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Der Kaffee wird knapp und teurer…

An den Rohstoffbörsen von London und Zürich stieg der Preis für Robusta und Arabica Kaffeebohnen Mitte Juni innerhalb einer Woche um bis zu 20%.

Und seit einigen Wochen mehren sich deshalb die Signale, dass die Schweizer Kaffeeröstereien ihre Preise anheben. Und das gilt nicht nur für die Schweizer, auch verschiedene deutsche Röster haben ihre Preise bereits erhöht oder dies angekündigt.

Woran liegt es, dass der Rohkaffeepreis so dramatisch angestiegen ist?

Mehrere Faktoren sind es, die den Preis beeinflussen: Zum einen sind einige Produktionsländer von Naturkatastrophen heimgesucht worden, die die Kaffeeernte, wenn nicht komplett zerstört, so doch ziemlich beeinträchtigt haben.

In Uganda, dem führenden Kaffeeproduzenten Afrikas, wurde aufgrund einer aussergewöhnlichen Trockenperiode die Ernte stark dezimiert. In Kolumbien wurden 30% weniger Kaffee geerntet als in normalen Jahren, was vor allem durch starke Regenfälle, das Wetterphänomen “il Nino”, Insektenplagen und Blattkrankheiten  verursacht wurde. Kolumbien rutschte damit vom ehemals zweiten Platz der Arabica-Verkäufer-Länder (nach Brasilien) auf den vierten Platz ab.

Und auch im Robusta-Anbauland Nr. 1, Vietnam, liegen die Verkäufe um rund 20% unter denen des Vorjahres.

Kaffeepreisentwicklung
Die Kaffeepreisentwicklung der letzten 6 Monate (in USD), Quelle: boerse.de

Nicht nur der Rohstoff Kaffee wird teurer.

Auch alle indirekten Kosten, die eine Kaffeerösterei zu tragen hat, sind in den letzten Monaten gestiegen. Namentlich die Kosten für die Verpackung, Energiekosten sowie die Transport- und Logistikkosten sind zwischenzeitlich durchschnittlich um 10 bis 15% gestiegen.

Welche Konsequenzen hat dies nun für den (deutschen) Kaffeekonsumenten konkret? Tatsächlich wird man sich an teureren Kaffee gewöhnen müssen. Die Röstereien können die Preis- und Währungsschwankungen nicht mehr kompensieren, sondern müssen diese in Teilen an den Konsumenten weitergeben. Im Falle des Kaffi Schopp Sortimentes wird es deshalb spätestens zum 01. September eine Preisanpassung geben, vorraussichtlich um ca. 0,30 bis 0,40 EUR pro Kilo.

Im Übrigen tut der schwache EURO den Rest, um die Kaffeepreise für den Endverbraucher in die Höhe zu treiben. Im August 2009 habe ich noch EUR 0,66 pro einem Franken (CHF) bezahlt, heute sind es bereits EUR 0,75. Das sind dann bei 10 CHF fiktivem Einkaufspreis schnell mal 0,90 CHF bzw. 0,67 EUR mehr.

Als Kaffeefreunde können wir also nur hoffen, dass sich der EURO wieder erholt und die Kaffee-Ernten in der Kampagne 2010/2011 besser ausfallen.

Johannes Lacker

2 Antworten auf „Der Kaffee wird knapp und teurer…“

Zumindest Brasilien vermeldet ausgezeichnete Voraussichten für die kommende Ernte…

Hoffen wir das Beste! Wenn sich der EURO dann noch fängt, dürften sich die Preise wieder nach unten verändern! Johannes

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