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Ein erstes Resumée

Gestern abend um 23:30 Uhr (MEZ) wurden in Atlanta die Finalteilnehmer bei den WBC bekannt gegeben. Wie ich schon schrieb, erreichte der Schweizer Meister Philipp Meier nicht den Final.

Nun beschreibt er selbst auf seinem Blog den Grund für das Nicht-Erreichen der Finals :

Rang 32. Das hatten wir alle nicht erwartet. Ich bekam darauf ein ausfuehrliches Feedback von einem meiner Juroren. Fuer den technischen Part bekam ich die Hoechstnoten, mit denen ich ganz vorne mitspielte. “Zum Verhaengnis” wurde mir jedoch mein Signature Drink, der in der Schweiz noch so gut abschnitt. “Too much chestnut, to less coffee” – was ich nachvollziehen kann. Gesucht sei, so der Juror, die Kombination von Kaffee und Signaturedrink-Produkt und nicht umgekehrt. Die Punkte fuer meinen Signaturedrink bewegten sich also ziemlich tief. Doch gerade diese Sensorikpunkte werden mit dem Faktor vier multipliziert, sind also enorm wichtig und massgebend fuer die Bewertung, da sie danach laufend multipliziert werden.

Möglicherweise ist in der Vorbereitung ein Fehler passiert, als man – sicherlich unwissentlich – dem oben beschriebenen Grundsatz, dass auch beim Signature Drink der Kaffee im Vordergrund stehen muss, nicht genug Gewicht beimass. Philipp schreibt weiter:

[…] Die lehrreichen Schluesse daraus werden in Zukunft weiterhelfen, die ganze Sache noch besser gestalten zu koennen.

Das ist es, worauf es ankommt. An das gelernte anknüpfen und es beim nächsten Mal besser machen. Hinfallen und wieder aufstehen. Mit dem Swiss Barista Team, dem unterstützenden Verband der Swiss SCAE und den begleitenden Sponsoren hat sich in der Schweiz eine Struktur geschaffen, um im Jahre 2010 ganz vorne bei den WBC mitzuspielen.

So heisst es also “Auf ein Neues in 2010” – hoffentlich wieder mit Philipp Meier als amtierenden Schweizer Barista Meister!

Johannes Lacker

P.S.: Aufmerksame Leser dieses Blogs wissen, dass man in Deutschland meilenweit von solchen Strukturen wie in der Schweiz entfernt ist. Es würde mich sehr freuen, wenn sich dies in Deutschland bald ändert. Die Verantwortlichen der German SCAE sollten sich mit den Schweizer Kollegen einmal zusammensetzen und austauschen.

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