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Kaffi Schopp News

Unsere Tipps zur Standortsuche

Obwohl wir noch keinen Standort für das Kaffi Schopp gefunden haben, können wir mittlerweile auf einige Erfahrungen verweisen, die bei der Standortsuche zu beachten sind:

  1. Entscheiden Sie sich für Ihren Unternehmensstandort (Stadt)
  2. Definieren Sie Ihre Hauptkundengruppe
  3. Anhand einer Einwohnerstrukturanalyse des Unternehmensstandortes definieren Sie den strassen- bzw. stadtteilgenauen Standort Ihres gastronomischen Betriebes oder Ihres Einzelhandels
  4. Definieren Sie die Ladengröße bzw. die für Ihr Konzept notwendige Infrastruktur Ihres zukünftigen Ladengeschäftes
  5. Besuchen Sie Sprechtage der lokalen Wirtschaftsförderung bzw. der IHK. Hier erhalten Sie auch Informationen zur städtischen Entwicklung am Unternehmensstandort, die Sie in Ihre Standortwahl mit einfliessen lassen sollten.
  6. Sollten Sie eine erlaubnisfreie (=kein Alkoholausschank, keine Speisenzubereitung/Kochen) gastronomische Einrichtung betreiben wollen, informieren Sie sich beim städtischen Baurechtsamt über die notwendigen Eckpunkte (hier stehen vor allem notwendige Parkflächen sowie die sanitären Einrichtungen im Vordergrund). In Hessen und Baden-Württemberg müssen pro 9qm Schankfläche ein Stellplatz nachgewiesen werden, bis 50 qm Schankfläche reichen eine Herren- und Damentoilette, bei grösseren Flächen kommen dann noch Mitarbeitertoiletten und Urinale hinzu. Für erlaubnispflichtige Gastronomien sind strengere Vorschriften zu beachten.
  7. Um für die zukünftige Entwicklung Ihres gastronomischen Betriebes gewappnet zu sein, empfiehlt es sich, gleich nach ein vollkonzessionierten gastronomischen Fläche zu suchen, da vor allem der Nachweis von Parkplätzen in den Innenstädt mit grössten Schwierigkeiten verbunden ist.
  8. Bei Schwierigkeiten mit den städtischen Behörden können Sie sich auch an Baurechtsanwälte wenden (Achtung: das löst ggf. Kosten aus) oder Sie sprechen mit einem lokalen Architekturbüro, welches sich mit Genehmigungsverfahren an Ihrem Unternehmensstandort auskennt. Hier erhalten Sie in einem meist kostenfreien Erstgespräch bereits die Informationen, die Sie benötigen, um die Anmietung Ihrer Gewerbefläche voranzutreiben.
  9. Wenn Sie Ihr Anforderungsprofil definiert haben, richten Sie entsprechende Suchassistenten in den gängigen Online-Immobilien-Verzeichnissen ein.
  10. Laufen Sie die Strassenzüge / Stadtteile ab, in denen Sie sich ansiedeln wollen. Sprechen Sie mit den lokalen gewerblichen Mietern – diese sind oft sehr gut informiert, welche Objekte möglicherweise kurzfristig frei werden.
  11. Gehen Sie gezielt in die Geschäfte oder Läden, die Sie interessieren und Sprechen den Inhaber oder Betreiber direkt an. Manchmal will es der Zufall, dass man für ein Angebot ihrerseits offen ist.
  12. Beachten Sie an Gewerbeobjekten Hinweise wie “Räumungsverkauf” oder “Wir ziehen um” – hier könnten sich Vakanzen ergeben.
  13. In den Online-Immobilien-Verzeichnissen finden Sie eine grosse Zahl von Maklern. Senden Sie den Maklern, die eine grössere Anzahl von Objekten anbieten, Ihr Anforderungsprofil. Leider zeigt es sich, dass Sie als Unternehmer meist nicht über die lokalen Netzwerke im Immobilienmarkt verfügen, um ohne einen Makler Ihren Standort zu finden. Besonders zu beachten sind solche Makler, die sich auf gastronomische Betriebe spezialisiert haben.
  14. Helfen können Ihnen auch gastrospezifische Gründungsberater, die Sie von der IHK oder dem RKW empfohlen bekommen. Diese verfügen über die nötigen Netzwerke und haben tiefe Marktkenntnis.
  15. Schalten Sie ein Immobiliengesuch in der lokalen Tageszeitung. Auf diese Anzeigen reagieren nicht nur Makler, sondern auch Eigentümer.
  16. Sollten Sie ein Gastronomieobjekt suchen, schalten Sie auch eine Anzeige in der Allgemeinen Hotel- und Gaststättenzeitung
  17. Stellen Sie Ihr Konzept (in abgespeckter, aber klarer Form) den Maklern zur Verfügung, damit diese wissen, nach was Sie konkret suchen.
  18. Sprechen Sie auch alle Mitglieder Ihres Netzwerkes an, die möglicherweise am von Ihnen favorisierten Standort leben und wirtschaften.
  19. Nachdem Sie sich einige Objekte angeschaut haben, entwickeln Sie ein Gespür dafür, welche Objekte gerade auf dem Markt verfügbar sind, mit welchen Kosten Sie zu rechnen und wie Sie ihr Konzept ggf. dem aktuellen Immobilienangebot anzupassen haben.
  20. Prüfen Sie jedes Angebot auf Konformität mit Ihrem Konzept. Zu grosse Abstriche sollten Sie vermeiden, denn Ihr Businessplan fusst auf der Umsetzung Ihres Ursprungskonzeptes, nicht auf der Korrektur dieses Konzeptes.
  21. Sollten Sie in Mietverhandlungen treten, erwarten die meisten Vermieter von Ihnen ein detailliertes Konzept, den Businessplan sowie einen Bonitätsnachweis. Ergänzend zum Businessplan sollten Sie auch ein Kurzprofil zu Ihrer Person mitliefern – schliesslich will auch der Vermieter wissen, mit wem er es zu tun hat.
  22. Vergessen Sie nicht: 75% des Erfolges Ihres gastronomischen Betriebes basieren auf drei Faktoren: Lage, Lage, Lage.
  23. Letzter  und entscheidender Tipp: bleiben Sie geduldig und werfen Sie die Flinte nicht ins Korn – IHRE Immobilie wird kommen! 😉

Johannes Lacker

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