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Allgemein Kaffee & Gesundheit

Kaffee kann gegen Alzheimer schützen

Es gibt verschiedene Studien und Untersuchungen, die sich mit dem Zusammenhang von Alzheimer und Kaffeekonsum beschäftigen. Generell ist es umstritten, ob der Konsum von Kaffee das Alzheimer Risiko verringern kann.

Zum einen liegen viele epidemiologische Studien vor, die die Auswirkungen des Kaffeekonsums auf den altersbedingten Nachlass der kognitiven Fähigkeiten untersuchen. Zum anderen gibt es experimentelle Studien von Menschen und Tieren, wobei der Kaffee möglicherweise das Gehirn vor den Arten der Beschädigung bei Demenz beschützen soll.

Das Team unter der Leitung von Professorin Hui-Chen Lu erforscht seit einiger Zeit neurodegenerative Krankheiten wie Alzheimer, Parkinson und die Huntington-Krankheit.

Im Jahr 2016 entdeckten sie ein Enzym namens NMNAT2, welches zwei Funktionen im Gehirn zu erfüllen scheint. Erstens soll es die Neuronen vor Stress schützen. Und die zweite Funktion ist es, die zu neuen Erkenntnissen führte.

Kaffee Alzheimer
Kaffee schützt bei Alzheimer?

Kaffee soll das Protein Tau vor Deformation schützen

In einem gesunden Gehirn hilft ein Protein namens Tau dabei, Nährstoffe zwischen verschiedenen Bereichen des Gehirns zu transportieren.

In den Bereichen des Gehirns, in denen gefährliche Ablagerungen entstehen, wird das Tau verdreht und verwickelt. Anstatt die Lieferkette auf Kurs zu halten, “entgleist” das beschädigte Tau im Transportsystem des Gehirnes. Damit erschwert es den Zugang von Nährstoffen und anderen lebensnotwendigen “Vorräten” zu den Gehirnzellen. Die ausgehungerten Zellen sterben schließlich ab, was zu Gedächtnisverlust und Demenz führt.

Nach Prof. Hui-Chen Lu soll das Enzym NMNAT2 Tau vor Deformationen schützen und die normale Gehirnfunktion aufrechtzuerhalten.

Frühere Forschungen zeigten, dass Mäuse, die genetisch manipuliert wurden, um falsch gefaltetes Tau zu produzieren, auch weniger NMNAT2 produzierten. Die neue Studie wurde nun entwickelt, um Verbindungen zu finden, die die Produktion von NMNAT2 in diesen Mäusen erhöhen können.

Das Koffein und seine Rolle bei Alzheimer

Viele unterschiedliche Untersuchungen betonen die Rolle des Koffeins. Das Koffein soll in Kombination mit einem anderen Inhaltsstoff des Kaffees den Pharmaspiegel von drei gleichen Zytokinen im Blut erhöhen. Zum anderen soll sich das Koffein auf die typischen Eiweißablagerungen bei Alzheimer Patienten auswirken. Bei einem Experiment mit Mäusen wurde einigen Mäusen Koffein verabreicht und diese meisterten den Gedächtnistest deutlich besser, als die unbehandelten Mäuse.

Verbesserte Enzymproduktion unter Koffeineinfluss

Lus Team prüfte mehr als 1.000 chemische Verbindungen mit einer in ihrem Labor entwickelten Methode.

Die untersuchten Substanzen umfassten einige existierende Medikamente, aber auch natürlich vorkommende Substanzen. Sie identifizierten 24 Verbindungen, die die Menge des in den Gehirnen der Mäuse produzierten NMNAT2 erhöhen. Eine dieser Verbindungen ist Koffein. Als die manipulierten Mäuse mit Koffein injiziert wurden, begannen sie NMNAT2 in normaler Konzentration zu produzieren.

Kaffee mit viel Koffein
Koffeinreicher Kaffee von La Semeuse: PARISIEN

Lus Forschung könnte zumindest einen Teil der Gründe dafür liefern, dass sich bei regelmäßigem Konsum von Kaffee mit der Diagnose Alzheimer das Fortschreiten des Abbaus der Gedächtnis- und kognitiven Fähigkeiten verlangsamt. Die Forschungsergebniss könnten auch bei der Identifizierung und Entwicklung neuer Therapien für Alzheimer, Parkinson, Huntington und ALS, auch bekannt als Lou-Gehrig-Krankheit, helfen.

Kaffee soll die Entzündungshäufigkeit im Gehirn verringern

Andere Forschungen zu Kaffee und Alzheimer haben gezeigt, dass Kaffee generell die Entzündungshäufigkeit im Gehirn zu verringern scheint. Kaffee fördert ebenfalls das Gedächtnis und die kognitive Funktion. Außerdem scheint Koffein vor Diabetes, einem Risikofaktor für die Entwicklung der Alzheimer-Krankheit, zu schützen.

Weitere Inhaltsstoffe des Kaffee

Andere Untersuchungen mit Mäusen weisen darauf hin, dass doch nicht das Koffein der Schlüssel ist. In einer Studie wurden entkoffeinierte grüne Bohnen untersucht. Diese sollen den Energiestoffwechsel des Gehirns vorantreiben.

Letztendlich ist die Wirkung von Kaffee auf Alzheimer noch sehr umstritten, da so viele verschiedene Untersuchungen zu unterschiedlichen Erkenntnissen gekommen sind.

Wie viel Kaffee schützt vor Alzheimer?

Die meisten Studien über die Auswirkungen von Kaffee auf verschiedene Krankheiten haben ergeben, dass Menschen, die eine mäßige Menge Kaffee trinken – etwa zwei bis vier Tassen Kaffee täglich – den größten Nutzen aus dieser Gewohnheit ziehen.

Häufig wird vermutet, dass das Koffein der primäre Wirkstoff im Kaffee ist, der den gesundheitlichen Nutzen bringt. Es gibt aber auch Studien, die zeigen, dass Menschen ähnliche Vorteile aus dem Trinken von entkoffeinierten Kaffee ableiten.

Das führt viele Forscher zu der Annahme, dass auch andere Verbindungen im Kaffee positive Effekte auf die menschliche Gesundheit haben könnten – und das nicht bei Demenz-Patienten.

Dennoch gibt es viele unterschiedliche Faktoren, die sich auf eine Demenzerkrankung auswirken. Übergewicht, hoher Blutdruck, erhöhte Cholesterinwert oder Bewegungsmangel können Faktoren sein. Letztendlich kann der, der gesund lebt, das Alzheimer Risiko senken.

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