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SCAE WM in Köln – das Fazit

Am vergangenen Wochenende, während der neu installierten Kaffeemesse coffeena, trafen sich zu den SCAE Coffee World Championships in Köln Baristi aus aller Herren Ländern. Auch die Schweiz entsandte ihre jeweiligen Schweizermeister, Florence Letroux (Cup Tasting), Sandra Stucki (Coffee in Good Spirits)  und Martin Egger (Latte Art) in die Halle 8 der Koelnmesse.

Auf der Wettbewerbsbühne trat ein hochprofessionelles Baristi- und Cupperfeld gegeneinander an, welches von grossem Publikumszuspruch begleitet wurde. Vor allem die Supporter-Gruppen aus Russland, Süd-Korea und Gross-Britannien sorgten für ordentliche Stimmung auf den Zuschauertribünen.

Matthias Lübke, Delegationsleiter der Swiss SCAE, fasst seine diesbezüglichen  Eindrücke so zusammen: “Es macht Freude, die grosse Publikumsbeteiligung zu sehen und ermuntert Teilnehmer, Organisatoren und Zuschauer zu neuen Taten in der Welt des Kaffees, was der Branche und damit dem Konsumenten zugute kommt. Ich bin der Überzeugung, dass durch jedes dieser Events die Ansprüche des Verbrauchers an die Kaffeequalität in der Tasse ein klein wenig steigt.”

Das Schweizer Team an der coffena (v.l.): Barbara Held (Trainer), Sandra Stucki, Giovanni Meola (Trainer), Sylvain Ernst (Trainer) und Martin Egger
Das Schweizer Team an der coffena (v.l.): Barbara Held (Trainer), Sandra Stucki, Giovanni Meola (Trainer), Sylvain Ernst (Trainer) und Martin Egger

Im hochwertigen Starterfeld fiel das Ergebnis der Schweizer Teilnehmer eher durchwachsen aus. Lediglich Sandra Stucki (Berchtold Group Burgdorf) konnte ihren Final erreichen und sich dort den fünften Platz sichern. Matthias Lübke, hauptberuflich Verkaufsleiter bei Blaser Café in Bern, sagt dazu: “Unsere drei Schweizer Meister haben sich gewissenhaft und mit sehr viel Aufwand auf die Weltmeisterschaften in Köln vorbereitet. Leider wurden sie nicht alle dafür belohnt, wenigstens, wenn man allein den belegten Rang als Messwert anlegt. Was aber an einer solchen WM besonders zählt, ist der “olympische Gedanke”: durch die Teilnahme lernt man als Barista und Cupper [so werden die Teilnehmer im Cup Tasting genannt, KS] unglaublich viel dazu. Und nicht zuletzt knüpft man neue Kontakte zur internationalen Kaffeewelt, aus denen nicht selten sogar Freundschaften entstehen.”

Doch woran lag es, dass sich insbesondere Florence Letroux und Martin Egger am Ende im letzten Drittel des Starterfeldes wiederfanden? Der aufmerksame Beobachter, der auch ein wenig hinter die Kulissen zu schauen vermochte, konnte vor allem zwei Dinge identifizieren: individuelle Fehler und Unerfahrenheit.

Martin Eggers Konzentration auf seinen Auftritt bei den Latte Art Wettbewerben wurde allein dadurch schon gestört, dass er erst am Wettbewerbstag erfuhr, dass er nicht die Tassen verwenden dürfe, mit denen er die Schweizermeisterschaft gewonnen hatte. Äusserlich blieb Tinu, wie er von seinen Freunden genannt wird, cool, doch schon seine beiden Espressi Macchiato übergoss er, d.h. ein wenig Kaffee lief aus den Tassen. Barbara Held, Leiterin des Coffee Competence Centres der Fa. Schaerer in Moosseedorf und Tinus Trainerin, erklärt dazu: “Schade für Tinu war die Geschichte mit der Neuerung, dass die Tasse vom Verband gestellt wird. Wir haben uns die Regeln im Februar aus dem Internet gezogen, da stand noch nichts von den Tassen. Auf bei den Schweizermeisterschaften in Januar vor einer internationalen Jury was diese Tassen in keiner Weise ein Thema. Auch wenn es nicht als Ausrede klingen soll, doch jeder, der Latte Art giesst, weiss, dass die Tassen neben der verwendeten Milch und dem Kaffee elementar für das Ergebnis sind. Etwa so, wie wenn in Wimbledon plötzlich auf Sand gespielt werden würde.”

Sandra Stucki, Sylvain Ernst (Trainer von Sandra) und Martin Egger
Sandra Stucki, Sylvain Ernst (Trainer von Sandra) und Martin Egger

Auch im Bereich Latte Art werden Punkte für die Sensorik des Getränks vergeben. Und hier kommt die erwähnte Unerfahrenheit der Beteiligten im internationalen Wettbewerb ins Spiel. Nochmal Barbara Held dazu: “Die Erfahrung der Wettbewerbe zeigt, dass wir in der Schweiz einen anderen Espresso- und Cappuccinogeschmack haben als die nordischen Länder, aus denen z.T. die Jurymitglieder stammten. Nun gilt es herauszufinden, wie in den Augen der Jury der perfekte Cappuccino schmecken sollte.”

Ähnliche Erfahrungen mit der Unerfahrenheit im internationalen Wettbewerb musste Florence Letroux im Wettbewerb der Cup Taster machen. Das letzte Triangel der zu verkostenden Kaffees war so heiss, dass sich Florence den Mund verbrannte und den fremden Kaffee unter zwei gleichen nicht mehr herausschmecken konnte. Zwar hatte sie alle 8 Triangel in eigener Rekordzeit von 3:43 min verkostet (immerhin 24 Tassen), doch hat sich die spätere Weltmeisterin, die Russin Valentina Kazachkova, für ihre Verkostung in allen drei Runden, an den sie teilnehmen müsste, jeweils über 7 Minuten Zeit gelassen, um die “falschen” 8 Tassen herauszuschmecken. Wenn man Wert auf das perfekte Ergebnis (8 von 8), und weniger auf die Geschwindigkeit, legt, scheint das offenbar das bessere Rezept zu sein: Eile mit Weile.

Summa sumarum bleibt für die Schweizer Teilnehmer vor allem eines: ein bleibendes Erlebnis und eine Menge neuer Erfahrungen und Eindrücke, die sie für kommende Wettbewerbe nutzen werden. Martin Egger, Chef de Bar im Hotel Berchtold in Burgdorf, kommt mit seiner ersten Enttäuschung deshalb auch gut zurecht: “Mit etwas Distanz sehe ich die Ereignisse sehr positiv. Ich habe meine Ziele leider nicht erreicht, konnte aber sehr viele Ideen aus Köln mitnehmen. Der Event war ein Riesenerlebnis und natürlich werde ich alles daran setzen, 2010 in London bei den nächsten Weltmeisterschaften erneut dabei zu sein. ” Kaum wieder nach Burgdorf zurückgekehrt, machte sich Tinu sogleich daran, seine Eindrücke und Ideen aus Köln an der eigenen Kaffeemaschine zu wiederholen und zu festigen.

Sandra Stucki bei Ihrer Präsentation an der WM
Sandra Stucki bei Ihrer Präsentation an der WM

Der Lichtblick aus Schweizer Sicht ist natürlich Sandra Stucki, die mit ihrer unbekümmerten Art das Final in ihrer Disziplin erreichte. Vor allem, dass sie sich bei Ihrer Präsentation steigern konnte, freut Sandra: “Meine Zielsetzung wurde mit dem Erreichen des Finals erreicht. Auch meine Auftritte vor Publikum sind mir deutlich besser gelungen als noch an den Schweizermeisterschaften.” Sandra plant an den nächsten Schweizermeisterschaften zwei verschiedene Kaffeezubereitungen zu verwenden (in Köln waren beide Kaffees in der French Press gebrüht worden), um sich dann, nach hoffentlich erneutem Gewinn des Meistertitels, wieder für die Weltmeisterschaften in London zu qualifizieren.

Mit dieser Lust auf das erneute Sich-Messen mit den nationalen Meistern der anderen Ländern, gibt Sandra das Motto für das gesamte Schweizer Team vor: Analyse der eigenen Präsentation im Vergleich zu den jeweiligen Finalisten, Definition der Ziele einer modifizierten Vorbereitungsarbeit und ein gutes Stück Selbstbewusstsein, auf dem richtigen Wege zu sein. Und intensiver Austausch mit allen, die Erfahrung in der Teilnahme an Weltmeisterschaften haben.

Viel Glück für London 2010 wünscht

Johannes Lacker

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World Cup Tasting Championships aus Schweizer Sicht

Am gestrigen Sonntag trat die Schweizer Meisterin im Cup Tasting zu ihrem Wettbewerb an. Heinz Trachsel, nationaler Koordinator der Swiss SCAE, hatte im Vorfeld des Wettbewerbs grosse Hoffnung auf Florence Letroux gesetzt und sie durchaus zur Mitfavoritin erklärt.

Warum Florence am Ende nur den 18. Gesamtrang (von 32 Teilnehmern) belegte, erklärt Florence hier:

Kaffi Schopp (KS): Florence, bei Deiner ersten Teilnahme an den World Cup Tasting Championships hast Du den 18. Rang erreicht. Bist Du damit zufrieden?

Florence Letroux (FL): Natürlich bin ich über mein nicht so tolles Ergebnis enttäuscht. Ich hätte es besser machen wollen und kann meine Leistung nicht entschuldigen, aber wie man es im Französischen sagt, hatte ich “mildernde Umstände”.

KS: Was sind das für “mildernde Umstände”?

FL: Meine Startnummer war die 13 und ich habe sehr gehofft, dass diese Zahl mit Glück bringen wird. Kurz vor meiner Verkostung war ich sehr nervös, doch konnte ich mich glücklicherweise schliesslich doch auf meine 24 Tassen konzentrieren. Ich habe diese dann auch in der eigenen Rekordzeit von 3:34 Minuten verkosten können.

KS: Und wie hast Du Deinen Auftritt selbst erlebt?

FL: Das Niveau an den Meisterschaften war schon in der ersten Runde sehr hoch [d.h. die zu erkennenden “fremden” Kaffees waren geschmacklich sehr dicht an den zwei gleichen des jeweiligen Triangels, KS]. Wie ich schon vor den Meisterschaften sagte, sind alle Teilnehmer nationale Meister und jeder von ihnen hätte Weltmeister werden können. Während des Wettbewerbs selbst habe ich natürlich sehr genau die Ergebnisse der anderen verfolgt.

Für mich selbst kann ich sagen, dass das erste Triangel bereits ein Sieg für mich war, denn an den Schweizermeisterschaften in Bern hatte ich in jeder Runde den ersten Kaffee nicht entdecken können. Dann kamen die Tassen 2 und 3, die ich zu meiner Freude ebenfalls bestimmen konnte. Leider habe ich den vierten Kaffee nicht erkannt – und ich kann mir bis jetzt nicht erklären, warum.

Die Tassen 5, 6 und 7 waren dann wieder okay, so dass ich mich innerlich schon sehr gefreut habe, aber dann die Riesenenttäuschung: der letzte Kaffee war der falsche.

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Florence Letroux (Bildmitte) an den Schweizermeisterschaften im Januar

KS: Woran lag’s?

FL: Ich war schon vorher fast sicher, dass ich den letzten Kaffee nicht richtig bestimmt hatte, weil die drei Kaffees des letzten Triangels so heiss waren, dass ich mir den Mund verbrannt habe. Aber wie die anderen Teilnehmer musste ich mit diesem Umstand umgehen, vor dem ich mich allerdings am meisten gefürchtet habe. Am Schluss hatte ich 6 von 8 Kaffees richtig bestimmt in einer Zeit von 3:43 min. Das hat nicht gereicht für das Halbfinale, wo man 7 von 8 Kaffees in einer Zeit von mindestens 3:54 min hätte erkennen müssen.

KS: In unserem Vorgespräch hattest Du mir gesagt, dass Du Dich darauf freust, an den Weltmeisterschaften teilzunehmen und die Atmospäre zu erleben.

FL: Ja, die Atmosphäre während der Meisterschaften war einfach unglaublich! Vor allem möchte ich aber den 8 Halbfinalisten zu deren sehr guten Leistungen gratulieren. Ganz besondere Glückwünsche gehen an die russische Gewinnerin, Valentina Kazachkova, die eine unglaubliche Leistung während aller drei Runden [1. Runde, Halbfinale, Finale, KS] erbracht hat.

Am Ende bin ich sehr glücklich an den Meisterschaften teilgenommen zu haben und bin stolz darauf, die Schweiz an den World Cup Tasting Championships in Köln vertreten zu haben. Vor allem möchte ich mich beim gesamten Schweizer Team bedanken, welches mich während des gesamten Wettbewerbs unterstützt hat. Mein besonder Dank gilt Heinz [Trachsel, KS] und Matthias [Lübke, Wettbewerbsverantwortlicher der Swiss SCAE, KS], die meine Teilnahme organisiert und mich seit meinem Gewinn der Schweizermeisterschaften im Januar begleitet und unterstützt haben.

KS: Florence, auch Dir alles Gute für die Zukunft. Wir hoffen, Dich im nächsten Jahr an den Schweizermeisterschaften wieder zu sehen!

Während aller Wettbewerbe hörte ich eine Regel immer wieder: bei der ersten Teilnahme wird niemand Weltmeister. Um zu gewinnen, braucht es nicht nur handwerkliches Können, sondern auch viel Erfahrung, wie man eine solche Meisterschaft bestreitet.

Da es Florence’ erste Teilnahme an einer WM war, muss sie tatsächlich mit ihrer Leistung nicht unzufrieden sein. Sie weiss, dass sie es besser kann. Und wir vertrauen darauf, dass sie dies beim nächsten Mal auch zeigt.

Johannes Lacker

Bildquelle: swissscae.ch

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Noch eine Woche bis zur Barista WM in Köln

Heute in einer Woche beginnen die Barista Weltmeisterschaften in den Disziplinen Latte Art, Coffee in Good Spirits sowie Cup Tasting. Die WM wird dieses Jahr im Rahmen der Kaffeemesse Coffeena in Köln durchgeführt.

Natürlich sind auch die Schweizer Meister am Start, im Bereich Latte Art Martin Egger, in der Sparte Coffee in Good Spirtis Sandra Stucki und in der Disziplin Cup Tasting Florence Letroux.

Vor Beginn der heissen Phase konnte ich mit Sandra Stucki und Martin Egger ein Gespräch führen, da beide zusammen an der Bar des Hotels Berchtold in Burgdorf arbeiten:

Kaffi Schopp (KS): Martin und Sandra, wie bereitet Ihr Euch auf die WM in Köln vor? Wo steht Ihr mittlerweile?

Martin Egger (ME): Im Bereich Latte Art trainiere ich viel zuhause auf meiner Dalla Corte Mini. Nebenbei habe ich mit Barbara Held [Leiterin des Coffee Competence Centres der Fa. Schärer Kaffeemaschinen und Jurorin der Schweizermeisterschaft 09, KS] die Handgriffe und das Sujet perfektioniert. Heute steht das Programm und ich bin guter Dinge, dass mir meine Latte Art gelingt.

Sandra Stucki (SS): Ich habe viel Zeit zuhause damit verbracht, den geforderten Irish Coffee sowie die Eigenkreation zu perfektionieren. In der Vorbereitung haben wir uns bei Blaser Café in Bern mit Byron P. Catéchis (Fa. abcwine-spirits.ch) getroffen und das Thema Spirituosen angeschaut. Zudem hat mich Sylvain Ernst (2. Rang Schweizermeisterschaften Coffee in Good Spirits) unterstützt.

KS: Martin, wirst Du Dein Programm (2 Espressi Macchiato, 2 Cappuccini und 2 Taj Mahal by Night) von der Schweizermeisterschaft wiederholen oder hast Du neue Latte Art Motive extra für die WM eingeübt?

ME: Das Programm wurde WM-tauglicher gemacht, der Schwierigkeitsgrad der Sujets angepasst und erhöht. Ich werde zwei Espressi Macchiato mit Doppelherz, zwei Cappucini mit einer Tulpe sowie ein speziell für die WM kreiertes Sujet zum besten geben. Die Eigenkreation ist ein Zusammenspiel von eingiessen und zeichnen, mehr wollen wir heute dazu nicht verraten.

Martin Egger mit seiner Präsentation bei den Schweizermeisterschaften im Januar:

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=v3JD1k_ZUas]

KS: Wie seht Ihr Eure Chancen im Teilnehmerfeld? Wer sind Eure hauptsächlichen Konkurrenten?

ME: Im Bereich Latte Art sind die Hauptkonkurrenten die Australier, Neuseeländer sowie die Asiaten, welche im filigranen Bereich deutlich fortgeschrittener sind als wir. Die Schwierigkeit liegt eigentlich darin, dass in Latte Art nahezu keine Videos der nationalen Meisterschaften der anderen Länder vorhanden sind, um das Niveau zu eruieren. Wir werden nach dieser WM sicherlich mit sehr viel Ideen zurück an den Trainingsplatz kehren.

SS: Ich werde mit viel Freude an der WM teilnehmen. Grundsätzlich ist es sicher möglich einen guten Platz zu erreichen, aber wie Martin erwähnt, ist es schwierig die Konkurrenten einzuschätzen. Es sind mehr Videos vorhanden als bei Latte Art, bei der Qualität im Netz sind leider die wichtigen Details nicht erkennbar. Auch ich gehe gut vorbereitet an diese WM und versuche einen guten Rang zu erreichen.

KS: Sandra, wie sieht Dein Programm für die WM aus?

SS: Ich beginne mein Programm klassisch mit meinen beiden Irish Coffees und werde danach meine Eigenkreation präsentieren. Das Programm bleibt somit dasselbe wie an der Schweizermeisterschaft. Die Eigenkreation basiert auf einem selbst aromatisierten Whisky, Schokolade und Rahm, den Kaffee bereite ich für beide Kreationen in der French Press zu.

Sandra Stucki mit Ihrer Präsentation bei den Schweizermeisterschaften:

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=ukJoDSWBHs8]

KS: Worauf achtest Du besonders bei der Zusammenstellung Deines Coffee in Good Spirits Drink?

SS: Die Irish Coffees sollen optisch möglichst nahe an die Vorlagen kommen. Geschmacklich versuche ich eine schöne Harmonie zu erzielen. Bei der Eigenkreation ist die Idee, dass sich alle Aromen (aromatisierter Whisky, Schokolade, Rahm und Kaffee) zu einer Einheit bilden und dennoch herausgeschmeckt werden.

KS: Habt Ihr zusammen trainiert, oder jeder für sich? Oder wurdet Ihr von jemandem Dritten gecoacht?

ME: Wie bereits erwähnt habe ich mich intensiv mit Barbara Held über die “Go’s” und die “No Go’s” unterhalten und mit ihr ein anspruchsvolles und schönes Programm zusammengestellt. Wir kennen uns nun bereits einige Zeit und ergänzen uns super. Sie kennt dank ihrer Arbeit die Materie Latte Art nahezu auswendig und konnte mich mit hilfreichen Tipps grossartig unterstützen.

SS: Die Disziplin Coffee in Good Spirits steckt in der Schweiz noch in den Kinderschuhen. Trotzdem habe ich Leute gefunden, die sich mit der Materie auseinander gesetzt haben und mich unterstützen. Die Terminierung der gemeinsamen Trainings erwies sich nicht immer als einfach, da Sylvain Ernst und ich beide im Hotel Berchtold in Burgdorf arbeiten.

KS: Wie sieht es bei Euch mit der Unterstützung von Sponsoren aus? Die Teilnahme an der WM ist doch mit grossen Kosten verbunden.

ME & SS: Wir geniessen die grosszügige Unterstützung von diversen Firmen. Den Kaffee erhalten wir von der Fa. O.Aeberhard AG Bern, weitere Sponsoren sind die Stadt Burgdorf, Die Mobiliar (Versicherung), BEKB (Bank), Fribarch (Architekturbüro), DIWISA (Spirituosen Hersteller), Lubana AG (Liegenschaftsverwalter), Pernot-Ricard mit Jameson (Spirituosen Vertieb), Beat Stucki (Vater von Sandra und Plattenbeläge Installateur), Ingo Rogalla (Vertreter Dalla Corte), Schwob (Textil) und natürlich unser Arbeitgeber die Berchtold Group Burgdorf. Weiter wurde ein Supporter Club ins Leben gerufen, welcher bislang knapp 100 Leute zählt. An dieser Stelle möchten wir uns bei allen deteiligten Sponsoren für die Unterstützung danken.

KS: Martin, an Dich noch ein letzte Frage. Du wirst Tinu gerufen. Wie kommt das?

ME: Das ist ganz einfach. Tinu ist die  berndeutsche Kurzform von Martin (Mar-Tin-u). Du wärst bei uns Johänu… 😉

KS: Gut, dann bedankt sich bei Euch für das Gespräch Johänu. Viel Glück in der nächsten Woche in Köln. Ich freue mich, Euch dort zu treffen!

Analog zu Philipp Meier, dem Schweizer Barista Meister 2009, schreiben Sandra und Martin auch einen Blog, der hier zu finden ist.

Florence Letroux, die dritte Schweizer Teilnehmerin, konnte ich ebenfalls interviewen. Selbstverständlich werde ich sie, Sandra und Martin bei Ihren Präsentationen auf der Coffeena begleiten und im Kaffi Schopp Blog berichten.

Johannes Lacker

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Die Schweizer Baristi bereiten sich auf die WM vor!

Philipp Meier
Philipp Meier

Der Schweizer Barista Meister Philipp Meier bereitet sich zusammen mit Thomas Liebe und Mathias Bühler auf die Barista WM in Atlanta (USA) vor. Das Trio hatte bereits erfolgreich für die Schweizer Meisterschaften im Januar trainiert. Mehr als 50 Landesmeistern wird sich Philipp Meier in Atlanta stellen, um um den Weltmeistertitel zu kämpfen. Unter www.swissbarista.ch wurde eine eigene Internet-Seite eingerichtet, auf der Sie die Vorbereitungen mitverfolgen können. Die öffentlichen Trainings finden im Congress Hotel Seepark Thun statt, deren genaue Termine finden Sie hier.

Auch Sandra Stucki (Gewinner Coffee in Good Spirits) und Martin Egger (Gewinner Latte Art) üben hart und haben in Burgdorf (Kanton Bern) eine grosse Fangemeinde. Sie werden sich in Köln auf der Coffeena mit der Weltelite messen. Mit Florence Letroux aus Orbe haben die Schweizer ebenfalls eine Anwärterin auf ein Top Resultat im Cup Tasting.

Allen Schweizermeistern wünsche ich schon jetzt ein erfolgreiches Trainieren und gute Nerven bei der Vorbereitung auf die WM.

Johannes Lacker