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Blaser Kaffee positioniert sich neu

Blaser Café aus Bern, vor allem bekannt mit seiner Kaffeemischung Lilla e Rose, positioniert sich im deutschen Kaffeemarkt neu.

Vorangetrieben wird diese Neuausrichtung bereits seit längerem durch den Deutschland-Importeur von Blaser Café, Merkel Kaffeegroßhandel aus Bad Friedrichshall. Bis zur (bei den damaligen Händlern umstrittenen) Einführung des General-Importeurs wurde Blaser Kaffee durch die jeweiligen Händler selbst importiert. In erster Linie wurden die Kaffees aus Bern durch Heinrich Schwarz, verantwortlich für den Online Shop aromatico.de, nach Deutschland gebracht. Seit 2009 kamen wir mit Kaffi Schopp dazu.

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Seit zwei Jahren ist nun Merkel Kaffeegroßhandel für Blaser Café deutschlandweit verantwortlich. Merkel Kaffeegroßhandel bediente in diesem Zeitraum vor allem die Gastronomie und den stationären Einzelhandel. Der Online Einzelhandel wird nun aber ebenfalls neu ausgerichtet. Nach unseren Informationen listet aromatico.de Blaser Café aus und forciert im Gegenzug den Verkauf der Röstungen von Café Badilatti, einer Schweizer Rösterei aus dem Engadin.

Um die Auslistung bei aromatico.de aufzufangen, wird Blaser Café künftig in Deutschland über die Online Shops kaffeezentrale.de, coffee24.de, espresso-international.de und kaffischopp.de vertrieben.

Mit dieser Neuausrichtung im Online Vertrieb führt Blaser Café auch eine neue Preisstruktur in Deutschland ein. Die Kaffees werden in der Preislage um die EUR 25,00 platziert und rangieren damit im Bereich der (preislichen) Oberklasse. Damit sind die Kaffees in Deutschland deutlich höher angesiedelt als in der Schweiz selbst, auch wenn man deutsche Kaffeesteuer und Transportkosten berücksichtigt.

Inwieweit dies Auswirkungen auf das Einkaufsverhalten der durchaus zahlreich vorhandenen Stammkunden haben wird, wird sich zeigen. Fakt ist, dass die Kaffees aus Bern bisher zu günstig im Markt platziert waren. Kalkulatorisch hätten die Röstungen im Bereich von EUR 23.50 bis 23.90 liegen müssen, was aber durch den Marktführer nicht umgesetzt wurde.

Wir selbst übernehmen die neue Preisstruktur zum 01. Juni, sind aber ehrlicherweise relativ skeptisch, was den künftigen Abverkauf angeht. Bisherige Blaser Café Kunden werden den Sprung um EUR 3,00 pro Kilo kaum mitgehen, zumal es auf dem Kaffeemarkt durchaus Alternativen zum Lilla e Rose gibt. So werden die künftigen Blaser Café Online Händler vor allem neue Kunden für die Kaffees aus Bern gewinnen müssen.

Die Zukunft wird zeigen, wie die bisherigen Blaser Kunden reagieren werden. Uns haben schon Rückmeldungen erreicht, dass sich Kunden neu orientieren.

Es bleibt also spannend.

Johannes Lacker

Blaser Kaffee führt Generalimporteur für Deutschland ein

Blaser Café aus Bern, lange schon auf dem deutschen Kaffeemarkt tätig, führt zum 01. Februar einen Generalimporteur für Deutschland ein.

Ziel ist es, die Marke Blaser Café in Deutschland weiter zu stärken und “qualitativ hochstehende Wiederverkäufer und Kunden”, wie es im Anschreiben von Blaser Café heisst, zu gewinnen.

Dass Blaser Kaffee sich in Deutschland neu aufstellen will, war mir schon lange bekannt. Den Generalimporteur selbst, Walter Merkel, kenne ich auch schon seit gut 2 Jahren. Ein sehr umtriebiger Mann, der sich wirklich ins Zeug für die Marke Blaser legt. Allerdings bezieht sich diese Aktivität in erster Linie auf den HoReCa Markt (Hotel, Restaurants, Catering), im (Online-) Einzelhandel ist er noch nicht engagiert (zumindest in meiner Wahrnehmung).

Glücklich bin ich über die Entscheidung, einen Generalimporteur zu etablieren, nicht.  Aus Erfahrung mit der Rösterei Cafè Badilatti weiss ich, dass Importeure in erster Linie die Gastronomie im Blick haben und erst in zweiter Linie die Wiederverkäufer bzw. Einzelhändler. Mit der Gastronomie kann eine Rösterei in der Regel mehr Umsatz erreichen, als mit einem kleinen Einzelhändler. Deswegen wäre ich sehr froh gewesen, wenn man mich weiterhin die Ware direkt in Bern hätte beziehen lassen und lediglich die HoReCa-Sparte über den Importeur abgewickelt hätte.

Unschön ist für mich als Online-Händler ebenfalls das Ziel, weitere Online-Händler für Blaser Café zu gewinnen. Im Moment ist die Zahl derer, die Blaser Kaffee im Sortiment führen, mit 5 oder 6 Shops überschaubar. Logisch ist, dass der Kuchen für den Generalimporteur noch wachsen mag, für den einzelnen Händler wird die Marke damit aber immer uninteressanter. Bei der riesigen Zahl deutscher und italienischer Röstereien, deren Kaffee im Internet zu bestellen ist, wird die Schweizer Marke Blaser beim einzelnen Händler kaum das Potential abrufen können, welches in der Marke liegt.

Wie man sich leicht denken kann, steigen nun ebenfalls die Preise für den Einkauf und damit für den Endkunden. Fakt ist allerdings auch, dass die Preise für Blaser Café seit meinem Einstieg in den Handel mit Kaffee aus der Schweiz stabil geblieben sind. Alle steigenden Rohkaffeepreise und vor allem das Mißverhältnis von Schweizer Franken zu Euro wurden bisher von mir und den anderen Blaser Café Händlern in Deutschland aufgefangen.

Mit der Einführung des Generalimporteurs geht das nicht mehr. Deshalb werden auch wir bei Kaffi Schopp die Preise für Blaser Kaffee zum 01. Februar 2012 anheben – in der Regel um etwa EUR 1,50 pro kg. Der Bestseller im Blaser Café Sortiment, der Lilla e Rose, erhöht sich auf EUR 21,40 (plus EUR 1,60).

Wir freuen uns, wenn Sie der Marke Blaser Kaffee treu bleiben. Ansonsten stöbern Sie gerne in den virtuellen Regalen des Kaffi Schopp.

Ihr

Johannes Lacker

Kaffeehandel Schweiz mit Bio Zertifizierung

Durch meine frühere Tätigkeit als Filialleiter bei Alnatura liegen mit ökologisch produzierte Lebensmittel sehr am Herzen.

Dennoch habe ich sie bisher im Online Shop des Kaffi Schopp nicht angeboten. Dies hatte vor allem einen Grund: in meinen Augen kauft der Bio-Kunde vor allem dort, wo er Wahrhaftigkeit im Angebot und Sortiment wahrnimmt.

Und diese Wahrhaftigkeit sah ich bisher im Online Sortiment des Kaffi Schopp wenig gegeben. Das liegt vor allem daran, dass mein Thema “Schweizer Kaffee” ist und es nur wenige Kaffeeröstereien in der Schweiz gibt, die (fast) ausschliesslich ökologisch produzierten Kaffee anbieten (wie z.B. Bertschi Café, Henauer Kaffee oder derkaffee.ch). Die meisten der bekannten Schweizer Röstereien produzieren konventionell, liefern aber eben auch z.T. sehr bekannte Kaffeemischungen (wie z.B. der Lilla e Rose von Blaser Café aus Bern). Auf diese bekannten Kaffees wollte ich ganz bewusst nicht verzichten, da Schweizer Kaffee in Deutschland ohnehin für mich ein Experiment war.

Durch meine intensive Zusammenarbeit mit der Rösterei Sirocco in Schmerikon am Oberen Zürichsee kam ich jedoch auch in Berührung mit deren neu lanciertem Sortiment von Bio Tees. Mit Ralph Grüniger, dem Inhaber der Rösterei, besprach ich den Vertrieb für Deutschland, wies aber darauf hin, dass ich als Betrieb nicht bio-zertifiziert sei und damit keine Bio-Produkte verkaufen dürfe.

Da aber sowohl Ralph Grüniger als auch ich vom Erfolg des Bio Tee Sortimentes von Sirocco überzeugt waren (und sind), bin ich die Zertifizierung nun doch angegangen.

Nachdem ich mir einige Angebote deutscher Öko-Kontrollstellen eingeholt hatte (diese sind privatwirtschaftlich organisiert und rufen damit unterschiedliche Kosten für die Zertifizierung auf), habe ich mich Mitte Mai durch die Öko-Kontrollstelle 037 (aus Straubing) der Zertifizierung unterzogen und kann nun offiziell Bio-Produkte verkaufen.

Davon profitieren ebenfalls meine Kaffee Kunden, denn auch die Rösterei Turm Kaffee bietet einen Max Havelaar Bio Kaffee an, den ich bisher nicht im Sortiment hatte. Ausserdem überlege ich mir, das Bio Kaffee Sortiment auszubauen, wobei ich dabei zur Zeit zur Kaffeerösterei Henauer aus Höri tendiere. Sie dürfen also gespannt sein, wie sich das Bio Sortiment im Kaffi Schopp weiter entwickelt.

Johannes Lacker

P.S.: Hier mein Bio-Zertifikat (als *.pdf)

In Zürich entsteht ein Kaffee-Kompetenz-Zentrum

Nachdem ich ein paar Tage Weihnachtspause eingelegt habe, geht es heute weiter mit meinen Berichten rund um die Schweizer Kaffeeszene. Im Schweizer Internet-Magazin foodaktuell.ch fand ich gestern folgenden Artikel, der sich um die Einrichtung eines weiteren Kaffee-Kompetenz-Zentrums in der Schweiz dreht:

zhawDas Departement für Life Sciences und Facility Mangement der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaft (ZHAW) in Wädenswil ist sehr aktiv im Bereich der Weiterbildung und bietet öffentliche Kurse in einem wachsenden Spektrum an. Nächstes Jahr kommt ein umfangreicher Kurs über Kaffee dazu. «foodaktuell.ch» hat den Initiator und Leiter dieses Kurses, Chemiedozenten Chahan Yeretzian, dazu befragt.

fa: Welches Ziel verfolgt die ZHAW mit dem Kaffeekompetenz-Zentrum?
Wir wollen ein Schweizer Kaffeekompetenz-Zentrum aufbauen, das ein schweizweit einzigartiges Ausbildungsprogramm mit Diplom im Fachgebiet Kaffee anbietet. Dabei fokussieren wir auf schwarzen Kaffee, d.h. wir überlassen die Aspekte der Milch anderen Experten. Diese sind heute durch ein vielfältiges Angebot von Barsista-Kursen kompetent abgedeckt.

fa: Was prädestiniert die ZHAW dazu? Es sind in meinen Augen hauptsächlich zwei Gründe: Einerseits besitzt der Standort Wädenswil ein ausgeprägtes interdisziplinäres und praxisorientiertes Profil, welches die Institute für Chemie und Biologische Chemie, Biotechnologie, Lebensmittel und Getränkeinnovation, Umwelt und Natürliche Ressourcen, und Facility Management innerhalb eines Departements vereinigt. die interdisziplinäre Ausrichtung des Departements eignet sich für das komplexe Thema ganz besonders, um das Fach Kaffee in der nötigen Breite und Tiefe zu behandeln. Andererseits sind in Wädenswil wichtige Kompetenzen im FachgebietKaffee bereits vorhanden. Seit Beginn dieses Jahres bin ich, nach zwölf Jahren Forschungstätigkeit bei Nestlé, insbesondere als Forschungsleiter im Bereich Kaffee, zur ZHAW gestossen, mit der Idee, hier eine Ausbildungsstätte für Kaffee zu initiieren. Die dynamische und hoch entwickelte Kaffee-Industrie bildet dazu ein ideales Umfeld, zu dessen Entwicklung wir aktiv beitragen wollen.

fa: Warum gerade Kaffee, der nicht in der Schweiz wächst? Dass hier Kaffee nicht gedeiht, ist ein Handicap, das die Schweiz mit den meisten wichtigen Konsumländern teilt. Die Schweiz ist jedoch führend in verschiedenen Bereichen der Kaffee-Wertschöpfungskette, und Kaffee ist heute eine boomende Branche der Schweizer Wirtschaft. Tatsache ist: Löslicher Kaffee, portionierter Kaffee (Kapseln) und die Kaffeevollautomaten wurden in der Schweiz erfunden. Heute wird die ganze Welt von der Schweiz aus mit Nespresso-Kapseln beliefert. Fast 70% des weltweiten Rohkaffeehandels wird über Schweizer Firmen abgewickelt. Die Schweiz ist weltweit führend im Bau von vollautomatischen Kaffeemaschinen. Nespresso, der weltweit grösste Kaffeeröster, sowie Nestlé (mit Nescafé) haben ihren Hauptsitz in der Schweiz. Und nicht zuletzt: Schweizer lieben qualitativ hochstehenden Kaffee.

fa: Besteht schon eine Infrastruktur für die Kaffeeforschung?
Das Institut für Chemie und Biologische Chemie(ICBC), das jüngste Mitglied der Departments für Life Sciences, welches erst vor zwei Jahren von Winterthur nach Wädenswil gezogen ist, arbeitet im Augenblick mit Elan am Aufbau moderner Laboratorien, welche wichtige Bereiche der Kaffee-Chemie abdecken. Auch werden junge Forschungsmitarbeiter angestellt, welche die nötigen Kompetenzen und Interessen mitbringen um eine leistungsfähige Forschung, in Zusammenarbeit mit der Schweizer Kaffee Industrie, auf die Beine zu stellen.  Weiter besitzt das Institut für Lebensmittel und Getränkeinnovation eine langjährige und erfahrene Sensorikabteilung und eine Aromaanalytik. Bereits haben die beiden Institute gemeinsam Kaffee Projekte mit der Industrie akquiriert. Die anderen Institute des Departements haben in der Vergangenheit vereinzelte Erfahrungen zum Thema Kaffee gewinnen können, und werden entsprechend ihrer Kompetenzen diese in das Programm einbringen. Für grossere Projekte können Forschungsassisten Projekte übernehmen. Diese sind nicht an zeitliche und finanzielle Rahmen gebunden und können auch mittelfristig erweitert werden falls das Projekt es erfordert.

fa: Die ZHAW ist ein wichtiges Zentrum der Ausbildung für Önologen und weist bis heute Kompetenzen im Bereich Wein auf. Ist Wein aus Ihrer Sicht ein Vorbild für Kaffee, wie es heute oft propagiert wird? Wein ist nur bedingt ein Vorbild für Kaffee. Zwar ist beim Wein das Terroirkonzept viel weiter entwickelt, aber beim Kaffee geschieht viel mehr Entscheidendes an der Front und beim Konsumenten selber, so dass sich die Önologen eher am Kaffee orientieren könnten. Der Konsument öffnet nicht nur eine Flasche sondern mahlt die Bohnen, brüht das Getränk und fällt viele wichtige Entscheide die zur Qualität des Getränkes wesentlich beitragen. In der Gastronomie wird dies oft ergänzt durch Baristakunst. Die persönliche Teilnahme in der Zubereitung des Kaffees erfordert eine praktische Kompetenz von jedem, und dies unterscheidet Kaffee deutlich vom Wein.

fa: Sucht die ZHAW Sponsoren, um Pilotplant-Maschinen zu finanzieren? Allenfalls ja, aber im Augenblick kann ich nichts Genaueres dazu sagen.

fa: Unter welchen Bedingungen nehmen Sie Forschungsaufträge entgegen? Studentische Arbeiten über ein Thema eines Auftraggebers sollen kostendeckend sein. Eine Bachlorarbeit dauert etwa drei Monate (Juni bis August), im Anschluss ans letzte Semester der Bachelor Ausbildung. Master-Arbeiten liegen auf einem höheren Niveau und Umfang (1 Jahr). Für kleinere Aufträge kommen Semesterarbeiten in Frage.

Der Kaffee-Kurs beginnt im Herbst 2009. Das Kurskonzept ist interdisziplinär und umfasst alles von Anbau, Technologie, Chemie, Sensorik, Getränkzubereitung, Handel, Marketing bis zu sozialethischen Aspekten. Der Kurs ist ein Teilzeitstudium von 26 ganzen Tagen Vorlesungen, Workshops und Case-Studies in Wädenswil, jeweils am Freitag. Die Kurssprache kann je nach Teilnehmerprofil Englisch, Deutsch oder Französisch sein. Die Schlussprüfungen beinhalten schriftliche und sensorische Examen. Zugelassen sind nicht nur Hochschulabsolventen sondern auch Fachleute mit Berufserfahrung im Kaffeegeschäft oder bei ähnlichen Genussmitteln wie Tee, Kakao oder Wein. Die Dozenten stammen von der ZHAW oder sind Kaffeeexperten aus der Praxis.

Wie schon im Artikel erwähnt, gibt es in der Schweiz noch andere Kaffee-Kompetenz-Zentren, die aber vor allem die Barista-Schulung in den Vordergrund stellen, also die Arbeit am Gast mit Espresso-basierten Milchmixgetränken sowie die Maschinenkunde. Dies sind die SCAE Kaffeekurse bei Blaser Kaffee (Bern) oder La Semeuse (La Chaux-de- Fonds), das Schaerer Coffee Competence Center in Moosseedorf BE und die Schulungen bei Rast Kaffee in Ebikon LU.

Schweizer Kaffee und Schweizer Schokolade online kaufen im Kaffi Schopp

Der Webshop des Kaffi Schopp bietet Schweizer Kaffee als Schümli, Mocca und Espresso der Schweizer Kaffeeröstereien

Bogen Kaffee bietet Schweizer Kaffee als Schümli und Espresso.

Blaser Kaffee bietet Schweizer Kaffee – Schümli und Espresso

Cafè Badilatti bietet Schweizer Kaffee Schümli und Espresso.

Café La Semeuse bietet Schweizer Kaffee als Schümli und Espresso

Rast Kaffee bietet Schweizer Kaffee als Schümli  und Espresso.

Idilio Origins Premium Swiss Chocolate bietet feine Schweizer Schokolade als feine Bitterschokolade