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Kaffeebohnen im Vergleich

Die unterschiedlichen Zubereitungsarten von Kaffee sind so verschieden, wie die für jede Zubereitung geeigneten Kaffeebohnen selbst. Deshalb vergleichen wir in diesem Beitrag nicht nur die drei gängigsten Methoden der Kaffeezubereitung, sondern auch die dafür geeigneten Kaffeebohnen.

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5 Gründe warum Ihr Kaffee nicht schmeckt – und was man dagegen tun kann.

Als Kaffeeliebhaber freut man sich jeden Morgen auf den ersten Schluck heißen Kaffees, um in den Tag zu starten. Auch wenn Sie noch nicht richtig wach sind, merken Sie, wie mit jedem Schluck das Leben in Sie zurückkehrt und der Tag einfach gut beginnt. Doch was tun, wenn man beim ersten Schluck schon merkt: Der Kaffee schmeckt nicht.

Kaffee schmeckt nicht

Niemand verdient es, am Morgen (oder überhaupt) schlechten Kaffee zu trinken. Hier fünf Tipps, was Sie dafür tun können, dass Ihnen Ihr Kaffee Zuhause besser schmeckt.

1. Ihre Kaffeebohnen sind alt und/oder schmecken ranzig

Kaffeebohnen oxidieren, wenn sie in Kontakt mit Sauerstoff kommen. Durch die Oxidation der Kaffeefette entsteht ein ranziger Geschmack, den Sie natürlich auch in Ihrer Tasse Kaffee wieder finden- folglich der Kaffee schmeckt nicht mehr.

Deshalb sollten Sie immer frische Bohnen verwenden, die Sie trocken, kühl (Zimmertemperatur), dunkel und unter Luftabschluss lagern. Verschließen Sie den geöffneten Kaffeebeutel bestmöglich und lagern Sie ihn in einer luftdichten Tupper-Box. Optimaler Ort ist dann der dunkle Küchenschrank, abseits von Herd und Spülmaschine.

Ebenso wichtig wie die Lagerung, ist das frische Mahlen des Kaffees kurz vor dem Verbrauch. Gemahlener Kaffee verliert überdurchschnittlich schnell sein Aroma. Da der Kaffee dann oft nicht mehr schmeckt, sollte man im besten Falle keinen vorgemahlenen Kaffee für Zuhause verwenden. Das Aroma frisch gemahlener Bohnen duftet nicht nur in Ihrer Küche sondern macht auch Ihren Kaffee besser.

Und natürlich sollten Sie nur Bohnen verwenden, die erst vor kurzer Zeit geröstet wurden. Nach mehr als 6 Monaten hat der Kaffee so viele Aromen verloren, dass das volle Geschmackserlebnis nicht mehr gegeben ist.

Kaffee schmeckt nicht mehr
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2. Ihre Kaffeebohnen sind nicht optimal geröstet

Ohne das Rösten der grünen (Roh-)Kaffeebohnen könnten wir gar keinen Kaffee genießen. Deshalb ist das optimale Rösten die Basis für die bestmögliche Entwicklung der Kaffeearomen.

Industriell geröstete Bohnen sind in der Regel nicht durchgeröstet, sondern innen fast “roh” und äusserlich schon fast zu dunkel wenn nicht sogar schon ölig. Dadurch schmeckt der Kaffee oft bitter und sauer. Ich nenne das immer den “Filet-Effekt”, denn beim Anbraten eines Filets passiert das gleiche: Außen hat das Fleisch eine feine braune Färbung, innen ist es jedoch nahezu roh. Beim Filet ist das so gewünscht, beim Kaffee nicht. Denn damit die ganze Bohne ihr volles Aroma entfalten kann, muss sie durchgeröstet sein. Fakt ist: Der Kaffee schmeckt nicht, wenn er zu kurz und zu heiß geröstet wurde.

Das erreicht der Röstmeister nur, wenn die Bohnen langsam und schonend bei niedrigen Temperaturen (bis 220 Grad) geröstet werden. Dazu kommt, dass die im Rohkaffee enthaltene Chlorogensäure nur durch den Faktor Zeit aus der Bohne heraus geröstet wird. Diese Chlorogensäure ist dafür verantwortlich, dass viele Menschen Kaffee nicht vertragen und mit Magenbeschwerden reagieren.

Kaufen Sie deshalb Kaffeebohnen, die traditionell in der Trommel geröstet wurden und deren Röststufe ihrer Verwendung entsprechen. Filterkaffees sind eher etwas heller geröstet, Espressi eher etwas dunkler.

3. Ihr Equipment ist verschmutzt: Der Kaffee schmeckt nicht

Eine schmutzige Pressstempelkanne, eine nicht gereinigte Espressomaschine oder ein ungepflegter Kaffeevollautomat tragen maßgeblich zum schlechten Geschmack von Kaffee bei. Das Ergebnis ist stets das gleiche: Der Kaffee aus dem Vollautomat schmeckt nicht mehr.

Das bereits erwähnte Kaffeefett legt sich gerne auf die Oberflächen von Bohnenbehältern und Siebträgern. Dort wird es unter dem Einfluß von Sauerstoff ranzig und beeinflußt den Kaffeegeschmack negativ. Gerade Kaffeevollautomaten sind idealer Ort für Verschmutzungen aller Art. Schimmelnder Kaffeetrester, schimmelndes Restwasser und ranzige Tresterreste an der Brühgruppe verhindern nachhaltig das Kaffeevergnügen. Bei Vernachlässigung der Reinigung der Kaffeevollautomaten kann es schon mal vorkommen, dass der Kaffee nicht mehr schmeckt.

Deswegen ist bei jeder Kaffeezubereitung, ob mit Hand oder Maschine, Sauberkeit erstes Gebot. Reinigen Sie Ihre Equipment regelmäßig mit Kaffeefettentferner und Milchfettentferner (beim Vollautomaten), nach Benutzung aber auf jeden Fall mindestens mit warmen Wasser.

Kaffee aus Vollautomat schmeckt nicht
Tabs zur Reinigung von Siebträgern und Vollautomaten

4. Sie benutzen eine klassische Filterkaffeemaschine

Wenn Sie Ihren morgendlichen Kaffee in einer klassischen Filterkaffeemaschine zubereiten, sollten Sie den Kaffee innerhalb einer Stunde getrunken haben. Nach dieser Zeit beginnt eine sogenannte hydrolytische Reaktion des Kaffees: Der Kaffee bildet ungewünschte Säuren und wird immer bitterer. Grund dafür ist das andauernde Nachheizen des Kaffees durch die Heizplatte der Filterkaffeemaschine.

Wer es besser mag, sollte entweder mit der Hand filtern (für mich ohnehin die optimale Methode für einen morgendlichen Kaffee) oder die alte Filterkaffeemaschine durch einen Moccamaster ersetzen. Der Moccamaster hält den Kaffee lediglich warm und regelt die zugeführte Temperatur in Bezug auf die Menge Kaffees, der warm gehalten werden muss. Aber auch hier gilt: Kaffee sollte frisch zubereitet getrunken werden.

5. Die Qualität des verwendeten Wassers ist schlecht, deshalb schmeckt der Kaffee nicht mehr

Da eine Tasse Kaffee zu 98% aus Wasser besteht, darf man die Qualität des Wassers auf keinen Fall vernachlässigen. Das verwendete Wasser sollte immer frisch sein, einen ph-Wert zwischen 6 und 7 haben und ebenfalls einen mittleren Grad deutscher Härte (7 bis 8°dH).

In der Regel ist es deshalb in Deutschland empfehlenswert einen Brita-Filter einzusetzen und je nach örtlicher Wasserhärte dieses gefilterte Wasser entweder pur zu verwenden oder es mit dem Leitungswasser zu verschneiden.

Immer wieder liest man, dass Kaffeefans stilles Wasser aus dem Supermarkt kaufen. Allerdings gilt hier das gleiche wie beim Leitungswasser: Auf die richtige Mineralisation kommt es an. Ein Wasser, welches für Säuglingsnahrung geeignet ist, ist für Kaffee ungeeignet, da tatsächlich das Salz in der Suppe (=im Kaffee) fehlt und die Kaffeesäuren geschmacklich zu stark in den Vordergrund treten. Zu starke Mineralisation andererseits neutraliert die feinen Säuren im Kaffee und es fehlt am geschmacklichen Volumen.

Fazit: In dieser Zusammenfassung finden Sie die wichtigsten Punkte, um Gutes für den Geschmack Ihres Kaffees zu tun. Denn warum sollte man sich mit schlechtem Geschmack zufrieden geben, wenn es auch einfach besser geht?

PS: Hier finden Sie unsere Tipps zur optimalen Zubereitung von Kaffee.

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Filterkaffee mit dem Handfilter zubereiten

Der klassische Filterkaffee erlebt in den sogenannten Third Wave Coffee Shops aktuell eine Renaissance. Und da auch wir mittlerweile Anhänger dieser Kaffeezubereitung sind, möchten wir Ihnen unsere perfekte Methode zur Zubereitung von Kaffee mit dem Handfilter vorstellen.

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Kaffee & Espresso

Kein Land für Filterkaffee

Im Gegensatz zu Deutschland wird in der Schweiz kaum noch Filterkaffee getrunken. So ist in einem Artikel der Solothurner Zeitung folgendes zu lesen:

Gemäss einer Meinungsumfrage konsumieren nur noch gerade 6 Prozent der Schweizer mittels Filter gebrühten Kaffee. Sehr hoch ist bei der Kaffeezubereitung hingegen mit 30 Prozent der Anteil der so genannten Kapselmaschinen (etwa Nespresso), gefolgt von den Vollautomaten mit 23 Prozent.

Obwohl Filterkaffee in der Befragung eher tiefe Wert ausweist, glaubt der Melitta-Geschäftsführer, dass Filtertüten auch in Zukunft gebraucht werden. «Wenn junge Leute einen Haushalt gründen, steht am Anfang oft ein Kaffeeautomat mit Filter in der Küche. Auch auf dem Campingplatz, auf Baustellen oder in der Ferienwohnung wird diese traditionelle Art der Kaffeezubereitung künftig ihren Platz haben.»

Eine Prognose, wie gross die Nachfrage in 10 bis 20 Jahren in der Schweiz noch sein könnte, mochte Kiefer nicht abgeben. «Wir gehen davon aus, dass der Bedarf weiter sinken wird.» In Deutschland hingegen brühen noch immer rund 70 Prozent der Bevölkerung ihren Kaffee mit einer Filtermaschine.

Ehrlichgesagt erinnere ich mich mit Grauen an den Filterkaffee, den meine Eltern getrunken haben oder den, mehr oder weniger auf der Wärmeplatte “durchgeglühten”, typischen deutschen Büro-Kaffee.

Allerdings wird diese Brühmethode häufig verkannt. Um die Aromen eines Kaffees nuanciert zu schmecken, bietet sich die Filtermethode geradezu an (siehe auch “Ungefiltertes zum (Schweizer) Filterkaffee“). Allerdings sollte man darauf achten, einen Permant-Filter (Goldfilter) zu verwenden, denn die klassische Filtertüte hält die Kaffeeöle zurück, die den Kaffeegeschmack stark unterstützen. Und dann schmeckt auch der klassische Filterkaffee wunderbar. Oder wie sehen Sie das?

Johannes Lacker

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Kaffi Schopp News

Kaffi Schopp im September

Seit dem 01. August ist der Kaffi Schopp Webshop online und viel hat sich in diesen Wochen getan. Neben neuen Artikeln im Sortiment (z.B. Espressotassen und dem TampingTom), sind vor allem zahlreiche Kunden auf das Angebot des Kaffi Schopp aufmerksam geworden.

Doch weitere Neuerungen kündigen sich an. Aktuell übersetze ich den Shop ins Englische, um auch den ausländischen Eidgeniessern das Sortiment besser vorstellen zu können. Und ab sofort ist es möglich, die Schweizer Kaffees auch gemahlen zu erhalten. Dazu kann bei der Bestellung angegeben werden, ob ganze oder gemahlene Kaffeebohnen für Filterkaffee, die Pressstempelkanne oder für den Espressokocher gewünscht werden.

Um das Angebot des Kaffi Schopp aber noch weiter zu verbessern, bitte ich Sie, liebe Blogleser, mir zu helfen. Teilen Sie mir im Feedback-Formular des Kaffi Schopp Ihre Wünsche und Anregungen direkt mit. Sprechen Sie offen alles an, was Sie vom Kaffi Schopp erwarten. Und wenn Sie mir bei der Gelegenheit Ihre Postadresse mitteilen, erhalten Sie aus dem Sortiment des Kaffi Schopp ein kleines Dankeschön für Ihre Mühe.

neuchatel-suchard

Ich wünsche Ihnen einen schönen September und damit einen guten Start in den Herbst.

Johannes Lacker

P.S.: Empfehlen möchte ich aktuell den Besuch der Ausstellung “Die Welt von Suchard” in Neuchâtel im Musée d’art et d’histoire (Esplanade Léopold-Robert 1). Die Ausstellung zeichnet das industrielle Abenteuer der Firma Suchard nach, welches 1826 mit der Gründung der Schokoladenfabrik durch Philippe Suchard begann (hier die Ausstellungsbeschreibung als *.pdf)

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Kaffee & Espresso Kaffi Schopp News

Wir mahlen Ihren Kaffee!

Laut aktueller Statistiken des Deutschen Kaffeeverbandes sind immernoch 80% allen getrunkenen Kaffees Filterkaffee. Und da nicht jeder Filterkaffeetrinker eine Kaffeemühle sein eigen nennt, bietet das Kaffi Schopp im Webshop nun die Möglichkeit an, den Schweizer Kaffee auch gemahlen zu bestellen. Dabei können Sie aus den Mahlgraden für die Pressstempelkanne (French Press), für Filterkaffee oder für den Espressokocher (Bialetti-Kanne) wählen.

Nach dem Mahlen verpacken wir Ihren Kaffee wieder aromadicht, so dass Sie den vollen Genuss des Aromas geniessen können.

Johannes Lacker

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Kaffeeszene Schweiz

Schweizer und der Filterkaffee

Zum Thema Filterkaffee, welcher in der Schweiz recht unbekannt ist, habe ich heute einen (relativ alten) Artikel auf blogwiese.ch gefunden. Lesen Sie hier!