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Kaffee-Kapseln: Von ausgezeichnet bis miserabel

Wieder-Veröffentlichung vom 18. Nov. 2008

Mit grossem Werbeaufwand kämpfen Kapsel-Hersteller um Kunden. Denn wer einmal solch eine Kaffeemaschine gewählt hat, muss auf Jahre hinaus die dazugehörigen Kapseln kaufen.

kassensturz_w173_h_mIn der heutigen (18.11.) Sendung “Kassensturz” des Schweizer Fernsehens SF (einer Art “Stiftung Warentest”) wurden Kapseln verschiedener (Schweizer) Hersteller getestet (hier das entsprechende Video zur Sendung). Sie sollten sich die vorliegenden Ergebnisse nicht entgehen lassen!

Der Degustations-Test der meist verkauften Kapsel-Kaffees zeigt, welcher am besten schmeckt und sein Geld wert ist.

Ein perfekter Espresso ist die Ausgangslage für einen geschmackvollen Cappuccino. Die Industrie versucht zunehmend, Geschmack in Kapseln zu verpacken. Die Kaffee-Portionen kosten zwischen 32 und 76 Rappen (ca. 26 bis 50 EUR-Cent). Bei Nespresso sind 5,5 Gramm Kaffee in der Kapsel. 5,5 Gramm kosten 50 Rappen (ca. 33 EUR-Cent). Umgerechnet auf 1 Kilogramm sind das stolze 91 Franken (ca. 60,- EUR).

Portionenkaffee ist sehr teuer – da müsste er auch sehr gut schmecken. «Kassensturz» lässt Kapsel-Espressi testen: Von Anna Käppeli, Schweizer Barista-Meisterin, Evelyne Rast Barista-Trainerin von der Gourmet-Rösterei Rast, Ingo Rogalla, ebenfalls Barista-Meister sowie Buchautor und Kaffeemaschinen-Spezialist, Barbara Held, Barista-Trainerin und Röstmeister (bei Rast Kaffee in Ebikon) André Strittmatter.

Patrick Zbinden, Sensoriker und diplomierter Kaffee-Experte, überwacht die Degustation. Die Tester wissen nicht, welchen Espresso ihnen Zbinden serviert. Für den Test verwendet «Kassensturz» von jedem Kapsel-System jeweils die günstigste Maschine, in die nur die Originalkapseln des Herstellers passen. «Kassensturz» schmuggelt ausserdem einen tausendfränkigen Vollautomaten von Jura in den Test. Dort können Kaffeegeniesser die Bohnen ihrer Wahl einfüllen.

Die ersten Resultate sind ernüchternd. Tassimo hat im Test am schlechtesten abgeschnitten. Mit dem dazu gehörigen Kaffee von Mastro Lorenzo, für 39 Rappen die Kapsel, gab’s nur die Note 2*. Nur unwesentlich weniger schlecht ist Caffitaly mit der Gaggia-Maschine und dem dazu gehörigen Kaffee von Chicco D’oro: Note 2,5*.

Bisher verteilte die Jury nur schlechte Noten. Dann ein erster Lichtblick – beim Espresso aus dem Vollautomaten. Ohne es zu wissen, bewerten die Fachleute diesen Kaffee um Klassen besser als den bisherigen Kapselkaffee: Note 5*. Testsieger ist Nespresso mit der Sorte Arpeggio, mit 50 Rappen die zweitteuerste Kapsel im Test.

So gut der Espresso auch schmeckt, Kapselkaffee führt zu gewaltigen Müllbergen – bei allen Systemen. Nespresso produziert täglich Millionen Aluminium-Kapseln. Ein Teil wird rezykliert, doch die Mehrzahl der Kapseln belastet die Umwelt.

Coop schreibt zu den Testresultaten, als typischer Espresso hätte sich der Martello Intenso besser geeignet. Migros sagt, der Delizio-Espresso kommt bei einem breiten Publikum besser an als bei ausgewiesenen Fachpersonen. Und Nestle, die Dolce Gusto vertreibt, teilt mit, bei einem fast identischen Test habe der Espresso von Dolce Gusto als zweitbester abgeschnitten. Hier die Ergebnisse im Einzelnen:

KAPSEL-SYSTEM KAPSEL PREIS NOTE
Nespresso Arpeggio 0.50 CHF 5,5*
Amici Espresso 0.76 CHF 5,0*
Martello Gourmet Gold 0.32 CHF 3,0*
Delizio Espresso 0.38 CHF 3,0*
Tchibo Espresso 0.44 CHF 3,0*
Dolce Gusto Espresso 0.40 CHF 2,5*
Caffitaly Chicco D’oro Espresso L’Italiano 0.43 CHF 2,5*
Tassimo Mastro Lorenzo Espresso 0.39 CHF 2,0*

*) Bitte beachten Sie, dass die “6” die höchste, die “1” die schlechteste Note darstellt.

Soweit der Vorbericht des “Kassensturz”.

Johannes Lacker

P.S.: Den Selbsttest eines interessierten Konsumenten finden Sie hier im Konsumentenblog.

Quelle: Kassensturz, Schweizer Fernsehen, 18.11.2008 / Quelle: pdf-Testbericht, Schweizer Illustrierte

Der grösste Espresso der Welt

Die Schweiz ist nicht nur das Land der Uhren, der Berge und der Schoggi, sondern hier sitzen auch sonst Tüftler in ihrer Werkstatt, um die Welt mit ihren Erfindungen zu beglücken.

Eine dieser technischen Entwicklungen ist die größte Espresso-Maschine der Welt, nämlich der “Swiss Espresso Extractor”. Bei einem Brühvorgang werden 2 kg gemahlene Bohnen in 10 Liter Espresso verwandelt, im Rahmen eines Weltrekordversuches im September 2008 sogar in 11,5 Liter. Der Extraktionsprozess ist derselbe wie bei einer traditionellen Espressomaschine: dieser erfolgt über Zeit, Temperatur, Druck und Kaffeevolumen.

Doch wozu braucht man nun 10 Liter Espresso auf einmal? Die hauptsächlichen Anwendungsgebiete des “Swiss Espresso Extractors” sind Kaffee in Dosen, als Grundstoff für die Süsswarenindustrie (wie Eiscreme, Liköre und Kleingebäcke) sowie für die Milchindustrie (Milchgetränke mit Kaffees).

Hersteller ist die SK Tec SA in Mendrisio TI.

Hier können Sie dem Maschinchen bei der Arbeit zusehen, bitte beachten Sie die grosse Espresso-Tasse:

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=Xl69-C6z1RQ]

Im Coffee Shop würde man mit dem Gerät beim Grossansturm definitiv einiges an Zeit einsparen…

Über den Geschmack des verwendeten Espressos konnte ich allerdings nicht herausbekommen, der Weltrekordversuch wurde im Rahmen des 1. Schweizer Tag des Kaffees bei Chicco d’Oro im Tessin durchgeführt.

Kaffi Schopp im CaT Mannheim

Am vergangenen Mittwoch besuchte ich Rüdiger Elzer vom Mannheimer Café CaT (Coffee and Tea).

Herr Elzer suchte für sein Café einen Filterkaffee, da er für seine Kunden auch handgefilterten Kaffee anbietet. Seine bisher benutzen Kaffeemischungen erbrachten aber nicht den gewünschten Geschmack.

So bat er mich, einige meiner Schweizer Kaffees mitzubringen um diese einmal zu filtern. Ausgestattet mit French Press (Stempelsiebkanne) und Eieruhr machte ich mich auf den Weg nach Mannheim.

Als erstes probierte ich den jetzigen Filterkaffee, den Herr Elzer selber aus einer italienischen Espresso- und einer Crema-Mischung herstellt. Ehrlichgesagt ein ziemlich bitteres und saures Erlebnis.

Dann brühten wir Schweitzers Dunkle Mischung auf. Mit dem Ergebnis waren wir beide aber nicht sehr zufrieden. Aus dem Vollautomaten produziert die dunkle Röstung einen vollaromatischen Kaffee, gefiltert genau das Gegenteil.

Als zweiten Kaffee brühten wir den Chicco d’Oro Tradition auf – meinen absoluten Lieblingskaffee für den Vollautomaten. Der erste Versuch schmeckte noch sehr wässrig, so dass wir die Mahlung feiner stellten. Auch die zweite Brühung überzeugte uns noch nicht so recht. So benutzten wir etwas mehr Pulver (12g) und stellten den Mahlgrad nochmals feiner ein. Und siehe da: vollaromatisch im Geschmack. Auch als Lungo (Espresso mit ca. 120 ml Wasser) war der Geschmack sehr ausgewogen.

Als dritten Kaffee probierten wir die Mischung Tradition der Schwarzwald-Rösterei in Offenburg. Wenn ich vom Aroma der (recht hellen) Bohnen enttäuscht war, so begeisterte mich der Geschmack umsomehr. Vor allem einen sehr langen Abgang zeichnet diese Mischung aus.

Aus den drei getesteten Kaffees ist die Offenburger Tradition mein Favorit. Herr Elzer war aber vom Chicco d’Oro mehr angetan, so dass er ein Kilo behielt. Nun ist die klassische Filtertüte nicht unbedingt das Ideal für einen optimalen Filterkaffee, so dass ich Rüdiger Elzer noch den Einsatz eines Goldfilters empfahl. Ein Papierfilter entnimmt sämtliches Fett aus der zu filternden Flüssigkeit. Das bedeutet, dass sämtliche Geschmacksträger im Kaffee mit herausgefiltert werden. Die Poren beim Dauerfilter (Goldfilter) dagegen trennen rein mechanisch die festen Bestandteile von den flüssigen. Jegliche geschmackliche Beeinflussung wird durch die neutrale Echtgoldauflage verhindert. Nach gleichem Prinzip filtert auch die Karlsbader Kanne, die einen Porzellanfilter aufweist.

Bei meinem nächsten Besuch im Mannheimer CaT werde ich Rüdiger Elzer nach den Reaktionen seiner Gäste befragen, die, auch zu meiner Überraschung, immer wieder nach gefiltertem Kaffee fragen (die Deutschen sind Filterkaffee eben seit Jahrzehnten gewöhnt).

Kaffee von Chicco d’Oro

Das Zusammentreffen mit dem Kaffee

Kaffee von Chicco d’Oro Kaffee führt mich schon bis in das Jahr 2002 zurück, als ich mir einen Traum erfüllen und einen Jura S9 Kaffeevollautomaten kaufen konnte. Dementsprechend musste ich natürlich auch passende Kaffeebohnen für die Maschine verwenden. Und was lag näher, als mir einen italienischen Lavazza Espresso zu kaufen? Leider schmeckte mir dieser Kaffee überhaupt nicht, er war mir viel zu bitter.

Kaffee für den Vollautomaten Chicco d'Oro

Kaffee für den Vollautomaten Chicco d’Oro

Bei einem meiner regelmäßigen Besuche in der Schweiz kaufte ich deshalb ein Kilo des Kaffees auf Vorrat und brachte diesen mit nach Deutschland.

Und wieder hatte ich mein Aha-Erlebnis: der Kaffee schmeckte auf Anhieb, voll und rund im Geschmack. Und nicht nur mir gefiel diese Röstung, meine Frau, zwei Freundinnen meiner Frau, meine Schwester, alle waren von dieser Röstung aus der Schweiz begeistert. Also musste ich bei den kommenden Besuchen in der Schweiz alle legalen Möglichkeiten ausnutzen und soviel Kilogramm Chicco d’Oro Tradition über die Grenze bringen wie möglich, um mein Umfeld mit diesem Kaffee zu versorgen. Und glücklicherweise fand ich auch noch einen deutschen Kaffeevertrieb, der den Kaffee über das Internet vertreibt.

Chicco d’Oro Kaffee eignet sich für den Kaffeevollautomaten

Der Chicco d’Oro Tradition ist nach wie vor mein Kaffee für alle Tage, er ist optimal geeignet für den Einsatz im Kaffeevollautomaten.

Chicco d'Oro

Chicco d’Oro

Die Rösterei Chicco d’Oro (dt: Goldbohne) sitzt in Balerna im Tessin, nördlich von Chiasso. Informationen zur Rösterei finden Sie hier. Die Mischung Tradition von Chicco d’Oro verbindet die italienische Espressokultur mit den typischen Charakterzügen des Schweizer Kaffees: er ist vollaromatisch, säurearm und ist handwerklich geröstet. Mit diesem Kaffee von hat sich Chicco d’Oro nicht nur in der Schweiz einen Namen gemacht. Er ist einer der beliebtesten Espressi der Eidgenossen. Und obwohl als Espresso ausgewiesen, eignet sich die Mischung Tradition auch perfekt als würziger Schümli Kaffee. Ein echter Allrounder für den Kaffeevollautomaten.