Kaffee Crema – Der Schümli Kaffee

Kaffee Crema online kaufen

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Für jeden Besitzer eines Kaffeevollautomaten ist sie besonders wichtig: Die Crème, die sich auf dem Kaffee bildet. Das ist der charakteristische, braune Schaum, der auf einem frisch gezogenen Espresso oder Kaffee Crema ruht. Kein Wunder, daß viele Kaffeetrinker nach dem perfekten Kaffee Crema suchen. Auch wenn die Crema nur ein sekundärer Aspekt einer fantastischen Tasse Kaffee ist, wollen wir die Crema doch ein wenig hinterleuchten.

Die Kaffee Crema – Ein Schaum, der zu Diskussionen führt

Im Internet kursieren immer wieder verschiedene Erklärungen zum Schweizer Schümli Kaffee.

Das “Schümli” bezeichnet dabei den Kaffeeschaum (das “Schäumchen”), die Crema, die bei der Kaffeezubereitung im Voll- oder Halbautomaten entsteht.

Dabei wird eine helle Espressoröstung verwendet (eben eine Schweizer Schümlimischung), die mit ca. 120 ml Wasser aufgebrüht und in einer entsprechenden Tasse serviert wird (ein “langer” Kaffee). Die Extraktionszeit (=die Brühzeit) beträgt 15 Sekunden. Wie beim Espresso üblich werden 7-8 gr Kaffeepulver verwendet.

In der Schweiz wird dieser Kaffee allerdings “Kafi Crème” genannt und mit Zucker und Kaffeerahm serviert.

Im Gegensatz dazu steht der “Kafi Nature”, der reine Kaffee – schwarz und ohne Zucker.

Auch beim Kaffee ist die Schweiz dreigeteilt: Während im deutschschweizerischen Teil die Kafi Crème-Trinker zuhause sind, bevorzugen die Westschweizer eher dunklere Röstungen und den Espresso, der im Tessin die meisten Anhänger hat. Generell gilt, je südlicher, desto dunkler.

Und… haben Sie heute schon eine gute Tasse Schweizer Schümli getrunken?

Wenn man über die Crema zu sprechen kommt, gibt es bei den Kaffeetrinkern tatsächlich Kontroversen und miteinander in Konkurrenz stehende Denkweisen. Ist Crema das Zeichen für einen perfekten Schümli Kaffee oder Espresso? Ist es ein überbewertetes Schäumchen, welches großartig ist, wenn man es bekommt, aber keine große Sache, wenn man es nicht bekommt?

Warum interessieren sich Baristas so sehr für Crema? Bevor wir diese Fragen beantworten, müssen wir die Crema verstehen.

Was ist die Crema?

Die Crema ist ein sehr aromatischer, rötlich-brauner Schaum, der auf einem Espresso oder Kaffee Crema, dem Schümli Kaffee, ruht. Sie entsteht, wenn sich bei plötzlich auftretendem starken Druck das im Kaffee enthaltene Kohlendioxid mit den löslichen Ölen des fein gemahlenen Kaffees verbindet. Manche Leute nennen das den “Guinness-Effekt”, weil er die Crema beim Ziehen des Espresso das Zapfen des beliebten irischen Starkbiers nachahmt. Einen ähnlichen Effekt kennen Sie bestimmt von einer Mineralwasserflasche, die man schüttelt. Wird sie geöffnet, schäumt das Wasser durch den plötzlichen Druckausgleich ebenfalls stark auf.

Die starke Präsenz von Crema auf einem Espresso deutet auf einen qualitativ hochwertigen, gut gemahlenen Kaffee und einen geschickten Barista hin. Die Crema hilft dabei, dem Espresso einen volleren Geschmack und einen längeren Nachgeschmack zu verleihen, als z.B. beim FIilterkaffee. Sie schützt die die Aromen des Espresso auch für kurze Zeit – solange, bis sie sich aufgelöst hat.

Die Crema selbst schmeckt nicht sehr lecker, Tatsächlich ist sie eher bitter mit holzigen Tönen. Machen Sie sich einmal den Spaß und schöpfen die Crema ab. Sie werden sehen, dass Sie den “reineren” Espresso trinken, dem allerdings Körper fehlt. Schließlich besteht die Crema aus den bereits oben genannten Kaffeefetten, dem typischen Geschmacksträger im Kaffee.

Kaffee Crema von Turm Kaffee Sankt Gallen

Kaffee Crema von Turm Kaffee Sankt Gallen

Wie sieht die perfekte Crema des Kaffees aus?

Fragt man mehrere Baristi, werden sie unterschiedliche Meinungen darüber haben, was sie für die perfekte Crema halten. Das Ziel ist es, einen Espresso mit einer Crema zu extrahieren, die weder zu dick noch zu dünn ist. Sie sollte gerne etwa zwei Minuten konstant bleiben.

Wenn sich auf dem Espresso oder dem Schümli Kaffe keine Crema bildet, kann die Fehlersuche kompliziert werden. Es gibt deshalb ein paar Dinge, die Sie beachten sollten:

Wenn Sie zu viel Crema in der Tasse haben, haben Sie weniger Espresso. Viele Baristi streben nach einer Crema, die etwa 1/10 des Espresso ausmacht. Über- und Unterextraktion sowie die Größe des Mahlgutes (der Mahlgrad) beeinflussen die Crema.

Wenn Ihre Crema nach weniger als einer Minute verschwindet, war die Extraktion in der Regel zu schnell (=Unterextraktion).

Eine Extraktion aus einer hochwertigen Espressomaschine sollte zwischen 20 und 30 Sekunden dauern, auch wenn dies von Maschine zu Maschine unterschiedlich sein kann. Die sogenannte Extraktionszeit hat großen Einfluss auf die Cremabildung. Lesen Sie hier mehr über die perfekte Extraktion eines Espresso.

 

Faktoren, die die Kaffee Crema beeinflussen:

Möglicherweise haben Sie nicht die volle Kontrolle über die Crema Ihres Espressos. Neben der Perfektionierung der Technik des Ziehens eines Schusses kann die Crema von folgenden Faktoren beeinflusst werden.

  • Wie frisch sind Ihre gerösteten Kaffeebohnen?

Frische geröstete Bohnen bilden mehr Crema auf Espresso. Je älter ein Kaffee ist, desto weniger Crema entsteht. Das in den Bohnen enthaltene Kohlendioxid hat sich dann verflüchtigt, der Caffe ist ausgegast. Viele aromagebende Stoffe haben sich im Zuge dessen abgebaut.

Wenn Ihr lokales Kaffeehaus die ausgeschenken Bohnen selbst röstet, werden Sie bemerken, dass diese Kaffees eine ausgeprägtere Crema haben als solche, die sie im Supermarkt oder online gekauft haben.

  • Enthält Ihre Kaffeemischung Robustabohnen?

Robusta-Kaffeebohnen erzeugen mehr Crema als die meisten Arabicas. Robusta enthält durchschnittlich mehr Kaffeefett als Arabica. Deshalb wird der Robusta gerne in der Zubereitung Kaffeemischungen beigefügt, da er für Crema und Körper sorgt. Doch auch unter den Arabica-Kaffees gibt es solche, die mit einer besonderen Crema überzeugen. Der bekannte Monsooned Malabar aus Indien zeigt z.B. bei der Extraktion unter Druck eine besonders intensive Crema.

Generell gilt: Je dunkler die Bohne, desto weniger Crema haben sie. Das liegt daran, dass die Öle beim Rösten, Verpacken und Schleifen abreiben. Andererseits ist auch nicht bekannt, dass eine sehr leichte Röstung eine ideale Crema ergibt. Sie werden feststellen, dass viele Kaffeefirmen eine Espresso-Röstung anbieten, die die perfekte Menge an Ölen haben sollte.

  • Wie wurden die Bohnen geröstet?

Traditionell geröstete Kaffeebohnen produzieren oft die bessere Crema, weil die Kaffeeöle besser intakt bleiben und damit bei der Extraktion besser aufschäumen.

  • Wie produzieren Sie Ihren Espresso bzw. Kaffee Crema?

Kaffeevollautomaten, die für den Heimgebrauch verkauft werden, verfügen über automatische Steuerungen. Obwohl dies praktisch ist, schränkt dies die Bildung von Crema im Vergleich zu einem mit der Espressomaschine gezogenen Espresso ein. Einige Automaten versuchen dies durch eine Crema-Düse auszugleichen. Der Kaffee Crema bzw. Espresso aus dem Kaffeevollautomat trägt dann ebenfalls eine Schaumhaube. Diese zeigt sich jedoch bei weitem nicht so stabil wie die Crema bei der Verwendung einer klassischen Espressomaschine.

Espresso mit Crema

Espresso mit Crema

Warum heißt es Kaffee Crema oder Caffè Crema?

Ursprünglich meint man im Deutschen mit dem Begriff “Kaffee” eine Tasse Filterkaffee. Da der Filterkaffee ohne Druck zubereitet wird, bildet sich keine Crema. Bei der Extraktion der Inhaltsstoffe mit Druck, wie bei einem Kaffeevollautomaten oder einer Siebträgermaschine, bildet sich, wie oben beschrieben, eine Crema. Der Begriff “Kaffee Crema” beschreibt also eine Tasse Kaffee, die mit Druck extrahiert wurde und auf der sich eine Crema gebildet hat. Man kennt diese Kaffeemischungen auch unter dem Begriff Schümli Kaffee. Als Caffè Crema verkaufen italienische Kaffeeröstereien Kaffees, die für die Nutzung im Kaffeevollautomaten geeignet sind.

Ist die Crema wirklich so wichtig?

Viele Kaffeetrinker meinen, dass eine gute Crema die Definition einer perfekten Tasse Espresso oder Kaffee Crema ist. Tatsächlich ist die Crema geschmacklich zwar wichtig, aber nicht ausschlaggebend für die Klasse einer Tasse Kaffee oder Espresso. Sie ergänzt faktisch den Geschmack eines Espressos und sorgt für eine tolle Optik. Deshalb ist eine schöne Crema, möglichst noch mit Tigermuster, stets erwünscht. Doch in der Realität ist es durchaus möglich, eine große Tasse Espresso ohne die perfekte Crema zu genießen. Der Espresso Elite von Sirocco z.B. bildet eine relativ schwache Crema, wurde aber Espresso des Jahres 2010 in der Schweiz.

Schließlich zählt beim Kaffee Crema nur eines: Der Geschmack. Wenn Sie Ihre Tasse Kaffee oder Espresso genießen, ist das wirklich alles, was zählt. Verfallen Sie also nicht dem “Crema-Blues”. Und glauben Sie nicht, dass Sie irgendwie an Ihren Versuchen, einen perfekte Tasse Caffee zuzubereiten, gescheitert sind.

Denken Sie stets daran, dass die Bohnen, das Rösten und die Maschine eine große Rolle bei der Extraktion von Café Crema und Espresso spielen. Und manchmal haben Sie auf die eine oder andere Rolle keinen Einfluss. Gerade, wenn Sie einen Kaffeevollautomaten verwenden.

Unser Fazit:

Eine volumige und stabile Crema ist der Inbegriff eines delikaten Kaffee Crema. Schließlich trinkt das Auge mit. Faktisch ist die Crema jedoch nicht in dem Maße für den guten Geschmack eines Kaffees verantwortlich, wie ihr dies zugeschrieben wird. Orientieren Sie sich also mehr am Geschmack des Kaffees und weniger an der Crema.

Kaffee Crema

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Unsere Empfehlung für Ihren Kaffee Crema:

elbgold Espresso Classico
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La Semeuse Monsooned Malabar
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