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Kein Land für Filterkaffee

Im Gegensatz zu Deutschland wird in der Schweiz kaum noch Filterkaffee getrunken. So ist in einem Artikel der Solothurner Zeitung folgendes zu lesen:

Gemäss einer Meinungsumfrage konsumieren nur noch gerade 6 Prozent der Schweizer mittels Filter gebrühten Kaffee. Sehr hoch ist bei der Kaffeezubereitung hingegen mit 30 Prozent der Anteil der so genannten Kapselmaschinen (etwa Nespresso), gefolgt von den Vollautomaten mit 23 Prozent.

Obwohl Filterkaffee in der Befragung eher tiefe Wert ausweist, glaubt der Melitta-Geschäftsführer, dass Filtertüten auch in Zukunft gebraucht werden. «Wenn junge Leute einen Haushalt gründen, steht am Anfang oft ein Kaffeeautomat mit Filter in der Küche. Auch auf dem Campingplatz, auf Baustellen oder in der Ferienwohnung wird diese traditionelle Art der Kaffeezubereitung künftig ihren Platz haben.»

Eine Prognose, wie gross die Nachfrage in 10 bis 20 Jahren in der Schweiz noch sein könnte, mochte Kiefer nicht abgeben. «Wir gehen davon aus, dass der Bedarf weiter sinken wird.» In Deutschland hingegen brühen noch immer rund 70 Prozent der Bevölkerung ihren Kaffee mit einer Filtermaschine.

Ehrlichgesagt erinnere ich mich mit Grauen an den Filterkaffee, den meine Eltern getrunken haben oder den, mehr oder weniger auf der Wärmeplatte “durchgeglühten”, typischen deutschen Büro-Kaffee.

Allerdings wird diese Brühmethode häufig verkannt. Um die Aromen eines Kaffees nuanciert zu schmecken, bietet sich die Filtermethode geradezu an (siehe auch “Ungefiltertes zum (Schweizer) Filterkaffee“). Allerdings sollte man darauf achten, einen Permant-Filter (Goldfilter) zu verwenden, denn die klassische Filtertüte hält die Kaffeeöle zurück, die den Kaffeegeschmack stark unterstützen. Und dann schmeckt auch der klassische Filterkaffee wunderbar. Oder wie sehen Sie das?

Johannes Lacker