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Kaffeeröstereien

Rast Kaffee in Ebikon LU

230_rast_logo_grossDie Rösterei Rast in Ebikon (in der Nähe von Luzern) konnte ich bisher nicht besuchen, dennoch gehört sie zu den führenden Kaffeeherstellern in der Schweiz. Nicht weniger als der “perfekte Kaffee” ist der Anspruch des Teams um Markus Rast, dem Inhaber der Rösterei.

Familie Rast und deren Mitarbeiter sind als Kompetenzen in der gesamten Schweiz gefragt, sowohl Markus Rast und vor allem auch der Röstmeister André Strittmatter treten immer wieder in Erscheinung, wenn es um Qualitätsaussagen zum Thema Kaffee geht.

Auf dem, auch abseits des Schweizer Kaffees, sehr interessanten Blog von Wolfredo finden Sie einen ausführlichen Bericht aus Ebikon.

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Kaffeeröstereien

"Gentile" – Best of Swiss Gastro 2008

Vor einigen Tagen hatte ich Ihnen das Restaurant “Gentile” in St. Gallen vorgestellt, welches seine Gäste auch mit seinem Kaffeekonzept zu überzeugen weiss.

Nun konnte das Team des “Gentile” auch die Fachjury des Best of Swiss Gastro Awards 2008 überzeugen und in der Kategorie “Trend” gewinnen. Das “Gentile” konnte mit seinem Innovationsgeist und der Idee der “bedienten Selbstbedienung” bei der Jury voll punkten.

Das Gentile ist ein modernes Restaurant, das über den ganzen Tag hinweg frische, gesunde und warme Speisen anbietet. Ziel ist die Kombination von Haute Cuisine und Take away. “Time to eat”, so lautet das entspannte Motto. Die Einrichtung wartet auf mit zwei riesigen Kronleuchtern, welche die offene, schwarz-weiss geflieste Küche in warmes Licht tauchen.

 

Auch Roger Bähler, Geschäftsführer von  Turm & Bogen Kaffee aus St. Gallen, freut sich über diese Auszeichnung, liefert er doch den Kaffee für das Gentile.

Kaffi Schopp gratuliert Köbi Nett und seinem Team des “Gentile”,

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Kaffee & Espresso Kaffeeröstereien

Bogen Kaffee Espresso, Edel und Mokka

Heute habe ich einen Verkostungs-Marathon hinter mir. Dabei durfte ich drei Mischungen der Rösterei Bogen Kaffee aus Schaffhausen probieren.

Als erstes brühte ich mir den Mokka, wie immer in der French Press, auf.  Schon beim Öffnen der Folienverpackung verströmte die Mischung einen intensiven und typischen Kaffeegeruch. Die Bohnen glänzen, sind von mitteldunkeler Farbe und haben einen leicht rauchigen Geruch. Augebrüht entwickelt der Mokka ein erdiges Aroma, schmeckt würzig intensiv nach Kaffee (nach was eigentlich sonst?) und hat einen volumigen Körper. Auch der lang anhaltende Abgang hat mich begeistert. Als Schümli aus dem Vollautomaten hat die Mokka Mischung eine tolle Crema, die auch dem professionellen Barista viel Freude bei der Arbeit machen dürfte. Die Arabica-Bohnen stammen aus Brasilien, Costa Rica, Guatemala, Malabar und von der Insel Java, der Robusta-Anteil ebenfalls von Java.

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Ein wenig Mühe hatte ich mit der Edel Mischung, die einer traditionellen Wiener Röstung entspricht. Diese Mischung besteht zu 100 % aus Arabica Bohnen, so dass die Crema weniger standhaft ist. Erst nachdem ich mit der Temperatur etwas heruntergegangen (Auslauftemperatur sollte weniger als 86°C haben)  und die Mahlung feiner eingestellt hatte (Mahlgrad 5), kam aus dem Vollautomaten ein befriedigendes Ergebnis. Auffallend war die rostrote Färbung nach dem Aufbrühen im Automaten (siehe Foto). Wenn man dann aber die Einstellungen bei Mühle und Maschine gefunden hat, genießt man einen Kaffee von feinem, edlen Geschmack der mit seiner feinen Säure überzeugt. Die Mischung hat einen anhaltenden, leicht rauchigen Abgang. Die Bohnen stammen aus Mittelamerika (Brasilien, Costa Rica, Guatemalar, Salvador) und Asien (Malabar, Sumatra),

bogenkaffeeespresso_klAls dritten Kaffee versuchte ich die Espresso Mischung. Beim Bohnenbild fielen mir ein paar “angekohlte” Bohnen auf, was für eine typisch (süd-) italienische (dunkle) Espresso-Röstung spricht. Die Espresso-Mischung hat einen tollen schokoladigen Edelbittergeschmack und einen lang anhaltenden, rauchigen Abgang. Als Espresso aufgebrüht erinnert die Espresso-Mischung geschmacklich an Lebkuchen, die Crema war ebenfalls sensationell. Dieser Kaffee war für mich wirklich das Highlight der heutigen Verkostungsreihe.

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Zu guter Letzt noch ein paar Worte zur Rösterei Bogen Kaffee. Wirtschaftlich zur St.Galler Turm Handels AG gehörend, liegt der Standort der Rösterei jedoch in der Schaffhausener Kesselstrasse 12. Sie stellt damit die einzige Kaffeerösterei im Kanton Schaffhausen dar. Hier werden die Röstmischungen, entgegen des Prozederes bei Turm Kaffee, erst nach dem Rösten gemischt. Hintergrund ist, dass bei Bogen Kaffee “handwerklicher” geröstet wird, d.h. der Röstvorgang ist nicht automatisiert (und computergesteuert) sondern wird vom Röstmeister persönlich überwacht. So können die Eigenarten bestimmter Rohkaffees noch besser herausgearbeitet und in eine geschmackliche Vielfalt umgesetzt werden. Bei Bogen Kaffee werden im übrigen die weit verbreiteten Probat-Trommelröster verwendet.

Nachdem ich meine Verkostungsreihe mit Bogen und Turm Kaffee abgeschlossen habe, sind meine – ganz persönlichen – Favoriten die Tosca Mischung (als Schümli) von Turm Kaffee und der Espresso (eben als Espresso) von Bogen Kaffee.

Johannes Lacker


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Turm Kaffee & Bogen Kaffee

turmkaffee-009_klHeute erhielt ich eine grosses Paket mit verschiedenen Röstungen von Turm Kaffee aus St. Gallen bzw. Bogen Kaffee aus Schaffhausen. Ich stand mit glänzenden Augen davor…

Ich freue mich schon auf das Verkosten und werde dann in den nächsten Tagen berichten!

 

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Es tut sich was im Emmental

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Langnau im Emmental

In Langnau im Emmental arbeitet gerade Roger Wittwer an der Gründung seiner eigenen Kaffeerösterei. Lassen Sie sich überraschen. Wir freuen uns schon auf die Kaffees aus dem Emmental und halten Sie natürlich auf dem Laufenden – auf kaffeeschmiede.ch läuft der Countdown…

 

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Kaffeeröstereien

Illy Café (Thalwil) vs. Illy (Triest)

Jedem Kaffee-interessiertem Schweiz-Besucher ist es vielleicht schon einmal aufgefallen: die auch in Deutschland bekannte Kaffeerösterei Illy tritt in der Schweiz irgendwie anders auf. Das liegt daran, dass es in der Schweiz noch eine Rösterei Namens Illy gibt, nämlich Illy Café aus Thalwil:

Zu den Espressopionieren der Schweiz zählte Ernesto Illy. Zusammen mit dem Schweizer Carlo Seitz gründete der Spross der italienischen Kaffeedynastie Illy 1939 die unabhängige Rösterei Illycafé. In der turbulenten Zeit des zweiten Weltkriegs musste Illycafé die Produktion wieder einstellen. Erst in den Nachkriegsjahren konnte sich das Unternehmen mit seiner Erfolgsformel „Schweizer Qualität und italienische Leidenschaft“ endgültig durchsetzen. Inzwischen ist Illycafé aus Thalwil längst eine etablierte Spezialitätenrösterei. Die eleganten Arabica-Röstungen der Gourmet-Serie von Illycafé gehören zu den exklusivsten Kaffeespezialitäten, die in der Schweiz hergestellt werden.

Weil die Rechte der Marke Illy in der Schweiz dem unabhängigen Unternehmen Illycafé gehören, in der ganzen übrigen Welt aber Illy Triest, kann der Name Illy etwas Verwirrung stiften. Wer in der Schweiz Illy kauft, bekommt Kaffee von Illycafé aus Thalwil. Selbstverständlich ist auch der Illy-Kaffee aus dem italienischen Triest in der Schweiz erhältlich. Er wird unter dem Namen Amici vertrieben.

Quelle: Limmattal.org

Haben Sie es gewusst? Probieren Sie doch einfach mal bei Ihrem nächsten Besuch in der Schweiz Illy Café aus Thalwil. Sie werden begeistert sein!

Lesen Sie ergänzend einen Bericht über einen Besuch bei Illy Café in Thalwil.

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Schweizer Kaffee-Importeure und -Röster einigen sich auf ein neues Qualitätssystem

Am 26. September, dem ersten Tag des Kaffees in der Schweiz, hat der Schweizerische Verband der Kaffee-Importeure und -Röster (SVK) sein neues Qualitäts-System für das Gastgewerbe vorgestellt. Anvisiert wird eine hohe Qualität, eine klare Positionierung, ein verstärktes Begleiten der Kunden – kurz: ausgezeichneten Kaffee für die Gäste in Café, Restaurant und Hotel. Das System basiert auf den drei Pfeilern Rohstoff, Verarbeitung und Support.

Der Kaffee-Rohstoff soll beispielsweise maximal 18 Monate alt sein, die Lots müssen eine Qualitätsbeschreibung gemäss den Normen der International Coffee Organization ICO tragen und werden regelmässig kontrolliert. Sie sollen mindestens bis auf die Stufe Exporteur zurückverfolgt werden können. Bei der Verarbeitung wird die Qualität wichtiger eingeschätzt als die Minimierung des Röstverlusts. Das Röstprofil soll konstant sein, ebenso die Zusammensetzung. Die Deklarationen sollen klar sein und den Verordnungen entsprechen. Gut ausgebildete Baristi und Coffee Masters werden künftig Mitarbeitende der Kunden fachtechnisch ausbilden. SVK-Mitglieder, die alle Qualitätsrichtlinien erfüllen, werden mit einem Gütesiegel ausgezeichnet.rd

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Blaser Café Lilla e Rose

Wie schon angekündigt verkoste ich gerade die Mischung Lilla e Rose der Rösterei Blaser in Bern.

Die Kaffeefirma Blaser, welche 1922 gegründet wurde, gehört zu 100% der Gründerfamilie und ist damit in der Schweizer Kaffeebranche eher eine Ausnahme. Das gesamte Unternehmen (inkl. der auf den Rohkaffeehandel spezialisierten Blaser Trading AG) wird von Markus Blaser geführt. Mit Marc Käppeli hat ein Vertreter der vierten Generation die Geschäftsführung der Blaser Café AG (Röstkaffee – und Teehandel) übernommen.

Blaser Café ist eingebettet in die internationale Elite der Barista-Szene und so wurden mit der Mischung Lilla e Rose bereits viermal die Schweizer Barista Meisterschaften gewonnen.

Die Lilla e Rose Mischung besteht aus den 12 besten Arabica Kaffeebohnen aus Mittel- und Südamerika. Jede Bohnensorte wird noch vor dem Mischen separat langsam (zwischen 12 und 18 Minuten) in der Drehtrommel geröstet, was den optimalen Röstgrad jeder Kaffeebohne gewährleistet und dementsprechend auch die beste Qualität ergibt.

Doch hier meine perönlichen Eindrücke zu Lilla e Rose:

Was mir gleich beim Öffnen der Kaffeetüte auffiel, war der intensive Kaffeeduft, sehr angenehm und vollaromatisch. Das Aroma macht wirklich gleich Lust auf Mehr. Als erstes trank ich Lilla e Rose als Espresso (soweit den ein Vollautomat überhaupt herstellen kann). Ehrlichgesagt hätte ich, nach dem tollen Duft, ein intensiveres Geschmackserlebnis erwartet. Mir fehlte etwas das Volumen. Was mich jedoch begeisterte, war die feine Eleganz des Kaffees. Fruchtig mit langem Abgang (der Kaffeegeschmack verbleibt noch lange auf der Zunge).

In der Siebträgermaschine entwickelt der Lilla e Rose tolle florale Aromen. Das dies auch dem gewünschten Geschmacksprofil entspricht, zeigen die floralen Ornamente, die sich auf der Verpackung des Lilla e Rose finden. Und der Name “Lilla e Rose” (“Flieder und Rose”) ist in dem Fall wirklich Programm.

In meinen Augen groß in Form kommt Lilla e Rose in Verbindung mit Milch. Als Cappuccino wirklich intensiv im (leicht süsslichen) Geschmack, so dass ich gerne zur zweiten (und dritten) Tasse greife.

Fazit: mir als Espresso zu mild, aber für Cappuccino und Latte Macchiato eine echte Empfehlung.

Ergänzend dazu noch eine weitere Beurteilung der Mischung Lilla e Rose von Blaser im Gilco-Blog. Und soll ich jetzt noch eine vierte Tasse dieses Schweizer Kaffees geniessen(?) … keine Frage!

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Schweitzers Dunkle Röstung

Heute zu Wochenbeginn möchte ich Ihnen eine Kaffeemischung vorstellen, die ich Ihnen eigentlich nicht vorstellen dürfte, da sie diesen Kaffee nicht über “Kaffi Schopp” beziehen werden können. Auch stammt er nicht aus einer kleinen Schweizer Rösterei, sondern im Gegenteil aus der größten in der Schweiz, nämlich der Delica AG in Birsfelden (Kanton BL). Sie gehört zur MIGROS Gruppe, dem größten Einzelhandelsunternehmen in der Schweiz. Etwa 14.000 Tonnen Rohkaffee werden jedes Jahr in Birsfelden geröstet.

Im Rahmen meiner Vorbereitungen für “Kaffi Schopp” habe ich auch “Schweitzers” Dunkle Röstung verkostet. Wenn man sich das Bohnenbild anschaut, findet man schon die eine oder andere Bruchbohne, was dafür spricht, dass hier im industriellen Maßstab geröstet wird. Dennoch war ich wirklich über den Geschmack positiv überrascht. Kräftig und vollaromatisch begeistert diese Röstung durch das typische Schweizer ‘Schümli’-Kaffee-Aroma. Der Kaffee eignet sich dabei hervorragend für den Kaffee-Vollautomaten oder Siebträgermaschinen und kann als Kafi Nature, Kafi Crème oder mit Milch getrunken werden.

Die dunkle Röstung von “Schweitzers” ist ein Versuch wert.

P.S.: die MIGROS schreibt sich zwar mit einem “S” am Ende, spricht sich aber “Migro”.

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Mäder Creme Schümli

Aktuell in der persönlichen Verkostung habe ich die Creme Schümli Mischung der Rösterei Mäder.

Für diese Mischung werden helle und dunkle Kaffeebohnen (sprich unterschiedliche Röstgrade) gemischt. Die einzelnen Rohkaffees wurden alle einzeln im Langzeitröstverfahren schonend veredelt und ergeben so einen ausgewogenen Genuss. Gebrüht erhalten Sie ein mildes Aroma, vereint mit einer kräftigen Note. Optimal für Kafi Nature, Kafi Crème oder einen milden Espresso.

Als Espresso getrunken, ist er milder als z.B. der Chicco d’Oro Tradition, den ich insgesamt runder im Geschmack finde. Als Basis von Kaffeespezialitäten mit Milch allerdings, also einem Latte Macchiato oder einem Cappucchino, ist er wunderbar geeignet (zumindest nach meiner persönlichen Einschätzung).

Meine Frau, die immer sehr kritisch auf Wechsel bei den von mir eingesetzten Kaffeemischungen reagiert, hat die Creme Schümli Mischung von Mäder als gut empfunden.

Die Rösterei Mäder, die selbst in Deutschland sitzt, lässt in Uznach (Kanton SG) im Schweizer Qualitäts Röst Center (kurz SQRC) rösten und importiert dann den Kaffee nach Deutschland. Eigentümer des SQRC sind Roland Breithaupt (Mäder Kaffee) und Ernst Rickli (Real Café).