Koffein im Radsport: Eine genussvolle Leistungssteigerung

Koffein in Form von Espresso und der Radsport gehören praktisch zusammen. Wer kennt die berühmte Cappuccino-Runde der Radprofis nicht (?): An den Ruhetagen der großen Radrennen wie der Tour de France oder des Giro d’Italia gehen die Profis zur aktiven Erholung auf eine kleine Runde mit dem Rad. Und dabei wird unterwegs natürlich ein Espresso oder Cappuccino getrunken. Und damit sorgt eine gute Portion Koffein beim Radsport für die sogenannte “zweite Luft”.

Doch wie kommt es, dass zum Radfahren einfach ein Espresso dazugehört?

Diese Frage kann man schnell beantworten: Es ist Tradition!

Espresso und Radsport: Italiens Traditionen

Tatsächlich haben der Radsport und der Espresso ein gemeinsame Historie. Oder können Sie sich Italien ohne seine berühmten Rennfahrer wie Alfredo Binda, Gino Bartali oder Fausto Coppi vorstellen? Oder schlimmer noch, Italien ohne Espresso? Wer schon einmal in Italien mit dem Rennrad unterwegs war, wird gesehen haben, dass am Rande der Straßen viele Ciclisti in den dortigen Kaffeebars bei einem Epresso eine Pause einlegen.

Koffein-Doping-Radsport

Weltmeister Peter Sagan

Und nicht nur die Hobby-Radsportler genießen regelmäßig einen Espresso. Am Startort einer Etappe der Tour de France entdeckt man regelmäßig die Fahrer, wie sie sich vor dem eigentlichen Etappen-Start noch den einen oder anderen kräftigen Espresso genehmigen.

Dopingmittel Koffein im Radsport

Olympiasieger Guido Fulst wurde im Jahre Jahre 2001 während des Stuttgarter Sechstagerennens positiv auf Koffein getestet. Bereits 1994 wurde Gianni Bugno, ehemaliger italienischer Radprofi, wegen des Dopings mit Koffein für drei Monate gesperrt. Tatsächlich stand Koffein – in hohen Dosen – früher auf der Dopingliste. In Reinform wirkt es auf die gleichen bio-chemischen Mechanismen im Gehirn wie Amphetamine oder Kokain.

Die belebende Wirkung auf den Kreislauf ist auch heute grund dafür, dass sich jeder Radsportler vor, während oder nach der eigenen Tour einen Kaffee oder Espresso genießt. Oder zwischendrin einen Cappuccino schlürft. Denn tatsächlich hat Koffein eine positive Wirkung auf die sportliche Leistungsfähigkeit. Die Muskeln regenerieren z.B. besser.

Koffein fördert ebenfalls die Durchblutung der Muskeln, so dass der Sauerstoff schneller zu den Muskeln gelangt, was die Ausdauer verbessert.

Seit 2004 ist Koffein allerdings von der Dopingliste verschwunden. Gerade bei Gewohnheitskaffeetrinkern ist die Wirkung des Koffeins auf den Körper als nicht mehr relevant zur Leistungssteigerung anzusehen.

Mehr zu Koffein als Dopingmittel finden Sie auf dopinginfo.de

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Radprofis als Kaffeeimporteure

Espresso ist jedoch nicht nur für negative Schlagzeilen im Profiradsport zuständig: Die beiden Profis Ralph Näf und Michael Albasini z.B. sind Generalimporteure der Espressi der Torrefazione San Salvador aus dem lombardischen Villa di Tirano in die Schweiz. Für beide Radprofis ist Kaffee ein Genussmittel, welches faktisch keine negativen Seiten hat. Vor allem, wenn man sich als Sportler immer gesund ernähren muss. Und nachdem Michael Albasini beim Höhentraining im Engadin immer wieder mal einen Espresso im benachbarten italienischen Veltlin genießen durfte, wurde er auf die Kaffeerösterei San Salvador aufmerksam. Schließlich liegt Villa di Tirano nur wenige Meter hinter der Schweizer Grenze.

Die Kaffeeindustrie unterstützt den Radsport

Nicht nur aktive Radsportler haben eine enge Beziehung zu den Kaffeebohnen. Auch umgekehrt pflegen Kaffeeröstereien, Kaffeemaschinenhersteller oder sogar einzelne Produktionsländer häufig eine enge Beziehung zum Radsport.

Beispiele dafür gibt es viele. Aktuell unterstützt die italienische Kaffeerösterei Segafredo z.B. das Profi-Team Trek Segafredo als Sponsor.

Mario Cippolini Team Saeco

Von 1996 bis 2004 fuhr das Profi-Team Saeco über die Rennstrecken der Radsportwelt. Namensgebender Sponsor war der bekannte italienische Kaffeemaschinenhersteller Saeco.

Von 1983 bis 1990 sponsorte der nationale Kaffeeverband Kolumbiens das Team Café de Colombia. Bekannteste Fahrer ders Teams waren Luis Herrera and Fabio Parra. Herrera gewann 1984 die Etappe zur legendären Alpe d’Huez.

Rocket Espresso hat ein Herz für Radsportler

Der italienische Espressomaschinenhersteller Rocket Espresso aus Mailand unterstützt schon seit einiger Zeit Profi-Mannschaften im Radsport. Aktuell bezieht das Team Bora-Hansgrohe um Profi-Weltmeister Peter Sagan den Espresso aus Rocket Maschinen.

Anlässlich des 100. Giro d’Italias im Jahre 2017 legte Rocket eine R58 im speziellen Giro d’Italia Design auf. Besonders die Siegerliste auf der Seitenwand und die rosa-farbenen Armaturen der Manometer machen diese Maschine zum begehrten Sammlerstück. Vor allem im Hinblick auf die limitierte Auflage von 100 Maschinen weltweit.

Im Rahmen des wichtigsten Radrennens der Welt, der Tour de France, produzierte Rocket 2017 einige Maschinen in den Farben der Wertungstrikots der Tour de France (Gesamtklassement [gelb], Bergpreis [rote Punkte] und Punktewertung [grün]).

Damit demonstriert Rocket Espresso die enge Beziehung zwischen Radsport und Kaffee auf faszinierende und optisch attraktive Weise. Dass Rocket Espresso-Geschäftsführer Andrew Meo, gebürtiger Neuseeländer, ebenfalls ehemaliger Radsportler ist, hat die Positionierung des Unternehmens als Unterstützer des professionellen Radsports sicherlich unterstützt.

Genießen Sie also das Radeln und den Espresso danach.

Johannes Lacker

PS: Hier der “Kannibale” Eddy Merckx (li.) in den 1970ern im Trikot von FAEMA (dem italienischen Epressomaschinenhersteller):

Eddy Mercky Faema

 

 

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