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Betty Bossi oder "Mutti, was gibt's zum Mittagessen?"

Für meinen geplanten Coffee Shop, den Kaffi Schopp, möchte ich gerne Snacks und kleine Speisen nach Rezepturen der Schweizer Kochbuchreihe “Betty Bossi” anbieten. Doch wer bitte ist “Betty Bossi”? In Deutschland eine ziemlich unbekannte Person, ist sie dafür in der Schweiz umso populärer.

logo_bb_navi3_de“Betty Bossi” ist eine fiktive Hausfrau, die seit 1956 den Schweizern das Kochen und Haushalten beibringt. Ähnlich wie beim Dr. Oetker Schulkochbuch ging’s damals darum, der geneigten Hausfrau die Antwort auf die tägliche Frage “Was koche ich heute der Familie?” zu geben. Ergänzend zu den Kochrezepturen ging es um alle Fragen des Haushaltes, damit die Dame des Hauses auch ja nur eine gute Hausfrau sei (da sieht man übrigens, dass sich in den 50ern die Schweizer Hausfrau mit den gleichen Problemen auseinanderzusetzen hatte, wie die deutsche – JL).

Die Idee für “Betty Bossi” stammte – wie könnte es anders sein – aus den wirtschaftlich aufstrebenden USA. Dort war zu jener Zeit eine an Hausfrauen gerichtete Zeitschrift namens «Betty Crocker» äusserst erfolgreich. Der Vorname wurde dann einfach übernommen und mit dem in der Schweiz geläufigen Nachnamen “Bossi” von der Werbetexterin Emmi Creola-Maag ergänzt. Alles im Auftrage des Steffisburger Speisefettherstellers Astra. “Betty Bossi” warb in einfachen Kochrezepten, die immer gelingen sollten, für die vermehrte Verwendung von Margarine in der butterverwöhnten Schweiz. Am 1. April 1956 erschien die erste Betty Bossi Post, 1968 wird sie zur abonnierbaren Zeitung. 1973 erschien das erste Kochbuch. 1977 wurde innerhalb der Unilever-Gruppe der Verlag Betty Bossi AG gegründet. Mittlerweile wurden die Zeitschrift und der Kochbuchverlag zur Marke. Unilever verkaufte “Betty Bossi” 1995 an den Verlag Ringier. Seit Nov. 2001 gehört die Marke je zur Hälfte dem Medienunternehmen Ringier und dem zweitgrössten Schweizer Einzelhändler, der Coop.

Beim Coop kann man auch Snacks à la “Betty Bossi” kaufen. Das besondere ist, dass die einzelnenmd_129669 Zutaten zwar in Deutschland bekannt und kaufbar, die Rezepturen aber französisch, italienisch, schweizerisch beeinflusst sind. Damit bieten sie dem deutschen Gaumen eine Geschmacksalternative zu den ewigen Bagels, Donuts und Muffins im italienisch/amerikanischen Coffee Shop à la Starbucks, Coffee Fellows oder Dunkin’ Donuts.

So werdem im Chüechli-Blog (den ich in meine Blogroll übernommen habe) laufend neue Rezepte für kleine Kuchen (den Chüechli) und Gebäck vorgestellt – ideal als Begleitung für eine gute Tasse Schweizer Kaffee!

Lassen Sie sich beides gut schmecken!

Johannes Lacker

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