schweiz mit Hilfe von Triangeltests ermittelt.

Das Vorgehen: Ein Set besteht aus 3 Tassen. Jeweils 2 von ihnen enthalten identischen Kaffee. Das Ziel für den Teilnehmer ist es, den 3. Kaffee zu identifizieren, der sich von den 2 gleichen unterscheidet. Es ist nicht nötig, den Kaffee zu bestimmen, nur dass er nicht zu den anderen beiden passt. Es wird eine Serie von acht Sets serviert und die Teilnehmer, welche die meisten Kaffees korrekt herausdeuten, kommen in die nächste Runde. Bei Punktegleichheit ist entscheidend, wer die Aufgabe in kürzerer Zeit gelöst hat. Die Zeit zur Degustation der 8 Sets ist auf 8 Minuten begrenzt.

Pro Durchgang werden mehrere Kandidaten gleichzeitig starten. In die 2. Runde kommen die 6 Besten. Den Final bestreiten die 3 Besten aus der 2. Runde. Der Gewinner ist Schweizer Meister.

Latte Art Programm:

Jeder Teilnehmer hat in maximal 8 Minuten folgende Getränke zuzubereiten und den Juroren zu servieren.

Zwei identische Caffè Latte oder zwei identische Cappuccinis unter ausschliesslicher Benutzung von Kaffee und Milch als Zutaten und einer Espressomaschine und Kannen als Werkzeug für die LatteArt. Anschliessend zwei identische warme Espressi Macchiati und schlussendlich zwei identische warme Eigenkreationen (“Signature Drinks”) unter Benutzung beliebiger Werkzeuge und Zutaten für die Dekoration der Oberfläche des Getränks.

Coffee in Good Spirits Programm:

Jeder Teilnehmer hat in maximal 8 Minuten folgende Getränke zuzubereiten und den Juroren zu servieren. Zwei identische Irish Coffees basierend auf Whiskey, Zucker, Kaffee und Sahne. Anschliessend zwei identische warme oder kalte Eigenkreationen (“Signature Drinks”) auf der Basis von Alkohol und Kaffee, bei deren Zubereitung beliebige Zutaten verwendet werden dürfen.

Zu den Favoriten in den einzelnen Disziplinen gehören sicher wieder Anna Käppeli und Thomas Liebe (Barista) sowie  Ingo Rogalla (Cup Tasting).

Die (neuen) Schweizer Meister nehmen dann anschließend an den Weltmeisterschaften in Atlanta (Baristi) bzw. Köln auf der Coffeena (andere Disziplinen) teil.

Das Kaffi Schopp wünscht allen Teilnehmern viel Glück und Erfolg.

Johannes Lacker

Nachtrag vom 26.01.09: Hier die Ergebnisse der Schweizermeisterschaften.