Archiv der Kategorie: Eine Tasse Kaffee mit…

Hier stellen sich ausgewiesene Kaffeekenner unseren Fragen. Lernen Sie dabei die Rösterei-Chefs unserer Kaffeeröstereien kennen. Persönliche und fachliche Themen rund um den Kaffee werden von uns angesprochen und offen beantwortet.

Teil 4 unserer Interview Serie: Auf eine Tasse Kaffee mit Hoppenworth & Ploch

Fortsetzung der Interview Serie Teil 4: Mit Kaffeerösterei Hoppenworth & Ploch:

Diese Woche begrüßt der KaffiSchopp den Kaffee der Rösterei Hoppenworth & Ploch im Sortiment. Aber davor mussten sich die Deutschen Spezialitätenkaffee Röstmeister 2018 natürlich unseren Interview Fragen stellen.

 

RÖSTEREI

RÖSTEREI

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Teil 3 unserer Interview Serie: Auf eine Tasse Kaffee mit Peter Demmel

Kaffee-Sommelier Peter Demmel

Fortsetzung der Interview Serie Teil 3:

6 Jahre später und wir möchten euch zum Thema Kaffee, im Rahmen unserer Interview Serie, die Rösterei Demmel erneut vorstellen. Nicht nur der Kaffi Schopp ist ein großer Liebhaber des Kaffees, sondern auch unsere Kunden schätzen den Kaffee des sympathischen Familienunternehmens.

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Auf eine Tasse Kaffee mit… Roger Bähler, Turm Handels AG

Mit Roger Bähler, dem Geschäftsführer der Turm Handels AG, verbindet uns mittlerweile eine lange freundschaftliche Geschäftsbeziehung, die weit über das normale “Geschäften” hinausgeht.

Er hat die Entwicklung von Kaffi Schopp seit jeher begleitet, unterstützt und dabei geholfen, dass wir bis zum heutigen Tage die Kaffeeröstungen von Turm Kaffee, St. Gallen, und Bogen Kaffee, Schaffhausen, unseren Kunden erfolgreich anbieten können.

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Auf eine Tasse Kaffee mit… Andreas Giger, Spielhofkaffee

Grüezi Herr Giger, haben Sie heute schon Kaffee getrunken?
Natürlich! ☺

Wann und wie sind Sie selbst zum Thema Kaffee gekommen?
Ich bin quasi in den Kaffee hinein geboren worden. Meine Eltern besitzen die Rösterei im Spielhof seit 1973. Ich wurde 1976 geboren. Nach einer Lehre als Bau- und Möbelschreiner, sowie Ausbildung zum Barkeeper, Kursen zum Servicefach und Erlebnispädagogik, arbeitete ich auch 15 Jahre im Lebensmittelhandel. Wir haben bis 2010 ein Spezialitätengeschäft für Früchte und Gemüse betrieben. Kaffee war immer allgegenwärtig für mich. 2010 entschlossen meine Eltern und ich, uns nur noch auf die Rösterei zu konzentrieren. 2010/2011 habe ich den ersten Lehrgang weltweit, an der ZHAW in Wädenswil, zum Thema: „The Siences and Art of Coffee“ besucht und abgeschlossen.

Andreas Giger, Spielhofkaffee

Andreas Giger, Spielhofkaffee

Wie viele Mitarbeiter arbeiten bei Spielhof Kaffee?
Wir sind ein typischer Familienbetrieb. Bei uns arbeiten meine Eltern, meine Frau und ich.

Was macht die Stadt Glarus aus, in der Sie Ihren Kaffee rösten?
Glarus ist eine wunderschöne Kleinstadt. Sehr ländlich. Sie besitzt noch den Charme einer Stadt, in die man gerne geht, die noch kleine spezielle Geschäfte besitzt.

Und wie sieht es mit der dortigen Kaffeeszene aus?
Das würde ich hier als gemütlich bezeichnen. Da es eher ländlich ist. Wir schätzen aber einen guten Espresso sehr! ☺

Woran denken Sie, wenn Sie den Begriff „Third Wave Coffee“ hören?
An meinen Frühstückskaffee! Das ist eigentlich bei uns so was wie eine Tradition. Schon als Kind habe ich immer „Filterkaffee“ zum Frühstück getrunken, und kann heute noch nicht ohne sein!

Welcher Kaffee aus Ihrem Sortiment ist Ihr persönlicher Favorit?
Da für mich die Sensorik „lebenswichtig“ ist, wechsle ich sehr häufig ab. Müsste ich einen Kaffee favorisieren, wäre es wahrscheinlich der San Andrea.

Wie bereiten Sie (diesen) Kaffee am liebsten zu?
Oh, der eignet sich durch seine Ausgewogenheit für jegliche Methode! Gerade jetzt haben wir ihn im Laden als Espresso auf der Rocket R58. Zu Hause brühe ich ihn gerade als Filterkaffee.

Wo sehen Sie die Trends im Bereich Kaffee der kommenden Jahre?
Weg von Mainstream! Das ist wohl der Grösste aller Trends im Kaffeeboom von heute. Egal wie sie Kaffee zubereiten, nur bereiten sie guten Kaffee zu! Es lohnt sich bei kleinen Röstereien einzukaufen. Auch wenn sie da den doppelten oder sogar vierfachen Preis des Grossverteilers bezahlen! Was sie in Händen halten, wird sie überzeugen!

Drei Gründe für Spielhof Kaffee.
1. Bei uns wird Kaffee als Lebensmittel behandelt, nicht als Handelsware!
2. Wir kaufen nur höchste Rohkaffeequalitäten ein!
3. Wir verlesen den Kaffee von Hand! Vor und nach dem Rösten!

Was machen Sie, wenn Sie sich nicht mit Kaffee beschäftigen?
Dann lege ich eine Pause ein, trinke einen Espresso und entspanne.

An diesen Ort müssen Sie so bald wie möglich:
Ich war schon fast überall. Ich fühle mich hier sehr wohl, und muss nicht weg…

Wo füllen Sie diesen Fragebogen aus?
In meinem Büro im Geschäft

Was sehen Sie, wenn Sie von dort aus dem Fenster schauen?
Unseren Hausberg, den Glärnisch, und den Himmel über dem Klöntal. ☺

Wo wären Sie jetzt gerade am liebsten?
Nirgens lieber als hier! ☺

Zur Person:
Andreas Giger, 1976 geboren, leitet die Stadtglarner Kaffeerösterei Spielhofkaffee. Seine Aufgaben im Betrieb beschreibt er so: “Einkauf, Verkauf, Qualitätssicherung, Entwicklung, Büro, und Hausmeister und Junge für alles. Hab ich etwas vergessen?” ☺

Mit Peter Demmel von DEMMEL KAFFEE im Gespräch

Seit März 2012 führen wir im Kaffi Schopp auch die Kaffees von DEMMEL KAFFEE aus Schaan im Fürstentum Liechtenstein. Dort betreibt der Bayer Peter Demmel seit 2009 die einzige Kaffeerösterei im “Ländle”, welches zoll- und währungsrechtlich der Schweiz angegliedert ist.

Wir haben uns bei einer Tasse Kaffee mit Peter Demmel unterhalten.

Hallo Peter, wie ist es dazu gekommen, gerade in Liechtenstein ein Kaffeerösterei zu gründen, wo Du doch ursprünglich aus Bayern kommst?

Die Idee zur Kaffeerösterei in Liechtenstein ist bei meinem Nachdiplomstudium Wirtschaftsingenieur an der Hochschule in Liechtenstein entstanden.  Einen handwerklichen Beruf und das Genussmittel Kaffee mit wirtschaftlichem Denken zu vereinen war meine Diplomarbeit: Businessplan Kaffeerösterei DEMMEL KAFFEE. Im Rheintal lebe ich schon seit 2002 und arbeitete dort in der Pulvermetallurgie.

Peter Demmel von DEMMEL KAFFEE

Peter Demmel mit dem DLG-prämierten Espresso Verona

Das Kaffeerösten liegt bei Dir offenbar in der Familie, Dein Bruder arbeitet ebenfalls als Kaffeeröster in München. Hast Du viel von ihm gelernt?

Meine Grundidee war es, den gleichen Beruf wie mein Bruder auszuüben. Er hat mich in die Welt des Kaffees eingeführt. Wir haben sogar miteinander Messen besucht, um die Ausrüstung, Maschinen und den Röstofen auszuwählen.

Du darfst Dich diplomierter Kaffee-Sommelier nennen. Was hat es damit auf sich?

Diesen Titel darf man nach der  Ausbildung am Institut für unabhängige Kaffeeexperten Ausbildung tragen. Das Institut ist in Wien unter der Leitung von Prof. l. Edelbauer. Die Ausbildung beinhaltet das Wissen vom Kaffeestrauch bis hin zum fertigen Kaffee. Besonders interessant ist das Rösten. Hier habe ich das handwerkliche Geschick gelernt, um Kaffee in einer Perfektion zu rösten.

2010 bist Du österreichischer Kaffeemeister geworden. Orientierst Du Dich als “Liechtensteiner” stärker nach Österrreich als in die Schweiz?

Ich orientiere mich im Zentrum von Europa in keine spezielle Richtung. Unsere Kunden finden wir aber vor allem in Liechtenstein und der Schweiz.

DEMMEL KAFFEE Logo

Was schätzen Deine Kunden besonders an DEMMEL KAFFEE?

Die Frische, das Bekömmliche und die Harmonie, die in unseren Kaffees stecken. Durch technische Raffinessen in unserem Prozess gelingt es uns die hochqualitativsten Grünbohnen in einer Perfektion zu einem Lebens- und Genussmittels zu kreieren. Wir steigen die Kaffee-Kultur zu einer Demmel-Kultur.

Wenn Du den Blog-Lesern in einem Satz sagen solltest, wofür Demmel Kaffee steht, wie würde dieser Satz lauten?

DER MOMENT FÜR MICH.

Nachhaltigkeit wird beim Kaffee ja auch immer wichtiger, vielen Kunden ist der faire Genuss wichtig. Wie sieht es damit bei DEMMEL KAFFEE aus?

Fair sagt nichts über die Qualität des Kaffees aus. Ich denke, als Gourmetröster verarbeiten wir Bohnen, die in besonderen Qualitäten vorhanden sind. Der Differenzialpreis hängt wiederum von den Qualitäten ab und ich kann sagen, dass wir unsere Kaffees mit gutem Gewissen verkaufen können.

Seit 2011 hast Du eine spezielle Grünbohnenlageranlage. Was hat damit auf sich?

Diese Anlage ermöglicht uns ,den Kaffee vor dem Rösten in absolut geschmacksneutralen Behältnissen vorzulagern und erlaubt ein einfaches Konfektionieren der Bohnen für den nachfolgenden Röstprozess. Diese Anlage wurde speziell für und mit uns gebaut. Im Vordergrund standen optimale Platzausnutzung, Geschmacksneutralität und Wirtschaftlichkeit der Anlage. Mit ihr können wir auch sicherstellen, dass beim Röstprozess möglichst wenig Acrylamid im Kaffee entsteht. Wir unterschreiten die gesetzlichen Grenzwerte deutlich.

Und zum Schluss: Was ist Dein persönlicher Lieblingskaffee?

DEMMEL KAFFEE natürlich. Mein Liebling und auch der unserer Kunden ist der Espresso Verona. Ein milder Espresso, mit dem ich auch gerne mal einen Verlängerten zubereiten kann.

Wir danken Dir für das Gespräch und wünschen Dir und Deinem Team weiterhin viel Erfolg mit DEMMEL KAFFEE.

Die Rösterei finden Sie in der Landstrasse 85 in Schaan FL, weitere Infos unter www.demmel.li

Zur Person:
Der gebürtige Bayer Peter Demmel ist diplomierter Kaffeesommelier sowie Maschinenbautechniker und studierte Entrepreneurship an der Uni Liechtenstein. Dort machte er bei einem Business-Wettbewerb mit und setzte anschliessend sein Projekt – „eine Kaffeerösterei für Liechtenstein“ – erfolgreich in die Tat um.