Kategorie-Archiv: Eidgenuss

5 Gründe warum Ihr Kaffee nicht schmeckt – und was man dagegen tun kann.

Als Kaffeeliebhaber freut man sich jeden Morgen auf den ersten Schluck heißen Kaffees, um in den Tag zu starten. Auch wenn Sie noch nicht richtig wach sind, merken Sie, wie mit jedem Schluck das Leben in Sie zurückkehrt und der Tag einfach gut beginnt. Deshalb gibt es nichts schlimmeres, als eine schlecht schmeckende Tasse Kaffee am Morgen. Denn wenn der Tag schon so beginnt, was soll er dann noch Erfreuliches bringen?

Niemand verdient es, am Morgen (oder überhaupt) schlechten Kaffee zu trinken. Hier fünf Tipps, was Sie dafür tun können, dass Ihnen Ihr Kaffee Zuhause besser schmeckt.

1. Ihre Kaffeebohnen sind alt und/oder schmecken ranzig

Kaffeebohnen oxidieren, wenn sie in Kontakt mit Sauerstoff kommen. Durch die Oxidation der Kaffeefette entsteht ein ranziger Geschmack, den Sie natürlich auch in Ihrer Tasse Kaffee wieder finden.

Deshalb sollten Sie immer frische Bohnen verwenden, die Sie trocken, kühl (Zimmertemperatur), dunkel und unter Luftabschluss lagern. Verschließen Sie den geöffneten Kaffeebeutel bestmöglich und lagern Sie ihn in einer luftdichten Tupper-Box. Optimaler Ort ist dann der dunkle Küchenschrank, abseits von Herd und Spülmaschine.

Ebenso wichtig wie die Lagerung, ist das frische Mahlen des Kaffees kurz vor dem Verbrauch. Gemahlener Kaffee verliert überdurchschnittlich schnell sein Aroma und deshalb sollte man im besten Falle keinen vorgemahlenen Kaffee für Zuhause verwenden. Das Aroma frisch gemahlener Bohnen duftet nicht nur in Ihrer Küche sondern macht auch Ihren Kaffee besser.

Und natürlich sollten Sie nur Bohnen verwenden, die erst vor kurzer Zeit geröstet wurden. Nach mehr als 6 Monaten hat der Kaffee so viele Aromen verloren, dass das volle Geschmackserlebnis nicht mehr gegeben ist.

2. Ihre Kaffeebohnen sind nicht optimal geröstet

Ohne das Rösten der grünen (Roh-)Kaffeebohnen könnten wir gar keinen Kaffee genießen. Deshalb ist das optimale Rösten die Basis für die bestmögliche Entwicklung der Kaffeearomen.

Industriell geröstete Bohnen sind in der Regel nicht durchgeröstet, sondern innen fast “roh” und äusserlich schon fast zu dunkel wenn nicht sogar schon ölig. Dadurch schmeckt der Kaffee oft bitter und sauer. Ich nenne das immer den “Filet-Effekt”, denn beim Anbraten eines Filets passiert das gleiche: Aussen hat das Fleisch eine feine braune Färbung, innen ist es jedoch nahezu roh. Beim Filet ist das so gewünscht, beim Kaffee nicht. Denn damit die ganze Bohne ihr volles Aroma entfalten kann, muss sie durchgeröstet sein.

Das erreicht der Röstmeister nur, wenn die Bohnen langsam und schonend bei niedrigen Temperaturen (bis 220 Grad) geröstet werden. Dazu kommt, dass die im Rohkaffee enthaltene Chlorogensäure nur durch den Faktor Zeit aus der Bohne heraus geröstet wird. Diese Chlorogensäure ist dafür verantwortlich, dass viele Menschen Kaffee nicht vertragen und mit Magenbeschwerden reagieren.

Kaufen Sie deshalb Kaffeebohnen, die traditionell in der Trommel geröstet wurden und deren Röststufe ihrer Verwendung entsprechen. Filterkaffees sind eher etwas heller geröstet, Espressi eher etwas dunkler.

3. Ihr Equipment ist verschmutzt

Eine schmutzige Presstempelkanne, eine nicht gereinigte Espressomaschine oder ein ungepflegter Kaffeevollautomat tragen maßgeblich zum schlechten Geschmack von Kaffee bei.

Das bereits erwähnte Kaffeefett legt sich gerne auf die Oberflächen von Bohnenbehältern und Siebträgern. Dort wird es unter dem Einfluß von Sauerstoff ranzig und beeinflußt den Kaffeegeschmack negativ. Gerade Kaffeevollautomaten sind idealer Ort für Verschmutzungen aller Art. Schimmelnder Kaffeetrester, schimmelndes Restwasser und ranzige Tresterreste an der Brühgruppe verhindern nachhaltig das Kaffeevergnügen.

Deswegen ist bei jeder Kaffeezubereitung, ob mit Hand oder Maschine, Sauberkeit erstes Gebot. Reinigen Sie Ihre Equipment regelmässig mit Kaffeefettentferner und Milchfettentferner (beim Vollautomaten), nach Benutzung aber auf jeden Fall mindestens mit warmen Wasser.

4. Sie benutzen eine klassische Filterkaffeemaschine   

Wenn Sie Ihren morgendlichen Kaffee in einer klassischen Filterkaffeemaschine zubereiten, sollten Sie den Kaffee innerhalb einer Stunde getrunken haben. Nach dieser Zeit beginnt eine sogenannte hydrolytische
Reaktion des Kaffees: Der Kaffee bildet ungewünschte Säuren und wird immer bitterer. Grund dafür ist das andauernde Nachheizen des Kaffees durch die Heizplatte der Filterkaffeemaschine.

Wer es besser mag, sollte entweder mit der Hand filtern (für mich ohnehin die optimale Methode für einen morgendlichen Kaffee) oder die alte Filterkaffeemaschine durch einen Moccamaster ersetzen. Der Moccamaster hält den Kaffee lediglich warm und regelt die zugeführte Temperatur in Bezug auf die Menge Kaffees, der warm gehalten werden muss. Aber auch hier gilt: Kaffee sollte frisch zubereitet getrunken werden.

5. Die Qualität des verwendeten Wassers ist schlecht

Da eine Tasse Kaffee zu 98% aus Wasser besteht, darf man die Qualität des Wassers auf keinen Fall vernachlässigen. Das verwendete Wasser sollte immer frisch sein, einen ph-Wert zwischen 6 und 7 haben und ebenfalls einen mittleren Grad deutscher Härte (7 bis 8°dH).

In der Regel ist es deshalb in Deutschland empfehlenswert einen Brita-Filter einzusetzen und je nach örtlicher Wasserhärte dieses gefilterte Wasser entweder pur zu verwenden oder es mit dem Leitungswasser zu verschneiden.

Immer wieder liest man, dass Kaffeefans stilles Wasser aus dem Supermarkt kaufen. Allerdings gilt hier das gleiche wie beim Leitungswasser: Auf die richtige Mineralisation kommt es an. Ein Wasser, welches für Säuglingsnahrung geeignet ist, ist für Kaffee ungeeignet, da tatsächlich das Salz in der Suppe (=im Kaffee) fehlt und die Kaffeesäuren geschmacklich zu stark in den Vordergrund treten. Zu starke Mineralisation andererseits neutraliert die feinen Säuren im Kaffee und es fehlt am geschmacklichen Volumen.

Fazit: In dieser Zusammenfassung finden Sie die wichtigsten Punkte, um Gutes für den Geschmack Ihres Kaffees zu tun. Denn warum sollte man sich mit schlechtem Geschmack zufrieden geben, wenn es auch einfach besser geht?

Johannes Lacker

Gewürze und Trockengerichte aus der Schweiz: Hausmann’s – The Swiss Fine Food Company.

Seit August diesen Jahres haben wir die Gewürzmühlen und einige Trockensuppen der Marke Hausmann’s im Sortiment. Produzent ist die Schweizer Firma SEREAL – The Swiss Fine Food Company.

Entdeckt habe ich das Sortiment von Hausmann’s im Zürcher Globus (Bahnhofstrasse), in dessen Delikatessenabteilung die Produkte aus Meilen im Kanton Zürich zu finden sind. Inhaber und Namensgeber ist Marco Hausmann, bekennender Gourmet und Unternehmer.

Marco Hausmann

Marco Hausmann

Da die edlen Gewürzmühlen und hochwertigen Convenience-Suppen in Deutschland weitestgehend unbekannt sind, habe ich Marco Hausmann gebeten, sich den Kaffi Schopp Kunden vorzustellen:

Kaffi Schopp (KS): Die Marke Hausmann’s steht für hochwertige Gewürze und Trockenprodukte wie Suppen oder Risotto. Wie sind Sie zu diesem Sortiment gekommen, wo doch Tütensuppen und Convenience nicht immer den besten Ruf haben?

Marco Hausmann (MH): Mein Vater war in den 1970er und 80er Jahren ein Schweizer Star-Koch. Ausserdem befinden sich unsere familiären Wurzeln immer noch im Tessin, wo Polenta, Risotto und Suppen zu den Grundnahrungsmitteln gehören. Die Kunden meines Vaters waren immer von seinen Risotto und Polentas begeistert und wollten diese auch ihren eigenen Gästen Zuhause anbieten. So wurde über Jahre hinweg an Wegen getüftelt, wie auch beim Kochen Zuhause ohne grösseren Aufwand innert relativ kurzer Zeit ein Gourmetmenue herbei gezaubert werden kann. Ein wenig Wasser, Weisswein, geriebener Käse und fertig ist das Spitzenmenue.

KS: Was unterscheidet die Hausmann’s Trockenmenüs von den Trockensuppen der grossen Hersteller, wie z.B. Maggi und Knorr?

MH: Wir verwenden nur höchstwertige Produkte – wenn möglich am liebsten heimische aus der Schweiz. So lassen wir im Tessin Gemüse, Kräuter, Mais und Reis anpflanzen. Selbst die verwendete Bouillon stammt aus der Schweiz. Die Qualität schmeckt man unserer Meinung nach.

KS: Welche Philosophie verfolgen Sie mit Ihren Produkten?

MH: “Luxuriös einfach.” [Marco Hausmann lächelt]. Es wird immer eine Gruppe Feinschmecker jeden Alters geben, die für Qualität und Geschmack etwas mehr ausgeben möchte. Die Quantität interssiert uns nicht – das überlassen wir gerne den Anderen.

Hausmann's Bünder Gerstensuppe Foto: swissprimebox.com

Hausmann’s Bünder Gerstensuppe Foto: swissprimebox.com

KS: Wofür sind Sie selbst im Unternehmen verantwortlich? Wie viele Mitarbeiter haben Sie, die Sie unterstützen?

MH: Wir sind ein Familienbetrieb mit 6 Mitarbeitern. Da packt jeder überall mit an.

KS: Welchen beruflichen Hintergrund haben Sie selbst? Machen Sie Hausmann’s hauptberuflich oder arbeiten Sie z.B. noch als Koch in einem Restaurant?

MH: Ich selber bin studierter Betriebswirtschafter und Profi-Gourmet. Die Firma leite ich hauptberuflich. Wir haben diplomierte Köche angestellt und arbeiten für neue Ideen auch mit Köchen und Gourmets aus anderen Bereichen zusammen.

KS: Was sind die beliebtesten Hausmann’s Produkte in der Schweiz? Und Ihr persönlicher Favorit?

MH: Beliebt sind alle Produktlinien. Die Suppen laufen im Sommer vielleicht etwas weniger, die Gewürzlinien dafür aber umso mehr. Selber mag ich im Sommer die Polenta mit Rosmarin und Zitrone, im Winter den Risotto „Grand Cru“ mit extra viel Sbrinz und etwas frischer „Double crème de la Gruyère“ (Doppelrahm)

KS: Herr Hausmann, ich bedanke mich für das Gespräch und wünsche Ihnen und uns viel Erfolg mit Ihren Produkten im Kaffi Schopp.

Johannes Lacker

Welche Fehler man beim Zubereiten von Kaffee nicht machen sollte.

An jeder Strassenecke kann man heute Kaffee kaufen, egal ob es an der Tankstelle, beim deutschen Großröster oder im lokalen Coffee Shop ist. Aber nicht immer entspricht der dort gekaufte Kaffee dem Kaffee, den man eigentlich trinken wollte. Entweder ist der Kaffee so bitter und verbrannt, dass man Löffel um Löffel Zucker oder Milch hinzufügen muss oder er ist so schnell geröstet, dass er sauer schmeckt.

In der Öffentlichkeit hat man wenig bis keine Möglichkeiten, die Kaffeequalität in der Tasse zu beinflussen. Umso wichtiger ist es, der Kaffeezubereitung in den eigenen vier Wänden viel Aufmerksamkeit zu schenken. Deshalb haben wir Ihnen hier die acht gebräuchlichsten Fehler bei der Zubereitung von Kaffee zusammengestellt.

Wenn Sie die Fehler vermeiden lernen, werden Sie Zuhause einen perfekten Kaffee zubereiten können. Und Sie werden damit auf jeden Fall besseren Kaffee trinken, als im Kaffeehaus um die Ecke.

  1. Sie verwenden den falschen Mahlgrad
    Wenn Ihr Kaffee immer und immer bitter schmeckt, kann es sein, dass Ihre Kaffeemaschine zu lange brüht bzw. die Extraktion zu lange dauert. Das liegt in der Regel am falschen Mahlgrad. Ist er für Ihr Brühverfahren zu fein, hat das Wasser beim Filtern zu lange Kontakt mit dem Kaffee. Nutzen Sie einen gröberen Mahlgrad, um das Wasser schneller durch das Kaffeemehl laufen zu lassen. Schmeckt der Kaffee zu sauer, läuft das Wasser zu schnell durch das Kaffeemehl. Dann verwenden Sie bitte einen feineren Mahlgrad.
  2. Sie nutzen zu heisses Wasser
    Die richtige Brühtemperatur zu verwenden, ist essentiell für die optimale Entwicklung der Kaffeearomen. 88° bis 92°C sind die idealen Brühtemperaturen. Bei diesen Temperaturen entwickeln sich die Kaffeearomen und -gerüche, die wir lieben, während die unangenehmen Säuren und Bitterstoffe vermieden werden. Wenn Sie keinen Wasserkocher besitzen, mit dem man das Wasser auf defininierte Temperaturen erhitzen kann, lassen Sie Ihren Wasserkocher nach dem Aufkochen etwa 60 bis 75sec offen stehen, damit das Wasser abkühlen kann und der Kaffee nicht verbrennt.
  3. Misachtung der richtigen Portionierung
    Die perfekte Menge Kaffee sind 8 bis 9g für 120ml Wasser. Wenn Sie es intensiver mögen, können Sie selbstverständlich etwas mehr Kaffeemehl verwenden. Trotzdem sollten Sie sich bemühen, möglichst bei dieser Kaffeemenge zu bleiben. Wenn Sie ein Kaffeelot verwenden, ist dies in der Regel auf 7g Kaffee geeicht, so dass eine leichte Überhäufung an die genannten 8 bis 9 Gramm heran reicht. Natürlich siegt hier immer der individuelle Geschmack, aber die genannte Grammatur hat sich über Generationen hin bewährt.
  4. Nutzung von vorgemahlenem Kaffee
    Wir verstehen zwar, dass es komfortabler ist, morgens nicht noch den Kaffee frisch zu mahlen, aber frisch gemahlener Kaffee macht eben genau den Unterschied beim Genuss des vollen Kaffeearomas. Gemahlener Kaffee verliert innerhalb von guten 15 Minuten sein Aroma, wenn er nicht luftdicht verpackt wird. Wenn Sie gemahlen Kaffee benutzen wollen oder müssen, dann kaufen Sie ihn nur in kleinen Mengen, damit er schnell verbraucht werden kann.
  5. Günstige Kaffeebohnen
    Natürlich wollen wir alle den einen oder anderen Euro sparen, aber Kaffeebohnen sind der falsche Ort, um zu sparen, wenn man einen Kaffee wirklich geniessen will. Denn egal wie sorgfältig und aufmerksam Sie Ihren Kaffee daheim brühen, billige Kaffeebohnen werden einen schlecht schmeckenden Kaffee ergeben. Bei der sogenannten Turboröstung, oder auch industrielle Röstung genannt, werden die Bohnen innerhalb weniger Minuten bei sehr hohen Temperaturen geröstet. Allerdings tritt hier der “Filet-Effekt” auf: Aussen braun, innen fast noch roh. Nur in durchgerösteten Bohnen entwickelt sich das volle Aroma und die magenreizenden Gerbsäuren des Rohkaffees werden abgebaut. Also sparen Sie lieber dort, wo es sich lohnt: Kaufen Sie keinen Kaffee an der Autobahnraststätte (Achtung: Gilt nicht für italienische Raststätten) oder der lokalen Tankstelle.
  6. Falsch gelagerter Kaffee
    Wenn Sie Ihren Kaffee optimal aufbewahren wollen, leeren Sie die Kaffeebohnen (oder den gemahlenen Kaffee) niemals um. Lagern Sie den Kaffee mitsamt dem Beutel in einem luftdichten Behältnis an einem kühlen und dunklen Ort (z.B. dem Küchenschrank). Lagern sie ihn nicht im Kühlschrank, da er dort sehr schnell Gerüche anderer Lebensmittel annimmt. Dass man die Empfehlung der Kühlschranklagerung selbst auf Kaffeeverpackungen lesen kann, macht es deshalb nicht richtiger (siehe auch Punkt 7).
  7. Einfrieren von Kaffeebohnen
    Egal was Sie denken oder schon darüber gehört haben, dass Einfrieren von Kaffeebohnen bewahrt nicht die Aromen des Kaffees. Ganz im Gegenteil: Die Aromen, die in den Kaffeeölen gebunden sind, können zerstört werden. Ausserdem ensteht beim Auftauen des Kaffees Kondenswasser im Innern des Kaffeebeutels, welches vom Kaffee gierig aufgesogen wird und ebenfalls die Aromen angreift.
  8. Alter Kaffee
    Für den optimalen Kaffeegenuss sollten Sie immer frisch gerösteten Kaffee verwenden. Der von Ihnen benutzte Kaffee sollte nicht älter als 3 bis 6 Monate sein. Danach baut er sein Aroma immer stärker ab. Natürlich ist Kaffee auch nach dieser Zeit genießbar, aber die volle Aromenwelt erhalten Sie nur, wenn Sie frisch gerösteten Kaffee verwenden. Halten Sie also Ausschau nach frisch geröstetem Kaffee und kaufen Sie ihn, immer wieder frisch, in kleinen Mengen.

Folgen Sie unseren Tipps und Sie werden bald genauso guten Kaffee machen, wie die Top Baristi in Ihrer Stadt. Wenn Sie noch weitere Anregungen brauchen, ist übrigens YouTube eine wahre Fundgrube. Hier werden alle Arten von Kaffeezubereitungen in aller Ausführlichkeit erklärt.

Johannes Lacker

SIROCCO Tee mit neuem Verpackungsdesign

SIROCCO, Schweizer Hersteller unserer fantastischen Tees, hat seit einiger Zeit auch Dosen mit losem Tee im Angebot. Ausserdem wurde das Produktdesign der Teebeutelverpackungen verändert.

Von Ralph Grüniger, Inhaber von SIROCCO, wussten wir, dass er ein leidenschaftlicher Vertreter der aromaschonenden Teebeutelverpackungen war. Umso verwundeter waren wir über die Einführung der Dosen.

Warum führt SIROCCO Tee-Dosen ein?

Dafür gibt es verschiedene Gründe:

Nicht nur bei SIROCCO, sondern auch bei uns, haben sich in der Vergangenheit vermehrt Kundenanfragen gesammelt, ob der Tee auch “lose” bezogen werden könne.

Dazu gilt es grundsätzlich zu sagen, dass es sich bei den SIROCCO Tee-Qualitäten durchweg um hochwertigste Blatt-Tees handelt, also Qualitäten, die man gemeinhin nur lose aus dem Tee-Fachhandel kennt. Die handgefertigten Tee-Beutel stellen im Falle SIROCCO lediglich ein angemessenes Transportmittel dar. Nichts desto trotz hat der Teebeutel an sich einen schlechten Ruf.

Nun bietet die Dose zwei Lösungsansätze: Zum einen ermöglicht sie, die Tees auf die gewohnt kompromisslose, hochwertige Art und Weise zu präsentieren und zum anderen zu verdeutlichen, dass SIROCCO dieselbe Qualität im Beutel verwendet. Wenn sich im Teebeutel schon kein Teestaub oder andere minderwertige Ware befindet, so ist dies in der Dose erst recht ausgeschlossen. Ausserdem ist es unbestritten, dass ein Tee-Zeremoniell mit entsprechenden Accessoires und ausreichend Zeit seinen besonderen Reiz auf den Tee-Kenner ausübt.

Sirocco_Dose_Beutel

Nach Einführung der Dosen wurde zu Ende 2012 auch das Verpackungsdesign der Teebeutel verändert.

Karton aus nachhaltiger Waldwirtschaft

Die ursprüngliche Lösung der transparenten Boxen hatte in der Phase der Markteinführung der SIROCCO Tees ihren Sinn. Sie hat die Möglichkeit geboten, die Beutel direkt zu sehen, um ihre Besonderheit zu verdeutlichen.  Es war allerdings von vornherein klar, dass diese Verpackung mittelfristig geändert werden muss, da sie zwar ein adäquates und “zweckdienliches” Mittel war, aber durchaus noch Optimierungspotential bot.

Somit entwickelte SIROCCO zwischenzeitlich die neuen Kartonboxen, die das exklusive Kleid der SIROCCO Tees vervollkommnen.  Und selbstverständlich kommt nun die Rohware der Kartons auch aus nachhaltiger skandinavischer Forstwirtschaft und unterstreicht damit den nachhaltigen und ökoligischen Anspruch der Tees aus Schmerikon.

Lediglich bei den Selections bleibt SIROCCO den transparenten Boxen treu, um die Farbvielfalt unserer Teelinie wirken zu lassen.

Aber ob Karton oder Dose, ob im Beutel oder Lose, eines bleibt unbestritten: Die Tees von SIROCCO scheuen keinen Vergleich und werden auch bei deutschen Teeliebhabern immer begehrter. Mit dazu beigetragen hat auch die neue Tee-Lounge von SIROCCO am Zürcher Flughafen Kloten, an der viele in- und ausländische Fluggäste mit SIROCCO-Tee in Berührung kommen.

Wir freuen uns, dass wir im Kaffi Schopp, aber auch in unserem Heppenheimer Ladengeschäft, unseren Kunden SIROCCO Tee weiterhin in gewohnter Qualität anbieten können.

Johannes Lacker

Die Vielfalt des Kaffeegenusses

Es ist eigentlich kaum zu glauben, doch Kaffee belegt den zweiten Platz in der Rangliste der wichtigsten Weltwirtschaftsgüter hinter Erdöl. Nicht nur im internationalen Handel nimmt Kaffee also einen sehr hohen Stellenwert ein, auch im Alltag des Einzelnen ist er eigentlich kaum noch wegzudenken. Kein Getränk wird in solchem Maße konsumiert wie Kaffee. Der Begriff „Kaffee” stammt von dem arabischen Wort „kawah” ab, was so viel wie Kraft und Stärke bedeutet. Kein Wunder, denn Kaffee ist unter den Getränken dank seines hohen Koffeingehalts der ultimative Muntermacher. Mittlerweile ist Kaffee hierzulande zum Lifestyle-Getränk avanciert, bei dem der Genuss im Vordergrund steht. Auch die Vielfalt zeigt sich in positiven Tendenzen: Vom italienischen Klassiker Espresso über Latte Macchiato bis hin zu Caffè Lungo oder Crema sind dem Barista heute keine Grenzen mehr gesetzt. Doch was sind eigentlich die Unterschiede zwischen diesen unzähligen Varianten des beliebten Heißgetränks?

Der Unterschied liegt in der Zubereitung

Espresso ist eine sehr starke Kaffeevariante mit goldener Schaumkrone, welche unter hohem Druck aufgebrüht wird. Allerdings enthält er entgegen der allgemeinen Annahme weniger Koffein und Säure als Filterkaffee, da er schneller extrahiert wird. Deshalb wird er als bekömmlicher empfunden und eignet sich ideal als Getränk nach dem Essen. Mokka hingegen ist der schwarze Kaffee aus Äthiopien, welcher nach der Hafenstadt Al Mukah benannt wurde. Mokkapulver wird mit Zucker und Wasser aufgekocht und oft mit verschiedenen Gewürzen, Rum oder Brandwein verfeinert. Cappuccino ist eine Variante des Espressos, welcher zu gleichen Teilen aus eben diesem sowie Milch und Milchschaum besteht. Oft wird er mit Kakao oder Zimt verfeinert. Der Schweizer Café Crème, ein Kolbenkaffee aus dem Vollautomaten, ist bei uns als Schümli Kaffee bekannt.  Latte Macchiato enthält ebenso etwas Espresso sowie heiße Milch. Er wird meist in Gläsern serviert und hat eine gefleckte Optik, aufgrund welcher er auch seinen Namen trägt. und Caffè Lungo, Café au lait und Café cortado sind ähnliche Variationen, welche lediglich jeweils landestypisch serviert werden.

Aber egal wie der Kaffee getrunken wird, ein Genuss ist er alle Mal!

Johannes Lacker

Ernährung bei Gastritis: Kein Kaffeegenuss?

Die Gastritis, oder deutsch Magenschleimhautentzündung, ist eine entzündliche Erkrankung der Schleimhaut des Magens. Durch die Ernährungsgewohnheiten der Wohlstandsgesellschaft ist die Gastris eine relativ häufig auftretende Erkrankung in der erwachsenen Bevölkerung, bei der zuviel Magensäure gebildet und die Schleimhäute des Magens angegriffen werden.

Wird vom Arzt eine Gastritis diagnostiziert, wird u.a. vom Verzehr säurebildender Getränke wie Alkohol und Kaffee sowie kohlensäurehaltiger Getränke wie Mineralwasser, Limonaden und Cola abgeraten.

Gerade dass Ärzte den Genuss von Kaffee mehr oder weniger verbieten, schmerzt viele Gastritis-Patienten sehr, ist doch der Kaffee nach wie vor der Deutschen liebstes Getränk. Und so wollen passionierte Kaffeetrinker ungern auf die gewohnte Tasse Kaffee verzichten. So auch unsere Kunden:

Monsooned Malabar

Monsooned Malabar von La Semeuse

Wie Sie unseren Bestseller-Listen entnehmen können (z.B. in unseren Januar-Bestsellern), verkaufen wir in steigendem Maße den Monsooned Malabar aus Indien. Durch das sogenannte Monsooning, bei dem unter Witterungseinflüssen des Monsuns der Kaffee fermentiert und seine Säuren abbaut, ist der Malabar nahezu säurefrei. Beim anschliessenden Rösten des Rohkaffees verliert er dann seinen Restsäuregehalt.

Wenn wir von unseren Kunden nach einem säurearmen Kaffee gefragt werden, empfehlen wir eben diesen Monsooned Malabar. Im Speziellen den Malabar der westschweizer Kaffeerösterei La Semeuse. Der Kaffee wird in La Chaux-de-Fonds im Schweizer Jura auf 1.000 Meter über dem Meer geröstet. Durch den geringeren Luftdruck in der Höhe kann der Kaffee bei niedrigeren Temperaturen geröstet werden, so dass wenig bis keine Bitterstoffe entstehen.

Den Malabar von La Semeuse haben wir mitterweile schon mehrfach an Gastritis-Patienten verkauft. Natürlich immer mit dem Hinweis, dass die Kunden den Kaffee auf eigenes Risiko trinken und wir uns nicht über den ärztlichen Rat stellen wollen.

Doch das Feedback unserer Kunden ist bisher einhellig: Der Verzicht auf Kaffee hat ein Ende, der Monsooned Malabar macht seinem Ruf als magenfreundlicher Kaffee alle Ehre. Bei den genannten Kaffi Schopp – Kunden traten bisher keine Nachwirkungen auf, der Säurehaushalt des Magens hat sich nicht negativ verändert. Ein Stück Lebensqualität ist für diese Kaffeetrinker zurückgekehrt.

Wir sind wirklich stolz darauf, unseren Kunden einen solchen Kaffee anbieten zu können. Wenn Sie auch unter Magenproblemen leiden, können wir Ihnen wirklich mit bestem Gewissen den Monsooned Malabar ans Herz legen. Damit auch Sie wieder Spass am Kaffeetrinken haben.

Johannes Lacker

P.S.: Extra für Kaffeetrinker mit übersäuertem Magen haben wir das Probierset “säurearmer Monsooned Malabar” zusammengestellt.

Schweizer Schokolade – Wie die Schweiz zum Schokoladenland wurde (Teil 2)

Die Schokolade in der Deutschschweiz

Nach der Gründung der ersten Schokoladen-Fabriken in der Westschweiz (siehe Teil 1), wurde 1845 die erste Manufaktur in der deutschsprachigen Schweiz gegründet. In diesem Jahr produzierte Rudolf Sprüngli-Ammann (1816 -1897) in Zürich als erster Schokolade nach einem Verfahren, welches es erlaubt. die Schokolade zu verfeinern. Im Jahre 1899 übernahm sein Sohn, Rudolf Sprüngli-Schifferli, als Inhaber der Chocolat Sprüngli AG, die Schokoladenmanufaktur von Rudolf Lindt. Der Ruf der Lindt Schokolade war damals schon so gut, dass der Preis für die Ausstattung, die Rezepturen und die Markenrechte über 1,5 Millionen Goldfranken betrug.

Maestrani

Aquilino Maestrani (1814 – 1880), dessen Vater einst aus dem Tessin die norditalienische Lombardei ausgewandert war, um dort das Chocolatier-Handwerk zu erlernen, machte es seinem Vater gleich, und lies sich in Mailand ebenfalls im Schokoladen-Handwerk ausbilden. 1852 gründete er schliesslich in Luzern seine eigene Schokoladenmanufaktur, welche schon bald sehr erfolgreich war. Aufgrund der beengten Platzverhältnisse in Luzern zog die Fabrik von Aqulino Maestrani kurz darauf nach St.Gallen.

Geburtsstunde der Schweizer Schoggi

Aus der Liebe zu einer Frau entwickelte sich bei Daniel Peter (1836 – 1919) die Liebe zur Schokolade. Der Sohn eines Metzgers arbeitete in Vevey bei eine kleinen Kerzenfabrik. Mit dem Aufkommen der Parafinlampe wurden die Kerzen nicht mehr für die tägliche Beleuchtung von Räumen benötigt und die Produktion der Kerzen wurde unwirtschaftlich. Aber Daniel Peters Leidenschaft war nicht nur auf Kerzen beschränkt, sondern seine Zuneigung galt auch der ältesten Tochter von Francois-Louis Cailler, Fanny Cailler. Und so entdeckte er, mehr oder weniger durch Zufall, die Schokolade.

Als Neueinsteiger in das Schokoladengeschäft musste er ein besonderes Produkt anbieten, um auf dem bereits umkämpften Schweizer Schokoladenmarkt zu bestehen. Dabei kam bei ihm die Idee auf, Milch und Kakao zu einer festen Ess-Schokolade zu verbinden. Peter brauchte über 16 Jahre, um zu einem genialen Trick zu kommen: Er entzog der Kakaomasse alle Fette und fügte Milchpulver sowie Zucker hinzu. Erst am Schluss des Prozesses wird bei einer bestimmten Temperatur Kakaobutter der Kakao-Milch-Masse beigefügt.

Damit verband Daniel Peter erstmals die gute Schweizer Milch mit Schokolade und konnte im Jahre 1875 die heute so berühmte Schweizer Schoggi, eben eine klassische Milchschokolade, vorstellen.

Confiserie Lindt

Nahe des Berner Münsters, direkt am Ufer der Aare, eröffnete Rudolf Lindt (1855 – 1909) im Jahre 1879 eine mit einem Wasserrad betriebene Schokoladenmanufaktur. Mit dem Erfindungsgeist eines ausgebildeten Maschinenbauers entwickelte er einen neuen Prozess, mit dem er die erste Fondant Schokolade herstellen konnte. Deren unvergleichliche Qualität brachte ihm umgehend viel Ruhm ein.

Die Toblerone

Ebenfalls in Bern besitzt der gelernte Konditor Jean Tobler (1830 – 1905) eine Konfiserie, in der er, neben eigener Schokolade, auch die Spezialitäten anderer Erzeuger verkauft.  Er arbeitete zunächst, nach seiner Ankunft in Bern, in der Konditorei Kuentz in der Marktgasse in Bern und als Kuentz erkrankt, übernimmt Tobler den Betrieb. Da ihm der Standort nicht zusagt, richtet er schon einige Monate später (1868) seine „Confiserie Spéciale“ im ersten Stock eines Neubaus an der Mittelstrasse im Berner Längass-Viertel ein. Im Jahr 1899 gründet er mit seinen Söhnen die Berner Schokoladenfabrik Tobler & Cie. Im Jahre 1908 entwickelt sein Sohn Theodor die wohl berühmteste Schweizer Schokoladenspezialität, die Toblerone. Diese feine Mischung aus Milchschokolade, Honignouigat und Mandeln hat die markante Dreiecksform, die an das Matterhorn erinnern soll. Dabei ist “Toblerone” ein Wortspiel aus Tobler und Torrone, dem italienischen Wort für Honig-Mandel-Nougat.

Lesen Sie im dritten Teil zum Schoggi-Land Schweiz über Henri Nestlé, Robert und Max Frey,Wilhelm Kaiser und Max Felchlin.

Schweizer Schokolade – Wie die Schweiz zum Schokoladenland wurde (Teil 1)

Die Schweiz ist das Land der Schokolade. Mögen andere Länder, so z.B. Belgien, Frankreich oder Italien, auch sehr feine Schokoladen produzieren, ohne die Schweizer Schokoladenpioniere wären sie wahrscheinlich nie so weit gekommen.

Die Schweizer zeigten schon früh ein besonderes Talent darin, Leckereien und Süssigkeiten zu produzieren. Bereits im 18. Jahrhundert bildete sich im Tessiner Bleniotal eine europaweit bekannte Tradition der “cioccolatieri” heraus. Sie lernten das Handwerk in Italien und brachten ihr Wissen mit in die Schweiz. Auch die ausgewanderten Zuckerbäcker aus Graubünden, die in ganz Europa als Konditoren Berühmtheit erlangten, genossen einen ausgezeichneten Ruf als Schokoladenmacher.

Geradezu paradox ist es jedoch, dass die Schweizer ein Produkt erfolgreich machten, dessen Grundprodukte, nämlich Kakao und Zucker, teuer importiert werden mussten. Diesen Erfolg verdanken sie vor allem ihrer Vorliebe für bestmögliche Qualität. Sie entstammt dem Bewusstsein, sich als kleines Land gegenüber ausländischer Konkurrenz nur durchsetzen zu können, wenn ihre Produkte besser als alle anderen sind. Und so fand auch die Schokolade in der Schweiz ihrer wichtigsten Verfechter.

Die erste Schweizer Schokoladenmanufaktur

Wie erwähnt erlernten die  Schokoladenpioniere ihr Handwerk nicht in der Schweiz, sondern vornehmlich in Italien. Einer dieser Pioniere, François-Louis Cailler (1796-1852) ging als “Gastarbeiter” nach Mailand, um in der dortigen Caffarel Schokoladenmanufaktur das Chocolatier-Handwerk zu erlernen. Als Maître Chocolatier mit selbst entwickelter Schokoladenreibe kehrte Cailler 1819 aus Italien zurück und gründete die erste, heute noch existierende Schweizer Schokoladenmanufaktur Cailler mit Sitz in Corsier bei Vevey.

Das exotische Produkt wurde damals in der Schweiz als Stärkungsmittel in Apotheken verkauft – zu einem Preis, den sich nur Reiche leisten konnten.

Um dies zu ändern produzierte François-Louis Cailler nach seiner Rückkehr in die Schweiz mit Hilfe industrieller Verfahren eine für viele Menschen erschwingliche Schokolade von höchster Qualität.

Suchard folgt Cailler

Philippe Suchard (1797 – 1884) begann 1815 eine Lehre als Konditor zusammen mit seinem Bruder in Bern. Nach dem Ende der Lehre und einem USA-Aufenthalt eröffnete Suchard im Jahr 1825  eine Confiserie in Neuchâtel, aus der 1826 eine Schokoladenmanufaktur in Serrières entstand. Suchard produzierte anfangs bereits 25 bis 30 kg Schokolade täglich. Suchard betreibt sein Schokoladenhandwerk höchst erfolgreich: 1880 entsteht im deutschen Lörrach eine erste ausländische Tochtergesellschaft. Eine Statistik aus dem Jahre 1883 weist die Fa. Suchard als die erste Schokoladenmanufaktur aus, die 50% der nationalen Produktion beansprucht und mehr als die Hälfte aller Menschen beschäftigt, die in der Schweizer Schokoladenindustrie tätig sind.

Erfindung der Haselnussschokolade

Als Grosshändler für koloniale Lebensmittel handelte Charles-Amédée Kohler (1790 – 1874) in Lausanne bereits mit verkaufsfertiger Schokolade. 1830 beginnt er, selbst Schokolade zu produzieren. Wie schon Cailler und Suchard ist er ständig darum bemüht, die Vielfalt der Schokoladensorten zu vergrössern. Bei einem seiner Versuche mit verschiedenen Zutaten verbindet er geröstete Haselnüsse mit Schokolade: die wichtige Erfindung der Haselnussschokolade ist gemacht. Zusammen mit seinen Söhnen produzierte er seine neueste Schokoladenkreation erfolgreich in Lausanne.

Im zweiten Teil über die Schweizer Schokolade lesen Sie über Rudolf Sprüngli-Amman, Aquilino Maestrani und Daniel Peter – weiteren Pionieren der Schweizer Schokolade.

Johannes Lacker

Mein 1. August in der Schweiz

Mittlerweile ist es schon einige Jahre her (ehrlicherweise schon fast 20), als ich meinen ersten 1. August in der Schweiz feiern konnte.

Der Schweizer Nationalfeiertag erinnert an die Gründung der Schweiz am 01.08.1291, bei dem sich die drei Urkantone Uri, Schwyz und Unterwalden den Rütli-Schwur gaben. Zur 700-Jahr-Feier dieses bekannten Rütli-Schwures arbeitete ich im Grand Hotel Kronenhof in Pontresina (Engadin / Graubünden).

Als Betriebsassistent war es u.a. meine Aufgabe, das Champagner-Buffet für die 01. August-Feier des Hotels aufzubauen. Gesagt, getan. Die Schweizer Fahne bildete dabei das Tischtuch, auf dem ich alle Gläser und die Sektkühler stellte und sorgfältig anordnete. In meinen Augen sah das alles sehr sehr schön aus.

Mein Hoteldirektor, Edwin A. Lehmann, ein Schweizer, sah das aber offensichtlich anders. Als er die Fahne als Tischtuch missbraucht sah, wies er mir an, die Gläser sofort abzubauen, und die Schweizer Fahne zu entfernen. Eine Schweizer Fahne könne man nicht als Tischtuch verwenden. Das würde die Fahne entweihen.

Verdutzt baute ich das Buffet wieder ab und entfernte die Fahne. Mir als Deutschem ist die Heiligkeit der Fahne fremd, aber natürlich respektierte ich den Wunsch von Herrn Lehmann.

Heutzutage scheint man mit dem Schweizer Kreuz und der Fahne etwas entspannter umzugehen, schliesslich gibt es nichts, auf dem sich kein Schweizer Kreuz findet. Wer einmal einen Schweizer Souvenirladen betreten hat, weiss wovon ich rede.

Nichtsdestotrotz wünsche ich der Schweiz (bzw. der Schweizerischen Eidgenossenschaft, wie das Land offiziell heisst), einen schönen 01. August und gratuliere zum 720.  Geburtstag.

Johannes Lacker

Die besten Eistee-Rezepte für den Sommer

Mit dem Juli beginnt die Zeit des Hochsommers.  Eigentlich keine typische Zeit für Teegenuss. Doch Tee kann, kalt genossen, auch sehr erfrischend schmecken.

Ich selbst konnte das erst vor kurzem im Zürcher Hauptbahnhof erfahren, als ich dort einen Bio Eistee von Chaya trinken konnte – der war extrem lecker und erfrischend!

Doch es muss nicht unbedingt fertiger Eistee sein, man kann auch zuhause erfrischenden Eistee produzieren: einen ersten Vorschlag hatte ich schon mit dem Green Mojito gemacht.

Da es zahlreiche Rezepte für Eistee gibt, bin ich gespannt auf Eure besten Ideen. Unter allen Rezepten verlose ich eine SIROCCO Bio Tee Grand Selection – damit könnt Ihr dann gleich Euren Favoriten zubereiten!

Also, ran ans Werk und mitgemacht – postet Eure Rezepte bis zum 31.7.!

Johannes Lacker

P.S.: Gerne könnt Ihr Euer Rezept auch auf der Kaffi Schopp Facebook-Seite hinterlassen

Bildquelle: foodinaire – Fotolia.com