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Magenfreundlicher Kaffee – Mein Tipp: Monsooned Malabar

Sollten Sie Magenprobleme oder Sodbrennen bekommen, wenn Sie Kaffee trinken, empfehle ich Ihnen einmal einen Monsooned Malabar.

Rast Kaffee Malabar

Rast Kaffee Malabar

Der Malabar, eine Arabica Kaffeebohne, stammt aus Indien und wird nach der Ernte zuerst für 5 Tage dem Monsunregen ausgesetzt, um ihn anzufeuchten und dann, während 7 Wochen, durch die Monsunwinde wieder getrocknet.

Der Prozess des Monsooning findet dabei in den sogenannten Schälfabriken statt.

Es beginnt mit der Ernte der gerade gereiften Früchte. Sie werden verlesen und solange sorgfältig getrocknet, bis die Bohnen “klappern”. Sobald die Kaffeebohnen in den Schälfabriken ankommen, werden sie verlesen, sortiert, nach der Klassifizierung “A grade” abgesiebt und auf gut belüfteten Zementböden kleiner Trockenhäuschen in Schichten von 10 bis 15 cm Dicke dem heissen feuchten Klima ausgesetzt.

Dies lässt sie mit zunehmender Feuchtigkeit anschwellen, so dass der ursprüngliche Feuchtigkeitsgehalt von etwa 12 – 14 Prozent auf etwa 16 – 20 Prozent steigt. Darüber hinaus nehmen die Bohnen ihre charakteristische Farbe “strohbraun/gelblich” an.

Anschliessend werden die Kaffeebohnen locker in Jutesäcke gefüllt und mit ausreichend Abstand zueinander gestapelt, damit der Monsun besser um die Säcke herum zirkulieren kann und der Feuchtigkeitsgehalt in allen Bohnen etwa gleich ist.

La Semeuse Inde Malabar

La Semeuse Inde Malabar

Der Kaffee wird in regelmässigen Abständen von 6-8 Tagen umgesackt, um dieBildung von Schimmelpilz zu verhindern und um ein gleichmässiges “Monsooning” sicherzustellen. All diese Schritte nehmen etwa 8-10 Wochen in Anspruch. Der nach dem “Monsooning”-Verfahren aufbereitete Kaffee wird dann erneut per Hand verlesen, um fehlerhafte Bohnen zu entfernen. Die für gut befundenen Bohnen werden poliert, nach Bohnengrösse verlesen und in alle Welt exportiert.

Der Monsooned Malabar ist der beste Kaffee bei einem empfindlichen Magen, da die Fermentierungsprozesse während des “Monsooning” die im Rohkaffee enthaltene Gerbsäure weitestgehend abbauen und der geröstete Malabar damit praktisch säurefrei ist.

Im Kaffi Schopp biete ich Ihnen von zwei Schweizer Röstereien den Monsooned Malabar: einmal von der Rösterei Rast Kaffee und zum anderen von der westschweizer Kaffeerösterei La Semeuse.

Viele zufriedene Kunden haben mir bisher bestätigt, dass sie mit dem Monsooned Malabar endlich wieder zum Kaffegenuss zurückgefunden haben.

Frisch eingetroffen im Kaffi Schopp – 12. November

Am vergangenen Freitag ist wieder eine Kaffeelieferung für den Kaffee Online Shop vom Kaffi Schopp eingetroffen.

Von den Röstereien Blaser Café, Bogen Kaffee, Cafè Badilatti, Henauer Kaffee, Pausa Caffè und Rast Kaffee wurden frische Röstungen geliefert:

Blaser Café Bern

Gourmets Plaisir 250g Bohnen MHD 20.10.11
Lilla e Rose 1000 Bohnen MHD 10.10.11

Bogen Kaffee Schaffhausen

Kenner Schümli Mischung 250g Bohnen MHD 04.10.2012
Edel 100% Arabica 250g Bohnen MHD 18.10.2012
Mokka 250g Bohnen MHD 10.10.2012

Cafè Badilatti

Espresso Bar 250g Bohnen MHD 01/2013

Henauer Kaffee

Bacio d’Amore Espresso 250g Bohnen MHD 31.10.2011
Bacio d’Amore Espresso 1000g Bohnen MHD 31.10.2011
San Marco Schümli Kaffee 250g Bohnen MHD 31.10.2011
San Marco Schümli Kaffee 1000g Bohnen MHD 31.10.2011
Bio Max Havelaar Kaffee 1000g Bohnen MHD 31.10. 2011

Pausa Caffè

Miscela Bar Espresso 1000g Bohnen MHD 31.10.2011
Miscela Bar Espresso 250g Bohnen MHD 31.10.2011
Miscela Gourmet 100% Arabica 250g Bohnen 31.10.2011

Rast Kaffee “Röster des Jahres 2010″

Monsooned Malabar 250g Bohnen MHD 24.04.2011
Eldorado Schümli Kaffee 250g Bohnen MHD 24.04.2011
Vesuvio Espresso 250g Bohnen MHD 24.04.2011Chocola Marta Trinkschokolade

Röstdatum aller oben genannten Kaffees von Rast ist der 25.10.2010

Frische Schokolade

Zusätzlich habe ich eine neue Trinkschokolade ins Sortiment genommen:

Chocolat Marta 250g – Trinkschokolade aus Lausanne

Mit der Trinkschokolade ist Madame Marta Tombolan, Inhaberin der  Chocolaterie “Barbare”, über die Stadtgrenzen Lausannes hinweg zu einem Inbegriff für Trinkschokoladen-Geniesser geworden.

Etwas ganz besonderes liefert Idilio Origins aus Basel: Der Lagencacao No. 3 Selección Cata Ocumare wird in zwei Varianten geliefert. Zum einen conchiert, so wie die Schweizer Chocolatiers die Schokolade produzieren und zum anderen unconchiert. Diese “Buure-Schoggi” (O-Ton von Idilio Inhaber Niklaus Blumer) ahmt die Art und Weise nach, wie die Venezolanischen Cacao-Bauern die Schokolade für den Eigenbedarf verarbeiten:

Idilio Origins Selección Cata Ocumare 72g

Übrigens ist bereits die nächste Lieferung aus der Schweiz unterwegs: die Röstereien Blaser, Turm, La Semeuse, Rast und Pausa Caffè rösten wieder für uns!

Genussvolle Stunden wünscht

Johannes Lacker

Frisch eingetroffen im Kaffi Schopp – 22.September

Am heutigen Mittwoch ist wieder eine Kaffeelieferung für den Kaffee Online Shop vom Kaffi Schopp eingetroffen.

Von den Röstereien Caffè Paradiso und Rast Kaffee wurden frische Röstungen geliefert:

Caffè Paradiso

Caffè Paradiso Espresso 100% Arabica 250g Bohnen MHD 30.09.2011

Rast Kaffee “Röster des Jahres 2010”

Monsooned Malabar 250g Bohnen MHD 07.03.2011
Yellow Bourbon 250g Bohnen MHD 07.03.2011
Eldorado Schümli Kaffee 250g Bohnen MHD 07.03.2011
Milano Espresso 250g Bohnen MHD 07.03.2011
Vesuvio Espresso 250g Bohnen MHD 07.03.2011
Latino N°. 5 mit Jamaica Blue Mountain 250g Bohnen MHD 07.03.2011

Röstdatum aller oben genannten Kaffees von Rast ist der 08.09.2010

Und endlich wieder lieferbar sind die beliebten

Appenzeller Bärli Biber von Bischofberger aus Weissbad im Appenzell sowie die Trinkschoggi

Carenero Urrutia Trinkschokolade von Idilio Origins aus Basel

Genussvolle Stunden wünscht

Johannes Lacker

Rast Kaffee – Röster des Jahres 2010

Das deutsche crema Magazin “for coffee-lovers” hat in der aktuellen Ausgabe 03/2010 die Schweizer Kaffeerösterei Rast Kaffee aus Ebikon bei Luzern zum Röster des Jahres 2010 gekürt.

Von dieser Stelle aus herzlichen Glückwunsch an Markus Rast und sein Team.

Dass bei Rast Kaffee hervorragender Kaffee geröstet wird, weiss ich schon seit längerem. Deshalb habe ich bei der Sortimentsentwicklung für den Online Shop des Kaffi Schopp auch Kaffeemischungen von Rast Kaffee ins Sortiment genommen. Rast Kaffee Ebikon

Was mich damals vor allem beeindruckte, war der ausgeprägte Qualitätsanspruch von Inhaber Markus Rast. Jeder Röstkaffee wird erst nach der Bestellung durch den Kunden geröstet, Lagerware erhält der Gastronom oder Detailhändler nicht. Für mich bedeutet dies, dass ich Rast Kaffee ca. eine Woche nach Bestellung und Röstung meinen Kunden anbieten kann. Deshalb wird neben dem obligatorischen MHD auch das Röstdatum angegeben. Der Frischeanspruch wird ebenfalls dadurch dokumentiert, dass Rast Kaffee nur 6 Monate MHD nach Röstdatum angibt – üblich sind 12 bis 24 Monate. Dabei “verderben” die Kaffees von Rast nicht schneller, als die offiziell länger haltbaren. Nur der Anspruch ist ein anderer.

Weiterer Pluspunkt bei Rast Kaffee ist das Thema der sogenannten “Traceability”, sprich der Rückverfolgbarkeit der Rohware. Für jeden Rohkaffee ist auf der Homepage www.rast.ch der Ursprung nachvollziehbar (als Beispiel der Indische Malabar). Die Rückseite der Kaffeeverpackungen gibt dazu über alle Daten des jeweiligen Kaffees Auskunft.

Ich bekenne mich offen dazu, dass ich Fan der Philosophie von Markus Rast bin. Allerdings kann ich aus dem eigenen Abverkauf im Online Shop des Kaffi Schopp sagen, dass diese offenbar in Deutschland noch nicht angekommen ist. Hier ist Rast Kaffee noch weitestgehend unbekannt. Deshalb habe ich vor kurzem im Kaffee Online-Portal kaffee-netz.de 10x 100g indischen Malabar von Rast Kaffee verschenkt und um entsprechendes Feedback gebeten.

Die Kommentare waren eindeutig:

Wow, was für ein köstlicher Kaffee! Nichts für die Säure- & Frucht-Liebhaber sondern gerade in Milch und mit ein wenig Zucker der absolute Schokobomber. Unglaublich süffig! Fast ein wenig Nougat. Als reiner Espresso fand ich ihn überraschend komplex und kräftig.

[…] wie schmeckt er? Mit einem Wort: klasse! Rund, harmonisch, ausgewogen, sehr zartes, samtiges Gefühl aus der Zunge, sehr viel Schokolade mit einer leicht würzigen Note.

Ich hoffe sehr, dass durch die Auszeichung “Röster des Jahres 2010” Rast Kaffee auch in Deutschland die Bekanntheit erlangt, welche die Rösterei in der Schweiz bereits hat. Dann werde ich auch das Kaffi Schopp Sortiment von Rast Kaffee entsprechend ausbauen, damit die deutschen “Coffee-Lovers” voll auf ihre Kosten kommen.

Viel Spass beim Kennenlernen wünscht

Johannes Lacker

Schweizer Kaffee online kaufen – Schümli, Espresso und Single Origins im Kaffi Schopp

Seit dem vergangenen Montag kann der Liebhaber des Schweizer Kaffee diesen online im Webshop des Kaffi Schopp kaufen.

Das Kaffi Schopp bietet Bohnenkaffee der Röstereien Bertschi Café Birsfelden, Bogen Kaffee Schaffhausen, Blaser Café Bern, Cafè Badilatti Zuoz, Kaffeeschmiede Langnau i.E., La Semeuse La Chaux-de-Fonds, Pausa Caffè Rivera sowie Rast Kaffee Ebikon.

Ergänzt wird das Sortiment durch die beiden Hersteller von Schweizer Premium Schokoloden Beschle Chocolatier Suisse aus Basel und Idilio Origins Premium Swiss Chocolate ebenfalls aus Basel.

Zu beziehen sind die genannten Sortimente im Online Shop unter www.kaffischopp.de

Johannes Lacker

Rast Kaffee Ebikon – im Dienste der Qualität

230_rast_logo_grossNachdem ich schon mehrfach über die Aktivitäten der Rösterei Rast in Ebikon bei Luzern berichtet hatte, besuchte ich die Rösterei am Montag vergangener Woche.

Zuerst war die Rösterei für mich an der Zuger Strasse in Ebikon kaum zu finden: sie befindet sich linkerhand aus Luzern kommend gleich neben dem grossen DHL-Lager, wobei der Zugang direkt an den Gleisen der SBB-Strecke Luzern-Zug liegt.

Begrüsst wurde ich von Evelyne Rast, Tochter des Inhabers Markus Rast, und von André Strittmatter, Röstmeister im Unternehmen Rast. André Strittmatter war es auch, der mich durch die Rösterei führte und mit mir anschliessend einige Kaffees verkostete.

Die eigentliche Rösterei

Die Rösterei

Eines merkte ich schnell: bei Rast wird Kaffeequalität in allen Bereichen gelebt. Während des gesamten Röstprozesses arbeitet der Röstmeister völlig autonom und ungestört, kein Handy oder ein “kannst Du mal schnell…” darf ihn in der Konzentration stören.

Von jeder Röstung existieren sogenannte definierte Röstmuster – per Inaugenscheinnahme können so während des Röstprozesses die Röststufen vorheriger Röstungen vom Röstmeister reproduziert werden, um einen gleichbeleibenden Charakter und Geschmack der Kaffees zu gewährleisten.

Röstmuster mit Zahl für die Farbskala der Colorette

Röstmuster mit Zahl für die Farbskala der Colorette

Da sich durch die Aussenansicht der Bohnen zwar der Röstgrad feststellen lässt, das Innere der Bohne allerdings verborgen bleibt, werden jeder Röstung Proben entnommen, die gemahlen werden und dann in einer sogenannten Colorette geprüft werden. Die Colorette ist ein Farbmessgerät, welches über die Farbe des gemahlenen Kaffees den Röstgrad definiert. So hat jedes oben erwähnte Röstmuster auch eine Zahl, die für “ihren” Farbgrad in der Colorette steht. Bei Rast habe ich die Colorette erstmalig im Einsatz gesehen, sie stellt ein wertvolles Instrument bei der Qualitätssicherung dar.

Die Colorette der Firma Probat

Die Colorette der Firma Probat

Im Laufe des Gespräches mit André Strittmatter kommen wir auch auf verschiedene Kaffeesorten zu sprechen, so auch auf den Brasilianischen Santos. Dieser wird in vielen Röstereien als sogenannter Füllkaffee eingesetzt, da er die Charaktere anderer Rohkaffees nicht beeinflusst sondern eher unterstützt. Bei Rast wird der Santos nicht als Füllkaffee eingesetzt, jede Röstmischung ist zu 100% durchkomponiert. Grundsätzlich gilt bei Rast der Grundsatz, dass die gelieferte Qualität der Röstkaffees höher sein muss, als die Erwartung auch des anspruchsvollen Kunden. Oberster Wächter und Verfechter dieser Philosophie ist Markus Rast, der Firmeninhaber. André Strittmatter hat sich im Laufe der Jahre bei Markus Rast dessen Credo zu Eigen gemacht.

Das zeigt sich auch in der Tatsache, dass André Strittmatter mittlerweile mehrfach zertifizierter Trainer der SCAE und gefragter Kaffeesachverständiger ist. Er lehrt in  Barista-, Brew Master- und Röstkursen in der Rast-eigenen Kaffee-Akademie den perfekten Umgang mit dem Rohstoff Kaffee.

Die Verpackungsmaschine

Die Verpackungsmaschine mit der Mitarbeiterin, die mich noch beeindrucken sollte

Im Schulungsraum durfte ich dann auch verschiedene Espressi und aufgegossene Kaffees verkosten. Wie mir Evelyne Rast erklärte, ist ihre favorisierte Zubereitungsmethode der Kaffeeaufguss, da sich hier die Aromastoffe des Kaffees am besten entfalten. Tatsächlich gibt es in der Baristaszene Fachleute, die behaupten, dass der Kaffee in einer Siebträgermaschine gewissermassen vergewaltigt wird.

Bei Rast stehen im Schulungsraum mehrere dieser Dalla Corte Siebträger Maschinen. Auch bei der Kaffeezubereitung mit diesen Maschinen achtet André Strittmatter darauf, den “Godshot” (=den perfekten Espresso) zu produzieren. Er verkostete alle Espressi vor, erst nachdem er zufrieden ist, bekam ich meinen Espresso vor mich gestellt.

André Strittmatter an einer Dalla Corte Evolution

André Strittmatter an einer Dalla Corte Evolution

Während des Kaffeedegustierens kam eine Mitarbeiterin in den Schulungsraum, die ich vorher an der Verpackungsmaschine gesehen hatte. Sie machte sich offenbar einen Cappuccino, den sie dann, zu meiner Überraschung, mit Latte Art verzierte. Eine beiläufige, aber doch wichtige Beobachtung meinerseits, zeigt sie doch, dass bei Rast Kaffee alle Mitarbeiter Kaffeekenner und -könner sind.

Als letzten Kaffee des Tages durfte ich den Kopi Luwak probieren, den berühmt-berüchtigten Katzenkaffee. Der Kopi Luwak bietet vor allem ein lang anhaltendes, intensives Geschmackserlebnis – ob dieses Erlebnis allerdings seinen Preis rechtfertig, mag ich zu bezweifeln. Allein sein seltenes Vorkommen und der ungewöhnliche “Produktionsprozess” machen ihn wohl so teuer.

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Nach zwei Stunden bei Rast Kaffee verliess ich die Rösterei in Richtung Basel, um im dortigen Caffè eccetera für diesen Schweiz-Besuch den letzten Cappuccino zu trinken. Die Gewissheit, dass man sich bei Rast der Qualität des Kaffees im höchsten Masse verschrieben hat, nahm ich mit.

Johannes Lacker

P.S.: Das Kaffi Schopp Sortiment von Rast Kaffee finden Sie im Webshop.

Rast Kaffee "Malabar Monsooned Arabica"

Vor zwei Wochen konnte ich in Zürich im dortigen Globus Kaufhaus (Bahnhofstrasse) mehrere Kaffeeröstungen der Ebikoner Gourmet Rösterei Rast kaufen. Heute habe ich nun den ersten dieser Kaffees probiert, den Malabar.

Der Malabar Monsooned (Bildmitte)

Der Malabar Monsooned (Bildmitte)

Geröstet am 19.12.2008 ist dieser Kaffee gerade mal gute 4 Wochen alt und damit wirklich als röstfrisch zu bewerten (wenn man vor allem bedenkt, dass ich ihn im Lebensmitteleinzelhandel gekauft habe).

Dieser indische Kaffee aus dem Bundesstaat Kerala ist vor allem wegen seines speziellen Aufbereitungsverfahrens, dem »Monsooning«, bekannt. Er wird nach der Ernte zuerst für 5 Tage dem Monsunregen ausgesetzt, um ihn anzufeuchten und um ihn anschließend, während 7 Wochen, durch die Monsunwinde zu trocknen. Mit diesem Verfahren erzielt man den unverwechselbaren, ausgeprägten und geschmeidigen Geschmack des Indien Malabar Monsooned.

Schon beim Mahlen der Bohnen fällt das angenehme Aroma des gerösteten Kaffees auf. Beim anschliessenden Angiessen in der French Press zeigt der Kaffee eine starke Schaumbildung, welche auch beim Aufbrühen (über 4 Minuten) weiter anhielt.  Getrunken überzeugt der Malabar von Rast mit einem weichen und würzigen Aroma, schmeckt dabei aber mild und ist praktisch säurefrei. Der typische Charakter eines indischen Malabar.

Im Vollautomaten als Schümli aufgebrüht behält der Malabar seine Eigenschaften, überzeugt aber vor allem durch seine stabile Crema, welche für einen 100%igen Arabica-Kaffee aussergewöhnlich ist.

Für mich der ideale Kaffee zur Nacht bzw. für Liebhaber milderer Espressi. Und da der Malabar praktisch säurefrei ist, kommen auch die Kaffeeliebhaber auf ihre Kosten, die sonst Probleme mit dem Magen haben. Der Malabar Monsooned Arabica ist im Kaffi Schopp Webshop erhältlich.

Über die Rösterei Rast habe ich mittlerweile schon mehrfach berichtet, sie stellt für mich die Referenz im Bereich der Schweizer Röstereien dar, weswegen ich sehr erfreut war, die Röstkaffees bei Globus delicatessa zu entdecken.

Ralph Wagner

Ralph Wagner

Begleitet wurde ich heute übrigens bei meinen Verkostungen von Ralph Wagner aus Hemsbach, der dort “Wagners Espressogesellschaft” betreibt. Ralph habe ich vor einiger Zeit kennengelernt, denn er ist auf der ständigen Suche nach dem perfekten Espresso (“leider” hat er diesen für sich bei Caffè Costadoro aus Turin gefunden, den er in Deutschland vertreibt. Heute habe ich ihm jedoch verschiedene Kaffees aus Schweizer Röstereien vorgestellt – mehr dazu in den kommenden Tagen).

Johannes Lacker

In Zürich entsteht ein Kaffee-Kompetenz-Zentrum

Nachdem ich ein paar Tage Weihnachtspause eingelegt habe, geht es heute weiter mit meinen Berichten rund um die Schweizer Kaffeeszene. Im Schweizer Internet-Magazin foodaktuell.ch fand ich gestern folgenden Artikel, der sich um die Einrichtung eines weiteren Kaffee-Kompetenz-Zentrums in der Schweiz dreht:

zhawDas Departement für Life Sciences und Facility Mangement der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaft (ZHAW) in Wädenswil ist sehr aktiv im Bereich der Weiterbildung und bietet öffentliche Kurse in einem wachsenden Spektrum an. Nächstes Jahr kommt ein umfangreicher Kurs über Kaffee dazu. «foodaktuell.ch» hat den Initiator und Leiter dieses Kurses, Chemiedozenten Chahan Yeretzian, dazu befragt.

fa: Welches Ziel verfolgt die ZHAW mit dem Kaffeekompetenz-Zentrum?
Wir wollen ein Schweizer Kaffeekompetenz-Zentrum aufbauen, das ein schweizweit einzigartiges Ausbildungsprogramm mit Diplom im Fachgebiet Kaffee anbietet. Dabei fokussieren wir auf schwarzen Kaffee, d.h. wir überlassen die Aspekte der Milch anderen Experten. Diese sind heute durch ein vielfältiges Angebot von Barsista-Kursen kompetent abgedeckt.

fa: Was prädestiniert die ZHAW dazu? Es sind in meinen Augen hauptsächlich zwei Gründe: Einerseits besitzt der Standort Wädenswil ein ausgeprägtes interdisziplinäres und praxisorientiertes Profil, welches die Institute für Chemie und Biologische Chemie, Biotechnologie, Lebensmittel und Getränkeinnovation, Umwelt und Natürliche Ressourcen, und Facility Management innerhalb eines Departements vereinigt. die interdisziplinäre Ausrichtung des Departements eignet sich für das komplexe Thema ganz besonders, um das Fach Kaffee in der nötigen Breite und Tiefe zu behandeln. Andererseits sind in Wädenswil wichtige Kompetenzen im FachgebietKaffee bereits vorhanden. Seit Beginn dieses Jahres bin ich, nach zwölf Jahren Forschungstätigkeit bei Nestlé, insbesondere als Forschungsleiter im Bereich Kaffee, zur ZHAW gestossen, mit der Idee, hier eine Ausbildungsstätte für Kaffee zu initiieren. Die dynamische und hoch entwickelte Kaffee-Industrie bildet dazu ein ideales Umfeld, zu dessen Entwicklung wir aktiv beitragen wollen.

fa: Warum gerade Kaffee, der nicht in der Schweiz wächst? Dass hier Kaffee nicht gedeiht, ist ein Handicap, das die Schweiz mit den meisten wichtigen Konsumländern teilt. Die Schweiz ist jedoch führend in verschiedenen Bereichen der Kaffee-Wertschöpfungskette, und Kaffee ist heute eine boomende Branche der Schweizer Wirtschaft. Tatsache ist: Löslicher Kaffee, portionierter Kaffee (Kapseln) und die Kaffeevollautomaten wurden in der Schweiz erfunden. Heute wird die ganze Welt von der Schweiz aus mit Nespresso-Kapseln beliefert. Fast 70% des weltweiten Rohkaffeehandels wird über Schweizer Firmen abgewickelt. Die Schweiz ist weltweit führend im Bau von vollautomatischen Kaffeemaschinen. Nespresso, der weltweit grösste Kaffeeröster, sowie Nestlé (mit Nescafé) haben ihren Hauptsitz in der Schweiz. Und nicht zuletzt: Schweizer lieben qualitativ hochstehenden Kaffee.

fa: Besteht schon eine Infrastruktur für die Kaffeeforschung?
Das Institut für Chemie und Biologische Chemie(ICBC), das jüngste Mitglied der Departments für Life Sciences, welches erst vor zwei Jahren von Winterthur nach Wädenswil gezogen ist, arbeitet im Augenblick mit Elan am Aufbau moderner Laboratorien, welche wichtige Bereiche der Kaffee-Chemie abdecken. Auch werden junge Forschungsmitarbeiter angestellt, welche die nötigen Kompetenzen und Interessen mitbringen um eine leistungsfähige Forschung, in Zusammenarbeit mit der Schweizer Kaffee Industrie, auf die Beine zu stellen.  Weiter besitzt das Institut für Lebensmittel und Getränkeinnovation eine langjährige und erfahrene Sensorikabteilung und eine Aromaanalytik. Bereits haben die beiden Institute gemeinsam Kaffee Projekte mit der Industrie akquiriert. Die anderen Institute des Departements haben in der Vergangenheit vereinzelte Erfahrungen zum Thema Kaffee gewinnen können, und werden entsprechend ihrer Kompetenzen diese in das Programm einbringen. Für grossere Projekte können Forschungsassisten Projekte übernehmen. Diese sind nicht an zeitliche und finanzielle Rahmen gebunden und können auch mittelfristig erweitert werden falls das Projekt es erfordert.

fa: Die ZHAW ist ein wichtiges Zentrum der Ausbildung für Önologen und weist bis heute Kompetenzen im Bereich Wein auf. Ist Wein aus Ihrer Sicht ein Vorbild für Kaffee, wie es heute oft propagiert wird? Wein ist nur bedingt ein Vorbild für Kaffee. Zwar ist beim Wein das Terroirkonzept viel weiter entwickelt, aber beim Kaffee geschieht viel mehr Entscheidendes an der Front und beim Konsumenten selber, so dass sich die Önologen eher am Kaffee orientieren könnten. Der Konsument öffnet nicht nur eine Flasche sondern mahlt die Bohnen, brüht das Getränk und fällt viele wichtige Entscheide die zur Qualität des Getränkes wesentlich beitragen. In der Gastronomie wird dies oft ergänzt durch Baristakunst. Die persönliche Teilnahme in der Zubereitung des Kaffees erfordert eine praktische Kompetenz von jedem, und dies unterscheidet Kaffee deutlich vom Wein.

fa: Sucht die ZHAW Sponsoren, um Pilotplant-Maschinen zu finanzieren? Allenfalls ja, aber im Augenblick kann ich nichts Genaueres dazu sagen.

fa: Unter welchen Bedingungen nehmen Sie Forschungsaufträge entgegen? Studentische Arbeiten über ein Thema eines Auftraggebers sollen kostendeckend sein. Eine Bachlorarbeit dauert etwa drei Monate (Juni bis August), im Anschluss ans letzte Semester der Bachelor Ausbildung. Master-Arbeiten liegen auf einem höheren Niveau und Umfang (1 Jahr). Für kleinere Aufträge kommen Semesterarbeiten in Frage.

Der Kaffee-Kurs beginnt im Herbst 2009. Das Kurskonzept ist interdisziplinär und umfasst alles von Anbau, Technologie, Chemie, Sensorik, Getränkzubereitung, Handel, Marketing bis zu sozialethischen Aspekten. Der Kurs ist ein Teilzeitstudium von 26 ganzen Tagen Vorlesungen, Workshops und Case-Studies in Wädenswil, jeweils am Freitag. Die Kurssprache kann je nach Teilnehmerprofil Englisch, Deutsch oder Französisch sein. Die Schlussprüfungen beinhalten schriftliche und sensorische Examen. Zugelassen sind nicht nur Hochschulabsolventen sondern auch Fachleute mit Berufserfahrung im Kaffeegeschäft oder bei ähnlichen Genussmitteln wie Tee, Kakao oder Wein. Die Dozenten stammen von der ZHAW oder sind Kaffeeexperten aus der Praxis.

Wie schon im Artikel erwähnt, gibt es in der Schweiz noch andere Kaffee-Kompetenz-Zentren, die aber vor allem die Barista-Schulung in den Vordergrund stellen, also die Arbeit am Gast mit Espresso-basierten Milchmixgetränken sowie die Maschinenkunde. Dies sind die SCAE Kaffeekurse bei Blaser Kaffee (Bern) oder La Semeuse (La Chaux-de- Fonds), das Schaerer Coffee Competence Center in Moosseedorf BE und die Schulungen bei Rast Kaffee in Ebikon LU.

Rast Kaffee in Ebikon LU

230_rast_logo_grossDie Rösterei Rast in Ebikon (in der Nähe von Luzern) konnte ich bisher nicht besuchen, dennoch gehört sie zu den führenden Kaffeeherstellern in der Schweiz. Nicht weniger als der “perfekte Kaffee” ist der Anspruch des Teams um Markus Rast, dem Inhaber der Rösterei.

Familie Rast und deren Mitarbeiter sind als Kompetenzen in der gesamten Schweiz gefragt, sowohl Markus Rast und vor allem auch der Röstmeister André Strittmatter treten immer wieder in Erscheinung, wenn es um Qualitätsaussagen zum Thema Kaffee geht.

Auf dem, auch abseits des Schweizer Kaffees, sehr interessanten Blog von Wolfredo finden Sie einen ausführlichen Bericht aus Ebikon.

Schweizer Kaffee und Schweizer Schokolade online kaufen im Kaffi Schopp

Der Webshop des Kaffi Schopp bietet Schweizer Kaffee als Schümli, Mocca und Espresso der Schweizer Kaffeeröstereien

Magenfreundlich, bekömmlich und säurearm. Schweizer Kaffee.

Bogen Kaffee bietet Schweizer Kaffee als Schümli und Espresso.

Blaser Kaffee bietet Schweizer Kaffee – Schümli und Espresso

Cafè Badilatti bietet Schweizer Kaffee Schümli und Espresso.

Café La Semeuse bietet Schweizer Kaffee als Schümli und Espresso

Rast Kaffee bietet Schweizer Kaffee als Schümli  und Espresso.

Idilio Origins Premium Swiss Chocolate bietet feine Schweizer Schokolade als feine Bitterschokolade