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Anna Käppeli liebt es spannend!

Nachdem die Schweizer Barista Meisterin von 2007, Anna Käppeli, die Meisterschaften im Jahre 2009 ausgelassen hatte, stellt sie sich dieses Jahr wieder dem Wettbewerb mit den anderen Schweizer Baristi.

Schon am ersten Tuesday Night Throwdown Anfangs Oktober in Bern hatte Anna gezeigt, dass sie offenbar nichts verlernt hat – zusammen mit Tinu Egger, dem amtierenden Schweizer Latte Art Meister, gewann Sie den Contest souverän.

Erster Tuesday Night Throwdown in Bern
Anna Käppeli zusammen mit Philipp Meier, Tinu Egger und Adrian Iten beim ersten Schweizer TNT

Bevor nun Ende Januar im Berner Einkaufszentrum Westside die Meisterschaften ausgetragen werden, hatte ich Gelegenheit, Anna zu befragen:

Kaffi Schopp (KS): Anna, im letzten Jahr hast Du nicht an den Schweizer Barista Meisterschaften teilgenommen. Was bewegt Dich, 2010 wieder daran teilzunehmen?

Anna Käppeli (AK): Die Freude und das Interesse  mich wieder intensiver mit Kaffee zu beschäftigen. Ich finde den Weg vom Entscheid an der Meisterschaft teilzunehmen bis zur Präsentation vor Jury und Publikum sehr spannend und bereichernd.

KS: Was hast Du möglicherweise im letzten Jahr vermisst?

AK: Vermisst habe ich nichts. Ich war einfach mit anderen Dingen beschäftigt und mir fehlte für eine Teilnahme an der Meisterschaft 2009 der nötige “Biss”.

KS: Wie (und wo) bereitest Du Dich auf die Schweizer Meisterschaften vor? Hast Du einen Trainer oder vielleicht eine Trainingsgruppe?

AK: Ich tausche mich zwar sehr gerne mit Barista Kollegen aus, aber trainieren tue ich bei mir zu Hause, am liebsten alleine – meine Küche gleicht momentan einer Kaffeebar. Irgendwann gehe ich mir noch den letzten Schliff an einer Meisterschaftsmaschine holen, that’s it!

KS: Wie rechnest Du Dir Deine Chancen für Bern aus?

AK: Rechnen mag ich nicht. Mein Ziel ist es, eine schöne Präsentation in Bern zu zeigen, das ist alles. Rechnen dürfen dann die anderen!

KS: Arbeitest Du irgendwo als Barista oder kann man Dich sonstwo “live” erleben? Wie sehen Deine “täglichen” Aktivitäten in Sachen Kaffee aus?

AK: Ich arbeite zur Zeit nicht in der Gastronomie, sondern als Lehrerin [Anna ist gelernte Primarschul-Lehrerin, KS]. Zwischendurch habe ich als Barista ein Engagement oder einen Auftritt. Wer mich live sehen möchte kann meine Webseite besuchen, die öffentlichen Auftritte sind dort publiziert.

KS: Das Niveau an den Meisterschaften ist deutlich angestiegen in den letzten Jahren. Wo liegen die Gründe dafür?

AK: Die Barista Szene in der Schweiz wird von Jahr zu Jahr grösser und populärer. Dementsprechend steigt auch die Konkurrenz an der Meisterschaft – um so mehr ein Ansporn für uns “älteres Semester” das Beste auf der Bühne zu präsentieren.

KS: Wie siehst Du die Zukunft für die Schweizer Barista-Szene? Wie siehst Du die Zukunft für die Kaffeekunst überhaupt?

AK: Ich hoffe, dass mich in ein paar Jahren niemand mehr komisch und fragend ansieht, wenn ich ihm erkläre, dass ich als Barista tätig bin. Ich wünsche mir auch, dass die Kaffee Konsumenten in der Schweiz kritischer werden und mehr über den Kaffee, den sie täglich trinken, wissen wollen.

KS: Zum Abschluss noch eine andere Frage: Du stehst in gutem Kontakt zur Kafischmitte von Roger Wittwer in Langnau i.E. und auch Dein nächstes Musicafé [Anna zeigt regelmässig Ihre Baristakunst zu südamerikanischer Musik, KS] findet dort statt. Wie hast Du Roger kennengelernt?

AK: Wir haben uns auf eine witzige Art kennen gelernt. Weil ich mit meinen Schülern Recycling Taschen aus Kaffeetüten machen wollte, habe ich diverse Röster angeschrieben. Zu diesem Zeitpunkt kannte ich Roger noch nicht – er wusste natürlich längst wer ich war – er hat mir sofort geantwortet & paar Tüten geschickt.

KS: Und was denkst Du über Rogers Röstungen und seiner Einstellung zum Kaffee?

AK: Roger ist super! Es ist immer wieder spannend, in seiner kleinen Rösterei über Kaffee zu philosophieren.

KS: Anna, wir wünschen Dir viel Glück und Erfolg für die Meisterschaften und hoffen, Dich dort im Final wieder zu sehen!

Johannes Lacker

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