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Blaser Kaffee führt Generalimporteur für Deutschland ein

Blaser Café aus Bern, lange schon auf dem deutschen Kaffeemarkt tätig, führt zum 01. Februar einen Generalimporteur für Deutschland ein.

Ziel ist es, die Marke Blaser Café in Deutschland weiter zu stärken und “qualitativ hochstehende Wiederverkäufer und Kunden”, wie es im Anschreiben von Blaser Café heisst, zu gewinnen.

Dass Blaser Kaffee sich in Deutschland neu aufstellen will, war mir schon lange bekannt. Den Generalimporteur selbst, Walter Merkel, kenne ich auch schon seit gut 2 Jahren. Ein sehr umtriebiger Mann, der sich wirklich ins Zeug für die Marke Blaser legt. Allerdings bezieht sich diese Aktivität in erster Linie auf den HoReCa Markt (Hotel, Restaurants, Catering), im (Online-) Einzelhandel ist er noch nicht engagiert (zumindest in meiner Wahrnehmung).

Glücklich bin ich über die Entscheidung, einen Generalimporteur zu etablieren, nicht.  Aus Erfahrung mit der Rösterei Cafè Badilatti weiss ich, dass Importeure in erster Linie die Gastronomie im Blick haben und erst in zweiter Linie die Wiederverkäufer bzw. Einzelhändler. Mit der Gastronomie kann eine Rösterei in der Regel mehr Umsatz erreichen, als mit einem kleinen Einzelhändler. Deswegen wäre ich sehr froh gewesen, wenn man mich weiterhin die Ware direkt in Bern hätte beziehen lassen und lediglich die HoReCa-Sparte über den Importeur abgewickelt hätte.

Unschön ist für mich als Online-Händler ebenfalls das Ziel, weitere Online-Händler für Blaser Café zu gewinnen. Im Moment ist die Zahl derer, die Blaser Kaffee im Sortiment führen, mit 5 oder 6 Shops überschaubar. Logisch ist, dass der Kuchen für den Generalimporteur noch wachsen mag, für den einzelnen Händler wird die Marke damit aber immer uninteressanter. Bei der riesigen Zahl deutscher und italienischer Röstereien, deren Kaffee im Internet zu bestellen ist, wird die Schweizer Marke Blaser beim einzelnen Händler kaum das Potential abrufen können, welches in der Marke liegt.

Wie man sich leicht denken kann, steigen nun ebenfalls die Preise für den Einkauf und damit für den Endkunden. Fakt ist allerdings auch, dass die Preise für Blaser Café seit meinem Einstieg in den Handel mit Kaffee aus der Schweiz stabil geblieben sind. Alle steigenden Rohkaffeepreise und vor allem das Mißverhältnis von Schweizer Franken zu Euro wurden bisher von mir und den anderen Blaser Café Händlern in Deutschland aufgefangen.

Mit der Einführung des Generalimporteurs geht das nicht mehr. Deshalb werden auch wir bei Kaffi Schopp die Preise für Blaser Kaffee zum 01. Februar 2012 anheben – in der Regel um etwa EUR 1,50 pro kg. Der Bestseller im Blaser Café Sortiment, der Lilla e Rose, erhöht sich auf EUR 21,40 (plus EUR 1,60).

Wir freuen uns, wenn Sie der Marke Blaser Kaffee treu bleiben. Ansonsten stöbern Sie gerne in den virtuellen Regalen des Kaffi Schopp.

Ihr

Johannes Lacker

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Kaffeehandel Schweiz mit Bio Zertifizierung

Durch meine frühere Tätigkeit als Filialleiter bei Alnatura liegen mit ökologisch produzierte Lebensmittel sehr am Herzen.

Dennoch habe ich sie bisher im Online Shop des Kaffi Schopp nicht angeboten. Dies hatte vor allem einen Grund: in meinen Augen kauft der Bio-Kunde vor allem dort, wo er Wahrhaftigkeit im Angebot und Sortiment wahrnimmt.

Und diese Wahrhaftigkeit sah ich bisher im Online Sortiment des Kaffi Schopp wenig gegeben. Das liegt vor allem daran, dass mein Thema “Schweizer Kaffee” ist und es nur wenige Kaffeeröstereien in der Schweiz gibt, die (fast) ausschliesslich ökologisch produzierten Kaffee anbieten (wie z.B. Bertschi Café, Henauer Kaffee oder derkaffee.ch). Die meisten der bekannten Schweizer Röstereien produzieren konventionell, liefern aber eben auch z.T. sehr bekannte Kaffeemischungen (wie z.B. der Lilla e Rose von Blaser Café aus Bern). Auf diese bekannten Kaffees wollte ich ganz bewusst nicht verzichten, da Schweizer Kaffee in Deutschland ohnehin für mich ein Experiment war.

Durch meine intensive Zusammenarbeit mit der Rösterei Sirocco in Schmerikon am Oberen Zürichsee kam ich jedoch auch in Berührung mit deren neu lanciertem Sortiment von Bio Tees. Mit Ralph Grüniger, dem Inhaber der Rösterei, besprach ich den Vertrieb für Deutschland, wies aber darauf hin, dass ich als Betrieb nicht bio-zertifiziert sei und damit keine Bio-Produkte verkaufen dürfe.

Da aber sowohl Ralph Grüniger als auch ich vom Erfolg des Bio Tee Sortimentes von Sirocco überzeugt waren (und sind), bin ich die Zertifizierung nun doch angegangen.

Nachdem ich mir einige Angebote deutscher Öko-Kontrollstellen eingeholt hatte (diese sind privatwirtschaftlich organisiert und rufen damit unterschiedliche Kosten für die Zertifizierung auf), habe ich mich Mitte Mai durch die Öko-Kontrollstelle 037 (aus Straubing) der Zertifizierung unterzogen und kann nun offiziell Bio-Produkte verkaufen.

Davon profitieren ebenfalls meine Kaffee Kunden, denn auch die Rösterei Turm Kaffee bietet einen Max Havelaar Bio Kaffee an, den ich bisher nicht im Sortiment hatte. Ausserdem überlege ich mir, das Bio Kaffee Sortiment auszubauen, wobei ich dabei zur Zeit zur Kaffeerösterei Henauer aus Höri tendiere. Sie dürfen also gespannt sein, wie sich das Bio Sortiment im Kaffi Schopp weiter entwickelt.

P.S.: Hier mein Bio-Zertifikat (als *.pdf)

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Blaser Café Lilla e Rose

Wie schon angekündigt verkoste ich gerade die Mischung Lilla e Rose der Rösterei Blaser in Bern.

Die Kaffeefirma Blaser, welche 1922 gegründet wurde, gehört zu 100% der Gründerfamilie und ist damit in der Schweizer Kaffeebranche eher eine Ausnahme. Das gesamte Unternehmen (inkl. der auf den Rohkaffeehandel spezialisierten Blaser Trading AG) wird von Markus Blaser geführt. Mit Marc Käppeli hat ein Vertreter der vierten Generation die Geschäftsführung der Blaser Café AG (Röstkaffee – und Teehandel) übernommen.

Blaser Café ist eingebettet in die internationale Elite der Barista-Szene und so wurden mit der Mischung Lilla e Rose bereits viermal die Schweizer Barista Meisterschaften gewonnen.

Die Lilla e Rose Mischung besteht aus den 12 besten Arabica Kaffeebohnen aus Mittel- und Südamerika. Jede Bohnensorte wird noch vor dem Mischen separat langsam (zwischen 12 und 18 Minuten) in der Drehtrommel geröstet, was den optimalen Röstgrad jeder Kaffeebohne gewährleistet und dementsprechend auch die beste Qualität ergibt.

Doch hier meine perönlichen Eindrücke zu Lilla e Rose:

Was mir gleich beim Öffnen der Kaffeetüte auffiel, war der intensive Kaffeeduft, sehr angenehm und vollaromatisch. Das Aroma macht wirklich gleich Lust auf Mehr. Als erstes trank ich Lilla e Rose als Espresso (soweit den ein Vollautomat überhaupt herstellen kann). Ehrlichgesagt hätte ich, nach dem tollen Duft, ein intensiveres Geschmackserlebnis erwartet. Mir fehlte etwas das Volumen. Was mich jedoch begeisterte, war die feine Eleganz des Kaffees. Fruchtig mit langem Abgang (der Kaffeegeschmack verbleibt noch lange auf der Zunge).

In der Siebträgermaschine entwickelt der Lilla e Rose tolle florale Aromen. Das dies auch dem gewünschten Geschmacksprofil entspricht, zeigen die floralen Ornamente, die sich auf der Verpackung des Lilla e Rose finden. Und der Name “Lilla e Rose” (“Flieder und Rose”) ist in dem Fall wirklich Programm.

In meinen Augen groß in Form kommt Lilla e Rose in Verbindung mit Milch. Als Cappuccino wirklich intensiv im (leicht süsslichen) Geschmack, so dass ich gerne zur zweiten (und dritten) Tasse greife.

Fazit: mir als Espresso zu mild, aber für Cappuccino und Latte Macchiato eine echte Empfehlung.

Ergänzend dazu noch eine weitere Beurteilung der Mischung Lilla e Rose von Blaser im Gilco-Blog. Und soll ich jetzt noch eine vierte Tasse dieses Schweizer Kaffees geniessen(?) … keine Frage!